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Gastbeitrag zum Tenda Netzwerk-Set

27 Feb

Hallo liebe Leser und Netzwerkinteressenten,

es gibt mal wieder einen neuen Produkttest – dieses Mal ein Netzwerkset von Tenda.
Unser Gewinner der Produkttester Ausschreibung (Dennis R.) hat das Tenda-Set ausführlich getestet und das Ergebnis mit Text und Bild für euch zusammengestellt.
Euch erwarten Berichte zu den Tenda Router, Repeater, Switch, WLAN USB Stick, Cube IP-Kamera und Power Lan Kit. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.

 

Produkttest Router

Der Tenda W1800R ist das Top-Modell der Tenda Routerlinie. Ich habe das Glück gehabt, dem Gerät auf den Zahn fühlen zu dürfen. Meine Eindrücke, Erfahrungen und Test’s lesen Sie hier.

 

Kaufmännisch-Technische Daten

Der Tenda W1800R ist ein reiner WLAN-Router, der sich für alle Arten von Anschlüssen eignet, solange auch ein entsprechendes Modem verfügbar ist. In diesem Fall wurde der Router an einem Unitymedia 50.000 Anschluss mit Modem-Receiver betrieben. Das WLAN steht im 2,4 GHz- (b/g/n bis 450 MBit/s) und 5 GHz-Band (n/ac bis 1300 MBit/s) zur Verfügung und es wird durch die 3 Antennen Multinet angedeutet. Ebenfalls mit am Board sind 4 Gigabit Ethernet-Anschlüsse, 2 USB-Anschlüsse und ein WAN-Port, der allerdings sich nicht als reiner Netzinput über LAN konfigurieren ließ. Als Dienste stehen NAS-Funktionen, DLNA-Mediastreaming, Print-Server und die üblichen Netzwerksicherheitsfunktionen wie Firewall, MAC-Filter, URL-Filter etc. zur Verfügung.

router2Unboxing: Ich packe aus

Der Lieferumfang ist für Router generell typisch. Ein externes Netzteil, ein kurzes LAN-Kabel (1m), eine Kurzanleitung, das Gerät und die 3 verschraubbaren Antennen lagen dem Gerät bei. Die Verpackung war ordentlich und sicher. Vor allem die passgenaue Pappschale ist für einen sicheren Transport wichtig. Soetwas sucht man zum Beispiel bei AVM oft vergebens.

Einrichtung

Das Anschließen geht einem kundigen natürlich locker aus der Hand. Die beiliegende Kurzanleitung zeigt an Schaubildern relativ gut das Anschlussbild. Die Kurzanleitung ist leider in englisch gehalten und dürfte bei dem einen oder anderen zur Herausforderung werden. Doch wirklich sorgen macht einem die Benutzeroberfläche. Denn auch diese ist komplett in englisch. Will man das Gerät über den WAN-Port mit einem DSL-Modem betreiben, so muss man die Zugangsdaten für den PPPoE-Zugang manuell über die Felder für Benutzername und Passwort eingeben. Vorkonfigurierte Anbieter mit angepassten Masken sucht man vergebens. Für Einsteiger ist das so schon bereits schwer in Betrieb zu nehmen.

Als nächstes kommt die Konfiguration der WLAN-Funktion. Ebenfalls typisch für WLAN-Router mit mehreren Antennen ist, dass man hier neben dem 2,4 GHz Band auch ein 2. Netzwerk im 5 GHz Band gleichzeitig zur Verfügung stellen kann. Auch ein Gastnetzwerk ist möglich. Verwirrend dabei ist allerdings, das im 5 GHz Band beim Angeben der Region nur Amerika zur Verfügung steht und die Auswahl ausgegraut ist, während man im 2,4-GHz Band Europa separat wählen kann. Eingestellt wurde es für den Test im 2,4 GHz Band auf den N-Standard mit WPA/WPA2 Dual-Verschlüsselung über AES. Das 5 GHz Band wurde nur im AC mit dem Tenda USB WLAN-Adapter getestet.

Zuletzt wurde mit einer externen passiven USB-Festplatte ein DLNA/NAS eingerichtet, um die Media-Streamingfähigkeiten zu testen. Doch diese Funktionalität zu konfigurieren ist ein Trauerspiel gewesen. Es ist zwar einfach, aber vollkommen unflexibel. Man kann sie nur ein- oder ausschalten. Die Ordner der Festplatte für DLNA selbst zu definieren oder den Zugriff einzuschränken war absolut nicht möglich.

BESONDERS NERVIG: Bei jedem Login auf die Benutzeroberfläche soll man den WLAN-Schlüssel prüfen und bestätigen/anpassen. Passt man an der Stelle nicht auf, stellt man sich den WPA/WPA2 Betrieb wieder auf reines WPA um. Zudem sind nicht alle Sonderzeichen im Netzwerkschlüssel erlaubt, was dann gerade bei Ersatz eines Altgerätes eine Konfiguration aller Client’s unumgänglich machen kann.

Der Betrieb

Nach der Einrichtung wurde dem Betrieb erstmal freien Lauf gelassen. Das Internet lief zügig und auch die Datenübertragung von der Festplatte sowie von anderen Gigabit-Systemen im Haushalt gingen recht flott. Allerdings kann man diese Übertragungen kaum bewerten, da man mit einem Gigabit-Netzwerk fast an das Limit von gängigen S-ATA II Festplatten stößt. Daher wurde das Notebook mit SSD und ein Desktop-PC mit SSD startklar gemacht und es wurde eine 5 GB große Datei übertragen. Die Transferrate lag dabei um die ~103 MB/s*. Das ist noch vollkommen ok.

Allerdings kann man das über die WLAN-Funktion im 2,4 GHz-Band nicht behaupten. Auf der Benutzeroberfläche des Routers wurde das Notebook (WLAN-n bis 300 MBit/s) nur mit 64 MBit/s gelistet, obwohl es nur ~1 Meter daneben stand. Ein Test der Datenübertragung zeigte eine Rate von ~8,2 MB/s*, was in etwa einer Übertragung von 65,6 MBit/s entspricht. Ein weiterer Test mit einem 2. Notebook und einem Smartphone bestätigen dies. Die FRITZ!Box 7272 machte in der gleichen Test-Situation eine Übertragung von 31,4 MB/s*, was einer Rate von ungefährt 251 MBit/s entspricht.

Das WLAN AC hingegen macht da dann doch etwas mehr her. Durch den Tenda USB-Adapter ist die Übertragung werksseitig leider auf 850 MBit/s eingeschänkt. Mit rund ~620 MBit/s* auf einen Meter kann man sich aber zufrieden geben, wobei es auch kein Rekordwert ist. Im 5 GHz N-Standard war ein testen ebenfalls nur mit dem Stick möglich, da weder eines der Notebooks noch 2 verschiedene Samsung Galaxy S3 und 2 verschiedene Lumia 930 das Netzwerk finden wollten. Auch manuelle Einrichtung klappt nicht. Es könnte dabei an der regionalen Frequenz liegen, die sich nicht ändern lässt. Aber das ist nur eine Vermutung. Die Übertraguswerte werden in diesem Fall unter gleichen Bedingungen erhoben und bilden nur die Spitzenwerte, die maximal über einen Downloadmanager ermittelt wurden. Differenzen bei den gemessenen Werten zu den tatsächlichen sind nicht ausgeschlossen.

Ein weiterer Frustfaktor ließ aber nicht lange auf sich warten. Nach knapp 2 Wochen Betrieb stellte der Router seine Dienste nach und nach einfach ein. Zuerst funktionierte DLNA und NAS nicht, dann kam man nicht mehr auf die Benutzeroberfläche und als dann auch das WLAN nicht mehr wollte, musste man handeln. Das Gerät war nicht wärmer als sonst und der Grund dafür war nicht ersichtlich. Das Gerät wurde zurückgesetzt und neu konfiguriert. Danach klappte der Betrieb wieder ne Weile. Aber es trat nach 1 1/2 Wochen wieder auf. Auffällig war es, das laut Benutzeroberfläche der Prozessor des Routers mit 92 bis 100 % durchgängig am Limit lief. Es macht den Anschein, als hätte der Hersteller einen zu schwachen Chip gewählt. Mit Abschaltung von DLNA wurde dieser Umstand leider auch nicht merklich besser. Erst als nur noch das 2,4 GHz Band aktiv war, zeigte sich die Auslastung gelegentlich auch mal bei unter 85%.

Ein Firmware-Update steht zur Behebung solcher fehler nicht zur Verfügung!

 Fazit

Wer einen guten, zuverlässigen, modernen und funktionalen Router sucht, der sollte sich dieses Gerät unbedingt entgehen lassen. Denn gut und vor allem zuverlässig ist etwas anderes. Abstürze, magera Übertragungsraten in etablierten Standards und lieblos implementierte Netzwerkfunktionen wie das DLNA machen kein gutes Bild. Da hilft auch keine gute Verpackung oder ein schickes Design.

Pro

:

++ Verpackung

+  Übertragungsleistung im LAN (wenn auch nicht am Limit)

 

Kontra

:

— Zuverlässigkeit

–  Bedienung und Einrichtung

— Leistung im etablierten 2,4 GHz Funknetz

–  Sinnlose Schlüsselabfrage beim Login

–  Kein Firmwareupdate zur Behebung der Fehler

— Prozessor deutlich unterdimensioniert

 

* Höchster ermittelter Wert

 

Repeater

Der Tenda Repeater A301 ist das zweite Gerät, das ich getestet habe. Wird es ähnlich schlecht abschneiden wie der Router?


Ich mache es mal kurz. Fast, ja!

 

Kaufmännisch-Technische Daten

Aber bevor es an die Kritik geht, erst einmal die Hard-Facts. Das Gerät besitzt folgende technische Daten:

– Erweitert WLAN-Netzwerke bis 300 MBit/s im b,g und n-Standard

– LAN-Port für das direkte anbinden von Geräten ohne WLAN-Modul

– WEP, WPA und WPA2 Verschlüsselung

– Direktanschluss an eine Steckdose

– 2 Antennen mit 2,5 dBi

– 2,4 GHz Band

 

repeater2Unboxing

: Ich packe aus

Das Gerät ist für Repeater typisch verpackt. Ein kleiner Installationsguide ist ebenfalls mit dabei. Das Gerät selbst ist erstaunlich klein und die Antennen lassen eine gute Leistung „erahnen“.

Einrichtung

Genau an der Stelle beginnen schon die ersten Probleme. Das WPS funktioniert bei dem Gerät sogut wie überhaupt nicht.
Einzig bei der Verbindung mit dem Samsung-Receiver hatte ich einmal Glück und es klappte. Bei der Fritz!Box hingegen wollte es garnicht gehen.
Traurig auch der Umstand, das es mit dem Tenda-Router nicht funktioniert hat. Was allerdings recht gut klappt ist die Anbindung eines PC’s über die LAN-Schnittstelle, um das Gerät manuell zu konfigurieren.

Auf der Benutzeroberfläche zeigte sich ein ähnliches Bild wie beim Router. Alles nur auf Englisch. Die Konfiguration ist aber überrraschend sehr übersichtlich.
Bei den wenigen Funktionen, die so ein repeater hat wäre alles andere aber auch verwunderlich.

 

Der Betrieb

Wenn ich meine FRITZ!Box an die selbe Stelle positioniere, wo auch der Samsung-Receiver von Unitymedia steht, habe ich in der ganzen Wohnung WLAN-Empfang.
Selbst im Schlafzimmer, wo eigentlich die WLAN-Totzone ist. Mit dem Samsung-Receiver geht das leider nicht. Und genau mit dem Access-Point wird auch der Repeater getestet.
Nach der manuellen Konfiguration stand die Verbindung und der test kann beginnen. Wie man es von einem Repeater erwarten darf, gab es in der WLAN-Totzone tatsächlich im Schnitt um die 3 Balken.

Nach dem Start der Youtube-App auf meinem Lumia 930 stellte sich Freude ein. Es läuft und die Video’s sind flüssig.
Nur dann kam es wieder einmal anders. Nach rund 10 Minuten Abspielzeit gab der Youtube HTML5-Player die Meldung aus, das er das Video nicht mehr dekodieren kann.
Auch der Aufbau von internetseiten lief unter aller Kanone. Danach wurde das Notebook zur Hilfe genommen, um das Handy als Quelle auszuschließen.
Mit dem Notebook klappte alles …. aber auch nur am Anfang! Nach rund 10 Minuten wieder der selbe Fehler. Dafür klappte es auf dem Lumia wieder für 10 Minuten.

Weder die Signalstärke noch die Durchsatzrate laut Verbindungssoftware haben sich geändert. Aber die Bandbreite schießt bis auf 200 kbit/s runter.
Für das Gerät existierte leider ebenfalls keine neue Firmware und auch mehrmalige Neukonfiguration des Repeaters brachten keine Verbesserungen.
Daher muss ich dieses Verhalten als gegeben betrachten und es dem Gerät als Mangel zuschreiben. Denn auch eine Einstellung, die dieses Verhalten bewirken kann, gibt es nicht.

Aber es gibt einen kleinen Lichtblick. Das Gerät funktioniert auch als WLAN-Adapter für die LAN-Schnittstelle und da macht es seinen Job.
Es lässt sich mit dieser Funktion in Wohnungen einsetzen, in denen ein Power-LAN Adapter-Set auf Grund der Stromkreise keine Chance hat.
Wenn man dort einen Netzwerkswitch anschließt, lässt sich mit mehreren Teilnehmern das netzwerk aus der Ferne nutzen. Na wenigstens etwas!
Die Übertragungsraten sind dabei aber nicht rekordverdächtig. Der Downloadtest Netzintern zeigte eine Bandbreite von gerade einmal 28 MBit/s.
Dafür, das der Repeater nur ein Raum vom Router entfernt steht, ist das traurig.

 

Fazit

Die Funktion eines Repeaters erfüllt dieses Gerät definitiv nicht zuverlässig. Die Rate-Drops treiben einen an den Rand der Verzweifelung und gerade wenn man etwas wichtiges erledigen muss,
wird man zu einer Neuverbindung mit dem Netzwerk gezwungen. Aber als WLAN zu LAN Adapter ist das Gerät noch verwendbar. Eine Empfehlung ist das nun aber nicht wert.
Denn für einen Repeater ist diese Funktion eher optional und sollte nicht die Kaufentscheidung prägen.

 

Pro

:

+  Verpackung

+  Zuverlässigkeit der LAN-Funktion

Kontra

:

— Zuverlässigkeit der Repeater-Funktion

–  Bedienung und Einrichtung

–  Durchsatzraten der LAN-Funktion

–  Kein Firmwareupdate zur Behebung der Fehler

 

Switch

Der Tenda 8-Port Gigabit Switch SG80 bietet 8 LAN-Ports mit schneller Übertragung für das kleine Büro, Firmennetzwerk oder dem Familiennetzwerk.

 

Kaufmännisch-Technische Daten

Er hat 8 Gigabit Netzwerk-Ports und soll maximal 3,9 Watt Strom verbrauchen. Ihm steht ein Netzadapter mit 9 Volt und 600 mA zur Verfügung.

 

switch2Unboxing

: Ich packe aus

Außer dem Gerät, den Stromadapter und einer kleinen Kurzanleitung ist nicht viel dem Switch beigelegt. Wie auch beim Router ist alles sicher verpackt. In diesem Fall war die Kurzanleitung auf Deutsch.

 

Einrichtung

Bei der Einrichtung eines Netzwerkswitches kann auch Tenda bei den Patzern, die sie sich bei anderen Produkten geleistet haben, nicht viel falsch machen. Und so ist es auch.
Aufgestellt, angeschlossen und Netzwerkkabel dran. 4 Geräte liefen von dem Moment an dauerhaft im Netzwerk.

 

Der Betrieb

Der Switch zeigt hier keine Schwächen. Das Netzwerk ist stabil. Die Geschwindigkeit für Gigabit angemessen. Datenübertragungen laufen mit mindestens 110 MB/s und Ausfälle gab es in den 2 Wochen Testzeit auch nicht.
Die Temperaturen sind wirklich gering. Auch ein Spulenfiepen oder leises Zischen ist nicht zu vernehmen, wie es bei einigen Geräten der Fall war, mit denen ich in der Vergangenheit zu tun hatte.

 

Fazit

An einem Netzwerkswitch kann eben selbst Tenda nichts falsch machen. Stabil, kühl, leise und die Übertragungsraten stimmen ebenfalls.
Viel Strom braucht der Kleine auch nicht. Das Design ist echt schick und die dadurch kleinen Maße nimmt man gerne. Leider fehlen dem Gerät die Status-LED’s für die Netzwerkports. Aber das ist zu verschmerzen.

Pro

:

++ Verpackung

++ Übertragungsleistung

++ Lautstärke

+  Stromverbrauch

++ Abmessungen

Kontra

:

–  Keine Status-LED’s

 

Wireless Adapter

Nun geht es dem Tenda Wireless W1200U Dual Band Adapter an den Kragen. Mal schauen, wie der sich schlägt. Zum Vergleich wird der FRITZ!WLAN N-Adapter herangezogen.

 

Kaufmännisch-Technische Daten

Der Adapter soll mit den Netzwerkstandards b, g, n, a und ac klarkommen und Bandbreiten bis zu 867 MBit/s liefern.
Dazu bedient er sich dem 2,4 und 5 GHz Band. Die Empfangs/Sendeleistung liegt bei bis zu 16 dBm und kommt mit jeder etablierten WLAN-Verschlüsselung zurecht.

 

Unboxing

: Ich packe aus

Stick, CD und Kurzanleitung. Mehr gibt es nicht. Der Stick ist in einer transparenten Konststoffschale in den Karton geschoben. Rumfliegen tut in der Schachtel nichts.

 

Einrichtung

Beim Anstecken an den PC mit Windows 7 x64 oder Windows 8.1 x64 wurde der treiber leider nicht direkt von Windows installiert. Dafür gibt es eine Treiber-CD dabei.
Der Installationsassisten ist typisch in Englisch gehalten. Der Assistent installiert den Treiber und eine Konfigurationssoftware.
Diese Software ist wie von vielen anderen Herstellern auch sehr unübersichtlich dank einer typischen Profil-Anordnung.
Mann muss also erst für das Netzwerk ein Profil erstellen, bevor man eine Verbindung als aktiv kennzeichnen und damit verbinden kann.
Hat man sich versehentlich beim Schlüssel vertippt, muss man das Profil bearbeiten und speichern, um einen erneuten Verbindungsversuch zu unternehmen.
Die Konfiguration über Windows ist da schon viel angenehmer.

 

Der Betrieb

Der verbindungsaufbau klappt egal ob Windows oder mit dem gelieferten Programm problemlos und die Verbindung bleibt stabil.
Über 2,4 GHz und 300 MBit/s erreicht die Verbindung mit der FRITZ!Box 7272 maximal 230 MBit/s*.
Mit dem AC-Router von Tenda schafft der Stick um die 620 MBit/s*. In der WLAN-Totzone (Schlafzimmer) war fast komplett Ende.
Der Durchsatz war unterirdisch und bis kaum vorhanden.
Auch hier wie beim Router gilt: Die Übertraguswerte werden in diesem Fall unter gleichen Bedingungen erhoben und bilden nur die Spitzenwerte, die maximal über einen Downloadmanager ermittelt wurden.
Differenzen bei den gemessenen Werten zu den tatsächlichen sind nicht ausgeschlossen. Die Geschwindigkeit bricht je nach Entfernung entsprechend ein.

 

Fazit

Der Stick ist erstaunlicherweise recht brauchbar. Einzig die englische Software und dessen Installation sowie die Zwangsinstallation der Konfigurationssoftware sind nicht ganz so schön.
Die Verbindungen sind stabil und zuverlässig. Nur auf längeren Distanzen bekommt der Stick das WLAN nur schlecht zu fassen.
Allerdings ist es bei diversen anderen Geräten bei uns nicht anders. Dieses Problem ist vielleicht Durchschnitt, aber keine Katastrophe.

 

Pro

:

+  Verpackung

+  Stabilität

+  Peak der Übertragungsraten*

 

Kontra

:

–  Verhalten bei größeren Entfernungen

–  Netzwerkeinrichtung der beigelegten Software

 

* Höchster ermittelter Wert

 

Kamera

Die Tenda IP-Camera C5. Wie wird sie sich zeigen?

 

Kaufmännisch-Technische Daten

Die Kamera soll Bilder in HD aufnehmen (720p), soll Cloudzugriff haben und hat Infrarot-LED’s, um Nachtaufnahmen zu unterstützen.
Eingesetzt wird ein vietel Zoll CMOS Sensor. MicroSD Karten-Slot, Mikrofon für Audioaufnahme und LAN-Schnittstelle gehören ebenfalls dabei.
Das WLAN funkt bis zum N-Standard auf 150 MBit/s und bietet einen umfangreichen Support für alle möglichen Netzwerk- und Streaming-Protokolle.
Die maximale Bildrate beträgt 30 Bilder die Sekunde. Die Kompression der Videos bei Aufnahme erfolgt im etablierten h.264.
Außerdem gibt es eine Smartphone-Unterstützung für Android und iOS. Na da kann ja nichts mehr schief gehen …. oder?

 

kamera2

 

Unboxing

: Ich packe aus

Die Kamera, eine passende und recht stabile Halterung, ein LAN-Kabel, der Strom-Adapter, ein Installationsguide und sogar Befestigungsschrauben für eine Montage sind im Paket.
Alles ist fest und sauber in eine Styropor-Verpackung eingelegt.

 

Einrichtung

Auf in den Kampf! Ein beliebter Schlachtruf, den ich tatsächlich ausgestoßen habe, als ich das Gerät in Betrieb nehmen wollte.
Durch die vorangegangenen Tests habe ich auch einen Kampf erwartet. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Wer sich mit Netzwerktechnik nicht auskennt, wird nach dem anschließen verzweifelt nach der Kamera im Netzwerk suchen.
Ich konnte zum Glück auf meine Erfahrungen zurückgreifen und habe im Router nachgesehen, welche IP das Gerät bekommen hat.
Die Kurzanleitung bittet den Nutzer, eine Software von der Tenda-Seite zu laden, um die Kamera in Betrieb zu nehmen.
Aber eine IP-Kamera hat im Regelfall einen Webserver integriert und somit konnte ich mir mit der IP Zugriff verschaffen.
Danach der erste Schock! Die Benutzeroberfläche erwartet zur Wiedergabe des Streams ein ActiveX Steuerlement, das gesondert auf dem PC installiert werden muss.
Auch wenn ich diesen Umstand im Bezug auf Sicherheit als eher bedenklich einstufe, habe ich mich getraut und das Plugin installiert.
Aber auch mit Plugin war es nicht möglich, den Livestream abzugreifen. Man bekommt die fehlermeldung klein, grün und unten links: „Login fail“

Als nächstes wurde ein Blick auf die Konfiguration des Webinterfaces geworfen. Und ich war positiv überrascht.
Die Oberfläche war auf Deutsch und recht übersichtlich. Da hatte ich definitiv etwas anderes erwartet.
Allerdings funktioniert die Weboberfläche nicht mit dem Internet-Explorer. Die Funktionsvielfalt ist üppig.
Das Gerät nutzt 3 Streams in verschiedenen Auflösungen. Blöd nur, das keiner der Streams deaktivierbar ist.
Somit ist die Hardware die ganze Zeit beschäftigt, 3 Streams und einen MJPEG-Stream zu rendern.
Aufnahmen können zeitgesteuert erfolgen, das Gerät besitzt eine Bewegungserkennung und kann Videomaterial direkt per FTP-Protokoll an einen Server übertragung.
Da man aber weder im Livestream, noch in der Weboberfläche ein Bild erhält, kann man die Bewegungserkennung nicht konfigurieren.
Die Zeitsteuerung funktioniert im übrigen auch nur wie die Bewegungserkennung für den FTP oder SD-Kartenspeicher. Die Streams beeinflusst das ganze nicht. Ist aber auch richtig so.

Ein bewegtes Bild bekommt man übrigens nur über die Cloud-Software CloudNetEye. Das damit gestreamte Bild geht somit über die Tenda-Server.
Dadurch stehen einem nicht alle Streams zur Verfügung und die Aufnahmequalität in der Software ist unter aller Kanone.
Das rankommen an die Software bezeichne ich mal als absolut lächerlich. Auf dem deutschsprachigen Beipackzettel wird an besagter Stelle ein Hinweis auf die letzte Seite „Umweltschutz – Downloads“ gegeben.
Dort steht wortwörtlich doch tatsächlich, das man den Link, der dort steht „manuell“ in den Browser eintippen soll. Dazu kommt es aber erstmal nicht.
Denn da stehen keine Links. Es fehlt der Punkt „Umwelt – Downloads“ auf diesem Zettel gänzlich. Es sind nur 3 QR-Codes zu sehen.
Darüber in klein der schon erwähnte Hinweis auf das Abtippen und ein hinweis darauf, das man den QR-Code einscannen „muss“, um an den Link zu kommen. Aber wer denkt, das die Spitze der Traurigkeit erklommen ist, der irrt sich.
Unter einen der Links verbirgt sich ein toter Dropbox-Download. Hinter dem dritten Code verbirgt sich nur eine Zahl und hinter dem ersteren gibt es den Link zum Downloadportal von Tenda. Richtig gelesen!
Nicht zur Downloadseite des Produkts. Zum kompletten Downloadportal des Unternehmens. Man muss sich manuell also weiterklicken.

Die dort gelisteten Downloads stimmen in der Benennung nicht mit den Informationen überein, die man auf dem Beipackzettel findet.
Welcher Kunde soll da bitte die richtige Software laden. Als erstes habe ich also die Setup-Wizard Software geladen und getestet.
Diese ist aber nur dazu da, die Kamera im Netzwerk zu finden und einem auf das Web-Interface weiterzuleiten.
Für Einsteiger ganz nett, aber für das, was die Software tut zu schwerfällig und langsam. Es hatte fast 2 Minuten und ca. 3 UAC-prompts gedauert, bis man endlich ins Webinterface weitergeleitet wurde.
Der zweite Download war dann die CloudNetEye Software, die auch eigentlich als solche dort ausgeschrieben sein sollte.
Stattdessen wird sie als „PC P2P Software“ bezeichnet. Moment mal … P2P? Cloud? Mir kommt der Verdacht auf, das Tenda selbst beim Cloudsystem spart und die Videostreams über das Peer-2-Peer Verfahren durch das Internet trägt.
Keine gute Idee! Und einen haken, der das Streaming über die Cloud abschaltet, konnte ich auch nicht finden.

 

Der Betrieb

Die Kamera ist nun eingestellt. Wie verwendet man diese jetzt am besten? Ich binde die Kamera mal in einen bestehenden Zoneminder-Server ein.
versuch 1 ist der RTSP-Stream. Dafür benötigt man die Streaming-URL dieses Streams. Und da kommen wir zur nächsten Überraschung. Wie kommt man an diese?
Weder das Handbuch noch die Kurzanleitung nehmen Bezug auf dieses Thema. Auch der zweite Versuch mit dem MJPEG-Stream scheiterte an der fehlenden URL.
Auch die FAQ zu dem Produkt hat nicht weitergeholfen. Zum Glück gibt es ja ISPY-Connect, die diese Infos für den Nutzer parat haben.
Nur dann kommt man zum nächsten Problem. Wie schon erwähnt wurde, klappte das Live-Bild im Web-Interface nicht. Und genau das selbe Schicksal ereilte der Versuch, die Kamera an den Zoneminder zu bringen.
Denn im Log des Servers zeigten sich trotz korrekter Zugangsdaten ein Authetifizierungs-Fehler. Auch Änderungen an den Benutzereinstellungen der Kamera haben nicht geholfen. Man bekommt einfach kein Bild.

Frustriert wende ich mich dem nächsten Test zu. Die Aufnahmen der Kamera. Der erste Versuch wurde mit CloudNetEye durchgeführt und erwies sich in der Handhabung als recht einfach.
In den Einstellungen kann man den Ausgabeordner definieren und rechts unterm Kamerabild drückt man den Aufnahmeknopf.
Nach 5 Minuten beendete ich die Aufnahme und prüfte das Ergebnis im Aufnahme-Ordner. Es war eine Datei mit der Endung .bin vorhanden und hatte eine Größe von etwa 2,5 MB.
Bei Abspielen der Datei über den VLC-Mediaplayer kam dann der nächste Schlag. Das Format wird nicht unterstützt. Laut VLC hört das Format auf die Abkürzung „undf“.
Davon mal abgesehen, das ich noch nie davon gehört habe, beschloss ich der Sache nicht weiter auf den Grund zu gehen.
Ein solcher Test soll das Gerät messen und nicht den Tester, wie er verzweifelt versucht, das Gerät brauchbar zu basteln.

Die Aufnahmen auf die SD-Karte sowie die Aufnahmen auf den FTP klappten nur per Zeitsteuerung. Diese waren dann zum Glück mit dem h.264 Codec gerendert worden und ließen sich abspielen.
Die Aufnahmequalität ist für eine Überwachungskamera ausreichend, machen aber die restlichen Fehler nicht weg. Die Nachtfunktion mit den IR-LED’s brachte ein für dich Technik zu erwartendes Ergebnis.
Im Umkreis von 5 Metern sieht man auch im dunkeln etwas.

 

Fazit

Mit vorranschreiten des Test’s hat mich wirklich nur eines von den Socken gehauen. Und zwar wie weit meine Halsschlagader anschwillen kann, ohne zu platzen.
Ich dachte schon, das mich der Router enttäuscht. Aber das hier war eine Katastrophe. Zum Glück ist das ein Usertest und der User berichtet eher von den subjektiven Eindrücken/Erfahrungen als von objektiven Fakten.
Das Gerät ist in diesem Zustand nicht brauchbar. Es gibt weder ein Firmwareupdate noch eine umfangreiche Dokumentation für das Gerät.
Das Handbuch ist komplett in Englisch und stellt noch viele Informationlücken in den Raum. Mann ist beim Monitoring (Live-Bild) auf die P2P Cloudanwendung angewiesen und mit selbiger sind manuelle Aufnahmen vollkommen sinnlos.
Ohne Livebild lässt sich die Bewegungserkennung nicht konfigurieren und man schwappt FTP-Server oder SD-Karte mit Dauervideos zu. Das einbinden in ein bestehendes Überwachussystem klappt auch nicht.
Ich rate dringlichst dazu, ein anderes Produkt zu erwerben!

Pro

:

++ Verpackung

++ Deutsche Benutzeroberfläche/Webinterface

Kontra

:

— Kurzanleitung

— Bedienung und Einrichtung

— Funktion als Überwachungskamera nicht gegeben

— Auch als Web-Cam nicht einsetzbar

— Kein Livebild von überall aus

— Aufnahmefunktion am Cloud-Client mit unbekannten Codec

–  Insgesamt 4 Streams durchgehend am rendern

— ActiveX-Plugin für Web-Interface nötig

— Abfrage der Streams fehlerhaft (Authentifizierungsproblem)

— Nicht in bestehende Überwachungssystem integrierbar

 

Power-Lan

Das Schlusslicht der Testreihen bildet das Tenda PowerLAN-Set AV1000. Netzwerk über die Steckdose. Da bin ich mal gespannt, ob dieses Set der Devolo Installation das Wasser reichen kann.

 

Kaufmännisch-Technische Daten

Das Set besteht aus 2 identischen PowerLAN-Adaptern und hört auf 2 Namen. Das produkt selber wird als AV1000 bezeichnet und wird in der Vergleichsliste als P1000 geführt.
Der Adapter soll gigabitfähig sein. Mehr kann  man dazu auch nicht sagen. Es ist außerdem pro Adapter ein Reset/Pair Taste vorhanden und unterstützt 128-Bit AES-Verschlüsselung.

 

powerlan2Unboxing

: Ich packe aus

Auch hier sieht man wieder eine gute Verpackung. Neben den 2 Adaptern befinden sich auch 2 ein Meter LAN-Kabel sowie eine Kurzanleitung und eine Deklaration für das CE-Zertifikat in der Schachtel.

 

Einrichtung

Unkompliziert! Den einen Adapter steckt man beim Router direkt in die Steckdose. Der zweite Adapter landete in unserem Büro. An beiden Adaptern reicht ein kurzer Druck auf die Pair/Reset Taste und schon zwitschern beide miteinander.
Die Übertragung funktioniert gut und Latenzen halten sich auch in Grenzen. Festgestellt wurden lediglich 4 ms mehr als eine direkte Kabelverbindung.

 

Der Betrieb

An der Bandbreite ist nichts auszusetzen, wobei das auch noch lange kein Gigabit ist. Im Idealfall kamen an die 680 MBit/s durch. Im Schnitt waren es um die 450 MBit/s.
Es lief über 3 Wochen stabil und ich musste die Adapter nicht einmal neu verbinden. In der dritten Woche war dann die Verbindung weg und ich musste sie neu „paaren“.
Da können aber die Adapter nichts für. Denn wir hatten da einen kurzen Stromausfall. Denn die Küchenuhr blinkte.

 

Optional

: Management-Software

Auf der Tenda-Seite steht optional eine Management-Software zur Verfügung, mit denen man den einzelnen Geräten Bezeichnungen geben kann und sogar mehrere Netzwerke kapseln kann.
Außerdem kann man über einen Paketplaner (QoS) die Pakete priorisieren. Gerade für größere Netzwerke vielleicht eine gute Funktion. Da ich aber nur 2 Adapter hatte, war ein Test dieser Möglichkeit sinnfrei.

 

Fazit

Bei einem so einfachen Produkt gibt es nicht viel zu sagen. Stabil, zuverlässig und schnell. Klar sind die Adapter nicht die schnellsten.
Aber für die vorangegangenen Erlebnisse mit anderen Produkten dieser Firma war das eine schöne Überraschung.

Pro

:

++ Verpackung

+  Übertragungsleistung im LAN (wenn auch nicht am Limit)

+  Zuverlässigkeit

++ Bedienung und Einrichtung

+  Erweiterte Funktionen über Management-Software

Kontra

:

„Nichts“

 



Wir hoffen, ihr hattet viel Spaß beim Lesen! An dieser Stelle möchten wir Dennis R. unseren Dank aussprechen für sein Interesse und Engagement.
Er hat uns einen umfangreichen Testbericht geliefert, welcher so hoffen wir, euch einen guten Eindruck über die getesteten Produkte vermittelt.

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2 Rückmeldungen zu “Gastbeitrag zum Tenda Netzwerk-Set”

  1. Mike Schneider 15. Juli 2015 um 00:37 #

    Für mich persönlich war es eine Offenbarung bei dem Tenda Router W1800R eine alternative Firmware zu verwenden.

    Zu empfehlen ist Tomato by Shibby:
    http://tomato.groov.pl/

    Wem das UserInterface dieser Version zu hässlich ist, kann eine modifizierte Version davon benutzen:
    https://advancedtomato.com/

    Bei zweiterem dauern die Updates aber logischerweise immer ein bisschen länger, da der Autor ja die Version von Shibby optisch überarbeitet und dann erst die aktualisierte Version online stellen kann.

    MfG
    M. Schneider

    • Moderator Fin 16. Juli 2015 um 18:57 #

      Hallo Mike,

      danke für dein Feedback. Werde ich dann auch selbst mal versuchen. 🙂

      Dir noch einen schönen Tag und viele Grüße aus Linden
      Sebastian

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