Sharkoon Drakonia vs. DarkGlider – Drachentier gegen Schönling

26 Jul

Heute präsentieren wir einen Gastbeitrag unseres Webmoderators Fin – zwei neue Gaming-Mäuse von Sharkoon werden vorgestellt und verglichen. Vielen Dank dafür!

Sharkoon hat etwas Neues für Gamer parat. Die Tastaturen wurden im Blog schon vorgestellt aber dessen nicht genug. Sharkoon hat gleich noch zwei neue Mäuse, um das Gamerherz zu erfreuen. Ob sich ein Kauf lohnt und welche Maus sich für wen eignet, das will ich hier genauer untersuchen.

Drakonia

Die Drakonia kommt in einem Drachenschuppendesign daher, woran ich mich nach dem Auspacken der Maus erst einmal gewöhnen musste. Auch das Kabel ist im gleichen Design gehalten. Das ist Geschmackssache, aber mal was anderes. Gleich mal per USB angeschlossen und die auf Mini-CD beigelegte Software installiert. Eine Tasche zum Verstauen der Maus, der Gewichte und der Ersatzglider ist auch noch dabei.

Die Drakonia liegt sehr gut in der Hand. Zum Vergleich: Meine Razer DeathAdder ist deutlich unhandlicher, die FireGlider von Sharkoon wird ebenfalls übertroffen. Die Drakonia liegt vom Handgefühl etwa gleichauf mit meiner  Logitech MX518 – ich bin positiv überrascht. Da ich mit meinen Riesenhänden natürlich nicht für alle sprechen kann, habe ich mir gleiches auch von Freunden mit kleinen Händen bescheinigen lassen. Die Gleiteigenschaften sind sowohl auf Stoff- als auch auf Hardpads sehr gut, die Druckpunkte von Scrollrad und sämtlichen Tasten sind exakt und präzise. Die Taste unter dem Daumen und auf der rechten Seite hatte ich bisher noch bei keiner Maus gesehen, lassen sich aber mit etwas Übung gut  in die Bedienung integrieren. Durch die entfernbaren Gewichte lässt sich das Gesamtgewicht den eigenen Vorlieben anpassen – das ist ein Must-Have und wirkt bei der Drakonia gut gelöst. Einziger kleiner Kritikpunkt – die Drakonia wirkt in der Verarbeitung zwar ebenso solide wie die Logitech, deren Materialen wirken aber wertiger. Vielleicht muss man sich zuerst an das ungewöhnliche Look & Feel gewöhnen.

Um die Maus ausgiebig zu testen, kamen Shooter, RPGs und Strategiespiele auf den Schirm. Auch nach Stunden konnte die Maus mich noch begeistern. Doch mit der Zeit nervte das blinkende Leuchtelement. Gut, dass die beigelegte Software Abhilfe schafft. Hier lässt sich die Maus nach allen Wünschen konfigurieren. Farbe, Intensität und Rhythmus, in dem das Leuchtelement erstrahlt, lassen sich den eigenen Wünschen anpassen. Des Weiteren ist jede Taste in mehreren Profilen frei programmierbar, Empfindlichkeit, Abtastrate und Dinge wie Scroll-Geschwindigkeit lassen sich konfigurieren. Die Drakonia und MX518 liegen in Sachen Verarbeitung gleichauf, die MX518 wirkt aber vom Material etwas wertiger. Vielleicht muss an sich einfach etwas länger an das ungewöhnliche Muster und die Oberflächenbeschaffenheit der Drakonia gewöhnen.

Nun musste die DarkGlider zeigen, ob sie gegen eine so gute Vorlage standhalten kann.

DarkGlider

Verpackung auf und raus die Maus. Gleich fallen die Unterschiede zur Drakonia ins Auge. Enthalten sind eine Stoffhülle für die Maus, eine eigene Box für die unterschiedlich schweren Gewichte und Ersatzglider. Statt einer Mini-CD ist bei der DarkGlider eine gewöhnliche CD dabei. Das Design ist schlicht und die LCD-Anzeige für die DPI und das Leuchtelement werden gekonnt in Szene gesetzt.
In die Hand genommen, wusste auch die DarkGlider zu gefallen. Auch wenn sie etwas klobig wirkt, liegt sie gut in der Hand, kann aber meines Erachtens nicht ganz mit der Drakonia konkurrieren. Hier wirken dafür die verarbeiteten Materialien wertiger, die Verarbeitung gut und auch nach Stunden fühlt sich die DarkGlider noch gut in der Hand an. Die Gleiteigenschaften sind ähnlich der Drakonia und fallen auch bei dieser Maus positiv auf. Druckpunkte sind ebenfalls gut gewählt, nur das Scrollrad bietet beim Drücken einen etwas größeren Widerstand, an den man sich erst gewöhnen muss. Mittels der verschiedenen Gewichte lässt sich diese Maus noch individueller auf die eigenen Vorlieben anpassen. Da auch hier die Beleuchtung pulsiert, was mich zumindest in einem dunklen Zimmer echt genervt hat, habe ich auch hier die Software unter die Lupe genommen. Verglichen mit der Software der Drakonia, wirkt sie wie eine erweiterte Version mit neuer Optik. Auch hier lassen sich Einzelheiten der Beleuchtung einstellen, Tasten frei konfigurieren und sämtliche Einstellungen treffen. Zusätzlich kann man Spielen Profile zuweisen, so dass bei jedem Spiel automatisch das richtige Profil aktiviert wird.

Fazit

Beide Mäuse bieten ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis und haben keine großen Schwächen offenbart. Unterschiede zwischen der DarkGlider und der Drakonia sind die verschieden schweren Gewichte, ein eigenes Case für Gewichte und Ersatzglider, eine Stofftasche, die LCD-Anzeige und eine vielseitigere Software, mit der die DarkGlider punkten kann. Außerdem wirkt diese Maus deutlich wertiger. Wem diese Dinge den Aufpreis wert sind, der kann bedenkenlos zur DarkGlider greifen. Wen die Funktionen und der Lieferumfang der Drakonia überzeugen und wer sich mit ihrer eigenwilligen Optik anfreunden kann, ist mit der Drakonia auf jeden Fall auch gut bedient. Ich für meinen Teil werde meine in die Jahre gekommene Logitech MX518 bei den ersten Alterserscheinungen gegen die DarkGlider tauschen.

 

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