MSI - Produkttest

Der MSI-Produkttest: GS70 Gaming-Notebook

14 Mrz

Vor kurzem hatten wir euch die Möglichkeit gegeben, sich für den Produkttest des MSI Gaming-Notebook zu bewerben. Mittlerweile haben wir unseren Tester ermittelt und wünschen euch nun viel Spaß mit dem Testbericht von Andreas.

MSI GS70 – Ein starker, leichter Begleiter?

Einleitung

Vielen Dank an ALTERNATE und MSI, die es mir ermöglichten das MSI GS70 unter die Lupe zu nehmen. Der Versand war natürlich wie gewohnt fix und zu meiner Überraschung lag auch noch eine Stoffhülle bei, in der man das Notebook bei Bedarf hineinpacken kann. Es hielt mich nicht davon ab, das Notebook gleich auszupacken und mir den Kartoninhalt anzusehen. Der Karton selbst ist sehr schlank und strukturiert aufgebaut. Im linken Teil befindet sich das Netzteil und das zugehörige Stromkabel. Bei näherem Betrachten fällt mir auf, dass das Stromkabel mit einem knappen Meter ein wenig zu kurz geraten ist, zumindest wenn die nächste Steckdose weiter entfernt ist. Im Rest des Kartons befindet sich das Notebook selbst und unter dem Gerät befinden sich Informationen zur schnellen Inbetriebnahme, zur Garantie und eine Treiber-DVD. Auf der DVD befindet sich die PDF-Anleitung, Treibersoftware für Windows 8 und weitere Programme. Der Laptop ist zweifach eingepackt worden. Einmal in einer schwarzen Hülle die das gesamte Notebook umschließt sowie eine weiße Hülle, die den Deckel und das Display umhüllt.

Tabelle01

 

CPU-Z CPU          GPU-Z nVidia Grafikkarte

Äußere Werte

Der Laptop ist in einem schwarzgrauen, eleganten Design gestaltet. Der Deckel besitzt keine Einrastfunktion beim zuklappen. Auf dem Deckels befindet sich das beleuchtete „Gaming Series“ Logo sowie der MSI Schriftzug. An der linken Seite befinden sich die Lüftungsschlitze, der Killer LAN Gbit-Anschluss, ein HDMI Ausgang, zwei Mini-Displayport-Anschlüsse, zwei USB 3.0 Anschlüsse und ein Kopfhörer, Audio-In und Mikrofonanschluss. Auf der Vorderseite befinden sich diverse Status-LEDS (von links nach rechts): Strom, Wi-Fi, Bluetooth, Umschalttaste, Numlock, Festplattenzugriff und Standbymodus.
Auf der rechten Seite befinden sich weitere Lüftungsschlitze, ein Kensigtonschloss, der Stromanschluss, ein SD-Kartenleser, zwei weitere USB 3.0 Anschlüsse und ein Mikrofon. Auf der Unterseite des Laptops fällt zuerst der nVidia GeForce GTX Sticker auf, der neben dem Garantielabel platziert ist. Auf den zweiten Blick bemerkt man, dass ein Teil der Unterseite mit einem Filz überzogen wurde. Hier befinden sich weitere Belüftungsschlitze sowie der Mini-Subwoofer. Beim Aufklappen des Notebooks fällt die großzügige Tastatur, als auch das große Multitouchpad auf. Die Tastatur ist von Steelseries und wird bunt beleuchtet. Die Tastatur verfügt zusätzlich über Funktionstasten, die nicht nur Lautstärke und Helligkeit steuern, sondern auch einen Flugmodus und das Touchpad steuern. Zwischen den Boxen und den oben gelegenen Lüftungslöchern, wurde der große, beleuchtete Einschaltknopf angebracht. Des Weiteren ist über dem 17 Zoll Bildschirm die Webcam eingebaut.

Anschlüsse auf der linken Seite: Gbit-Ethernet, HDMI, 2x Mini-Displayport, 2x USB 3.0, Audioanschlüsse

Anschlüsse auf der linken Seite: Gbit-Ethernet, HDMI, 2x Mini-Displayport, 2x USB 3.0, Audioanschlüsse

Anschlüsse auf der rechten Seite: 2x USB 3.0, SD(XC) Kartenleser, Stromanschluss, Kensigtonschloss

Anschlüsse auf der rechten Seite: 2x USB 3.0, SD(XC) Kartenleser, Stromanschluss, Kensingtonschloss

steelseries-Label

steelseries-Label

Innenleben und Erweiterbarkeit

Bevor ich das Gerät öffnete, hielt ich Rücksprache mit Alternate bezüglich des Garantiestickers. Nachdem mir bestätigt wurde, dass dieser Sticker keine Auswirkung auf die Garantie hat, solange man beim Öffnen nichts beschädigt, konnte es weiter gehen. Auf der Rückseite des Notebooks lassen sich die 19 schrauben entfernen um an das Innenleben zu gelangen. Klar zu erkennen ist der große Akku und die beiden seitlichen Lüfter. Es lassen sich die Festplatte austauschen, als auch das Wi-Fi und Bluetooth Modul. Zusätzlich kann man zwei mSATA SSDs einbauen. Recherchen ergaben, dass sich auf der Rückseite der Platine die Speichermodule befinden, jedoch war mir das zu kritisch.

Erstinbetriebnahme

Das Notebook wird mit FreeDOS ausgeliefert, welches man jedoch nicht gleich am Anfang starten kann, da FreeDOS den UEFI Legacymode benötigt um überhaupt zu starten. FreeDOS selbst ist ein textbasierendes Betriebssystem, welches für den normalen Nutzer sehr abschreckend wirkt. Da auch ich meine Schwierigkeiten hatte, beschloss ich daraufhin Windows 7 zu installieren.

Da das Notebook über kein optisches Laufwerk verfügt, habe ich mich für die Variante des Windows 7 USB-Installationsstick entschieden. Einstecken, den Stick zum Booten auswählen und Windows 7 installieren. Nach der Installation müssen die Treiber für den Chipsatz, Wi-Fi, LAN und die Grafikkarte installiert werden. Es wird zwar eine Treiber DVD mitgeliefert, jedoch kann man diese nur einsetzen, wenn man über ein externes Laufwerk verfügt. Alternativ kann man die DVD auf einen USB 2.0 Stick kopieren und darüber die Treiber installieren. Man sollte definitiv keinen USB 3.0 Stick nehmen, da dieser nicht erkannt wird. Nachdem die Treiber installiert wurden, funktioniert der Laptop problemlos, alle weiteren Treiber und Tools können über die MSI Webseite geladen werden.

BIOS

BIOS

Windows 8.1

Da der Laptop in vielerlei Aspekten für Windows 8(.1) ausgelegt wurde, ist es nun an der Zeit es zu installieren und auszuprobieren. Nach der zügigen Installation erkennt das System die Netzwerkkarte nicht, jedoch funktionierte vieles „out of the box“. So auch die USB 3.0 Unterstützung, so das es hier keinerlei Probleme gibt den Stick mit den Treibern anzuschließen und danach zu installieren. So installierte ich die Treiber und Tools. Einzig bei dem Grafikkartentreiber lud ich den neusten nVidia-Treiber, jedoch funktionierte mit diesem Optimus nicht wie gewünscht. Das Notebook reagierte nun viel zügiger beim Start und herunterfahren, was hauptsächlich dem Betriebssystem geschuldet ist.

nVidia Optimus

nVidia Optimus erlaubt es, zwischen der integrierten Grafikkarte der Intel CPU und der GTX 765M zu wechseln. Dies wird mittels Anwendungsprofilen gesteuert, in der die meisten Spiele vorzufinden sind. Möchte man ein Programm speziell einer Grafikkarte zuweisen so ist dies prinzipiell möglich. Ich bin jedoch auf ein Problem gestoßen: Beim neusten nVidia Treiber funktioniert dies nur bedingt, denn es enthält kein anpassbares Profil für Diablo 3, sodass bei diesem Spiel sich nur die Intel HD 4600 aktivieren lies. Dies hatte niedrigere Frameraten und Ruckeln zufolge. Daher verwendete ich den nVidia Treiber, den MSI für das GS 70 auf ihrer Webseite im Angebot hatte. Mit diesem war es sowohl möglich Diablo 3 mit Unterstützung der GTX 765m zu starten, als auch der GPU zuzuweisen. Diese Option blieb beim neusten Treiber leider ausgegraut und unveränderbar. Ist Optimus aktiv, erkennt man dies am Umschalten der Powerbuttonbeleuchtung: Weiß bedeutet, dass die Intel-Grafikkarte benutzt wird, eine orangene Beleuchtung bedeutet, dass die GTX 765M in Benutzung ist. Wird die nVidia Karte nicht gebraucht, so schaltet sich diese ab, der Lüfter deaktiviert sich und der Stromverbrauch ist reduziert.

optimus

Ubuntu und SteamOS

Bevor ich die Installation ausprobieren konnte, stellte ich im BIOS auf den UEFI Modus um. Anschließend bootete ich den USB-Stick. Ich konnte zwar die Installation auswählen, jedoch kam es danach zu einem schwarzen Bildschirm und es gab keine weiteren Reaktionen. Daher war es mir nicht möglich Ubuntu zu installieren. Im Anschluss daran versuchte ich SteamOS zu installieren, jedoch auch hier dasselbe Problem wie bei Ubuntu. Ich versuchte zwar einen Workaround, jedoch brachte dieser keine Abhilfe, es blieb beim Schwarzen Bildschirm.

Benutzung

Bevor ich auf die Spieleleistung des Laptops eingehe, beleuchte ich die Multimedia und Arbeitsseite des Gerätes. Über die Mini-Displayports kann man weitere Monitore anschließen, wie zum Beispiel einen DVI-Monitor. Über den HDMI Anschluss kann ein Monitor oder auch ein Fernseher angeschlossen werden. Das Anschließen an einen LG-TV über HDMI ist prinzipiell unproblematisch, jedoch wird das HDMI-Signal gestreckt, sodass man dies über den nVidia Treiber erst anpassen muss. Die Audioübertragung funktionierte dagegen reibungslos und ohne weiteres Konfigurieren. Daraufhin testete ich auch gleich die Wiedergabe eines Full-HD Videos, welches den Prozessor mit ca.7% auslastete. Die Notebooktastatur ist angenehm leise beim Schreiben und das subjektive Tippgefühl ist auch sehr angenehm. Jedoch erwischt man nicht auf Anhieb die Leertaste richtig, so das es sein kann, dass beim Verfassen die Wörter ohne Leerzeile dargestellt werden. Im Dunkeln ist die beleuchtete Tastatur sehr praktisch und kann mittels mitgelieferter Software individuell angepasst werden. Während des Arbeitens im Akkubetrieb, blieb das Notebook angenehm leise. Des Weiteren eignet sich das große Display sehr gut zum Verfassen von Textdokumenten und Präsentationen.

Software zum Einstellen der Tastaturhintergrundbeleuchtung

Software zum Einstellen der Tastaturhintergrundbeleuchtung

Integriertes Mikrofon und Webcam

Bei einem Abstand von ca. 40-50 cm. ist die Stimme relativ leise, daher sollte man beim Teamspeak das Mikrofon lauter stellen, oder etwas lauter reden als gewöhnlich. Die Webcam liefert mit ihrer 720p Auflösung ein gutes und scharfes Bild, sodass auch Videotelefonie problemlos möglich ist.

Mobilität

Das Notebook lässt sich dank dem Gewicht von nur 2,6 kg sehr gut transportieren. Die Benutzung bei Zugfahrten ist jedoch aufgrund der Größe ein wenig problematisch, wenn der Sitzplatz neben einem ebenfalls besetzt ist. Ansonsten hinterlässt es dank der sehr hohen Akkulaufzeiten einen positiven Eindruck.

Akkulaufzeit

Spielen(Diablo 3): 1 Stunde 49 Minuten
Surfen und Schreiben: 5 Stunden 9 Minuten
Ladedauer: 2 Stunden 20 Minuten

Auch im Akkubetrieb ist das MSI-Gaming-Logo stets von der Hintergrundbeleuchtung des Displays beleuchtet, sodass es je nach Einstellung verschieden intensiv leuchtet. Beim Zuklappen des Laptops schaltet sich dieser selbstständig in den Standby Modus und beim Aufklappen schaltet er sich wieder ein.

Benchmarks

Den 3D Mark 11 Benchmark lies ich dreimal durchlaufen und bildete daraufhin den Mittelwert, für die Festplattenmessung nahm ich das Tool HD Tune zur Hand und nahm die Mittelwerte nach 5 Durchläufen.

3D Mark 11

Das System erreicht im 3D Mark 11 3777 Performance-Punkte. Dabei schneidet die Grafikkarte sehr gut ab, jedoch schwächelt die CPU mit ihren 2 Kernen und Hyperthreading leicht.

3D-Mark11

Festplatte

Bei der Geschwindigkeit machen sich die 7200 Umdrehungen pro Minute bemerkbar und die Festplatte erreicht sehr solide Übertragungsraten.

Übertragungsraten

Spiele

Bis auf Minecraft wurden alle Messergebnisse mittels FRAPS ermittelt. Hierbei spielte ich das Spiel für ca. 5 Minuten und bewertete auch das Spielgefühl. Alle Spiele liefen in Full-HD (1920×1080) und V-Sync wurde deaktiviert.

Minecraft: Das beliebte Klötzchenspiel hat mich schon viele Jahre in seinen Bann gezogen. Da ich auch gerne mit dem 512K Photorealism Texturepack spiele, testete ich dies auf dem MSI GS 70. Dabei gilt es zu beachten, dass man ein 64bit Java benutzt und auch über den Minecraft-Launcher dem Spiel großzügig Arbeitsspeicher zuweist. Das Spiel bekam 6GB zugewiesen, damit die Texturen geladen werden können. Vereinzelt hat das System mit den Einstellungen zu kämpfen, was sich einerseits ruckelnden FPS ausdrückt, andererseits mit erhöhten Temperaturen und dem aufdrehen der Lüfter äußert.

Frameraten

Testsettings:

Anno 2070: Details: Hoch, Kantenglättung an und Antisotrope Filterung: 4x

Civilization V: Details: Hoch, Antialiasing: 2x MSAA

Serious Sam HD SE: CPU-Geschwindigkeit: Ultra, GPU-Geschwindigkeit: Ultra, GPU-Speicher: Ultra

Diablo 3: Antialiasing: an, Texturqualität: Hoch, Schattenqualität: Hoch(Glatt), Physikqualität: Hoch, Bodenobjektdichte: Hoch

 

Kühlsystem

Das Kühlsystem überzeugt durch zwei Lüfter, wobei der CPU-Lüfter durchgängig hörbar ist. Solange die nVidia Grafikkarte ungenutzt bleibt, bleibt auch deren Lüfter ruhig. Beim Spielen drehen dann beide Lüfter auf, jedoch übertönen diese nicht die Spielesounds. Die Temperaturentwicklung bleibt in einem akzeptablen Rahmen, die Grafikkarte wurde maximal 66°C, der Prozessor 77°C Grad heiß.

Fazit

Alternate hat mit dem MSI GS 70 ein sehr günstiges, schickes und flottes Gaming-Notebook im Angebot. Zwei Schwachpunkte hab ich jedoch auch feststellen können: Die schwere Erreichbarkeit des Arbeitsspeichers sowie die ungünstige Lage des Stromanschlusses am Gerät selbst. Dennoch: Wer ein leichtes 17 Zoll Spielenotebook haben will, findet in dem GS 70 einen starken und eleganten Begleiter, welcher auch zum Arbeiten unterwegs sehr gut geeignet ist. Dank der 1TB Festplatte passen auch viele Filme, die man unterwegs anschauen kann drauf. Das entspiegelte Display setzt dem ganzen noch das i-Tüpfelchen drauf.

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6 Rückmeldungen zu “Der MSI-Produkttest: GS70 Gaming-Notebook”

  1. Jan 22. März 2014 um 16:29 #

    An sich ein recht gelungener Test, die meisten wichtigen Aspekte wurden gut beleuchtet.
    Jedoch hätte ich an manchen Stellen, z.B. bei der Geräuschentwicklung der Lüfter, dann doch Wert auf etwas mehr Detailreichtum gelegt.

  2. Jonny 22. März 2014 um 18:13 #

    Wow, den Test finde ich sehr professionell gemacht

  3. Ali Sinek 5. September 2015 um 05:40 #

    hey… sehr guter test ich danke dafür ich hätte trotzdem noch eine frage weil ich das selber habe aber mich nicht unbedingt damit auskenne
    ist es schädlich für das notebock wenn es immer am Stromkabel hängt oder kann man das Akku ausschalten? weil meine früheren Laptops sollte ich entweder mit Akku oder Akku raus und dann mit Stromkabel bentzen damit die Lebensdauer des Akkus länger wird…
    ich hoffe du kannst mir helfen..
    danke im vorraus

    • Moderator Fin 8. September 2015 um 01:01 #

      Hallo Ali,
      von unserer Seite kann ich nur bestätigen, dass es der Lebensdauer des Akkus zuträglich ist, wenn man bei stationärem Gebrauch den Akku entnimmt und den Laptop per Netzstecker betreibt.

      Gruß
      Sebastian

      • Ali Sinek 9. September 2015 um 05:41 #

        hmm okay aber bei diesem kann man den Akku nicht entfernen :/

        • Moderator Fin 10. September 2015 um 08:44 #

          Hallo Ali,
          richtig, das hatte ich nicht bedacht. Leider weiß ich auch nicht, wie es bezüglich der Akkuabschaltung aussieht. Ich gehe aber davon aus, dass diese Möglichkeit vorhanden ist. 🙂

          Gruß
          Sebastian

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