Der Cooler Master Produkttest

Community-Beitrag aus der Produkttesteraktion zum Cooler Master Set

6 Nov

Unser Tester Julian H. hat ein Cooler Master-Set getestet und seine Erfahrungen für euch in einem Testbericht verfasst. Das Set beinhaltet folgende Produkte:
Cooler Master MasterCase 5
Cooler Master Nepton 240M

Cooler Master V550 Semimodular Netzteil 550 Watt

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen.

>>>>> CoolerMaster – gute Kühler, super Gehäuse <<<<<

Jeder von uns hat unter Garantie schon einmal ein CoolerMaster-Case oder gar einen Kühler von CoolerMaster gehabt oder zumindest gesehen. CoolerMaster ist in der heutigen Zeit ein Begriff, so überzeugte nicht zuletzt die Cosmos- sowie die HAF-Gehäusereihe mir ihren super Preis-Leistungs-Verhältniss. Auch ging zu seiner Zeit der V8-Kühler aus dem Hause CoolerMaster in die Geschichtsbücher ein, als einer der ersten, erschwinglichen Peltier-Kühler oder gar der V10, der den L-Kühler-Trend lostrat. CoolerMaster bietet außerdem auch Lüfter und Peripherie an.
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Im heutigen Testbericht werde ich, wie oben geschrieben, auf ein Gehäuse, einen Kühler sowie ein Netzteil näher eingehen.

Übersicht:

>CoolerMaster MasterCase 5
Herstellerlink: http://www.coolermaster.com/case/mid-tower/mastercase5-series/
Farbe: Schwarz
Baugröße: ATX
Material: Kunststoff + Metall
Max. GPU-Länge Grafikkartenlänge: Mit Festplattenkäfig 296mm, Ohne 412mm
Max. CPU-Höhe CPU-Kühlerhöhe: 190mm
Lüfter Maximal: 2x 140mm Oben, 3x 140mm Vorne, 1x 140mm Hinten (Optional 120mm)
Abmessungen: 235 x 512 x 548 mm
Gewicht: 10.6 kg
Sonstiges: Staubfilter, Großes Zubehörangebot, 2x 140mm Pre-Installed
Preis: 125€ (Alternate)

> CoolerMaster Nepton 240M
Herstellerlink: http://www.coolermaster.com/cooling/cpu-liquid-cooler/nepton-240m/
Material: Aluminium
Halterung: Verschraubt
Stromverbrauch: 0 – 4,8W
Spannung: 0 – 12 V
Drehzal: 800 – 2400 U/min
Abmessungen: 274 x 120 x 52mm (Mit Lüfter)
Sonstiges: Wartungsfrei, DynaLoop Lager, Knicksichere FEP-Schläuche
Preis: 110€ (Alternate)

> CoolerMaster V550 Semi Modular
Herstellerlink: http://www.coolermaster.com/powersupply/modular-vs-series/v550s/
Leistung: 550 Watt
Effizienz: 80 Plus Gold
Baugröße: ATX
Anschlüsse: 20-Pin, EPS, 3x Molex, 1x Diskette, 6x SATA, 2x 6+2 PIN PCI
Abmessungen: 150 x 68 x 140mm
Sonstiges: Japanische Kondensatoren, Semi Modular, Single-Rail
Preis: 90€ (Alternate)

>>>>> Das Testsystem – Heiße Hardware, viel Verbrauch, viel Platzbedarf <<<<<

Ein großes Gehäuse, ein AiO-Wasserkühler sowie ein potentes Netzteil: Was liegt hier näher als die Hardware mit vergleichsweise stromfressenden Komponenten, die dazu das Platzangebot komplett ausschöpfen, zu Testen? Da genau dieser Fall eingetreten ist, lag es für mich Nahe, dass System nicht mit einer 20W-CPU mit mATX-Brett und ZeroCore-GPU zu Testen, sondern mit richtig warm werdender, extrem platzbedürftiger Hardware zu Testen. In dem Fall ist es ein i7 920 (130W TDP), Asus P6T Deluxe V2, 2x 8GB Innovation DDR3, XFX R9 290 Double Dissipation sowie zwei SSDs und zwei HDDs. Die Komponenten verlangen dem Gehäuse, dem Netzteil und der Wasserkühlung einiges ab:
– 130W TDP der CPU wollen gekühlt werden
– Die Abwärme des X58-Chipsets und der R9 290 wollen aus dem Gehäuse
– Die X-58 Northbridge braucht einen leichten Luftzug da ansonsten Überhitzung droht
– Die Komponenten sind vergleichsweise am Rande der Spezifikationen was die Größe angeht
– Die R9 290 und der i7 920 verlangen einiges an Strom unter Volllast
– Der ganze Storage muss untergebracht werden
– Die Kabelführung soll zeitgemäß sein

Rein rechnerisch ergibt sich vom System ein Stromverbrauch unter last von knapp 400 Watt und mehr, die auch in Abwärme abgeführt werden muss. Als Vergleichswert für die Nepton 240 habe ich mir einen Boxed-Kühler des i7 990X besorgt. Dieser ist vergleichbar mit allen Mittelklasse-Kühlern im 50€-Bereich. Gebencht wird das System mit CineBench, Prime sowie World of Warcraft, Battlefield 4, Minecraft und GTA 5.

3Ein Großes Problem des X58-Chipsets ist die Northbridge. Die X58-Nortbridge „darf“ laut Intel bis zu 95°C im Betrieb erreichen. Einige Hersteller sind deswegen zu der Zeit den Weg gegangen und haben die Northbridge mit lauten, aktiven Lüftern ausgestattet oder sogar einen Waterblock für eine Wasserkühlung integriert. Ein Nachteil einer All-In-One Wasserkühlung ist nun einmal, das um die CPU herum keine Kühlung durch einen Luftstrom des CPU-Kühleres stattfindet. Viel eher muss hier der Luftstrom des Gehäuses die Aufgabe übernehmen. Auch gut zu sehen: Der DBX-B-Kühler kann durch die Anordnung der offenen Lüfterschaufeln die Northbridge mitkühlen.

Gliederung:
> MasterCase5
– Überblick
– Lieferumfang und Verpackung
– Ausstattung Außen
– Ausstattung Innen
– Kaufbares Zubehör

> Nepton 240M AiO Wasserkühlung
– Überblick
– Lieferumfang und Verpackung
– Ausstattung
– Subjektive Lautstärke
– Temperaturtest

> V550 Semi Modular
– Überblick
– Lieferumfang und Verpackung
– Äußeres
– Kabel und Modularaufbau
– Innerer Aufbau + Lüfter
– Lautstärke

> Einzelne Fazits
> Extra
> Danksagungen

>>>>> MasterCase 5 <<<<<

Optisch passabel, preislich im Rahmen, gut gekühlt und gut verarbeitet sollen Gehäuse heutzutage sein. Wo vor einigen Jahren noch einfache, graue Tower völlig in Ordnung waren geht heute ohne Understatement, guter Verarbeitung usw. nicht mehr viel. Das MasterCase 5 setzt vor allem auf seine vielen besonderen „Fähigkeiten“ wie z.B. dem modularen Aufbau, der sehr guten Kompatibilität zu Wasserkühlungen und dem vergleichsweise extrem großen Platzangebot. CoolerMaster hält in dem Fall das, was sie mit dem MasterCase5 versprechen.
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Das MasterCase 5 in seiner ganzen Pracht. Schön auf- fällig zu sehen sind die Tragebügel an der Oberseite. Auch die relativ schlichte Front, sowie das sehr gut ausgestattete Frontpanel machen direkt einen guten Eindruck. Wenig Spielerei, schöne Lackierung und gute Haptik, so wünscht man sich die ersten Sekunden mit dem neuen Case. Selbst gewalttätige Versuche brachten kein hörbares Knarzen der Plastikfront hervor.

 

>>>>> Lieferumfang und Verpackung<<<<<

Hier geht CoolerMaster keine neuen Wege: Zwei große Styropur-Blöcke halten das Gehäuse samt einer dicken Folie sicher im Karton. Normalerweise bekommt man Gehäuse gut aus einem Karton, indem man den Karton auf den Kopf Stellt und wartet, bis das Gehäuse herausrutscht. Hier musste ich jedoch nachhelfen. Das Gehäuse hat im Karton selbst gute 5-7cm Platz zu jeder Seite. Ebenso sind die Styropur-Blöcke extrem dick, was in einen sehr großen Karton endet. Einmal mit etwas Gewalt aus dem Karton gehoben und nach dem Entfernen der Folie steht es dann auch vor einem: Ein relativ schlichtes, matt-schwarzes Gehäuse. CoolerMaster hat wie fast alle anderen Hersteller auch einen Karton mit Zubehör, wie Schrauben usw. ins Gehäuse „gebaut“. Der Karton sitzt in einem der zwei 3,5“-Schächte und kann einfach herausgenommen werden. Neben der obligatorischen Schraubentüte, der ein Abstandshalter-Einschrauber beiliegt, finden wir in dem sehr gut sortierten Zubehörkarton noch Kabelbinder und zwei Molex auf 3-Pin Adapter. So einen Abstandshalter-Einschrauber findet man sonst nur bei Lian Li oder AeroCool – sehr hilfreich die Teile. In der hier vorgestellten normalen Version, finden sich Zwei 140mm-Lüfter verbaut. Jeweils einmal in der Front und einmal im Heck. Mehr legt CoolerMaster dem MasterCase5 nicht bei, jedoch reicht dies auch vollkommen aus.

6Der in den 3,5“-Schächten gelieferte Zubehör-
karton ist reichlich gefüllt. So finden wir nebst
Kabelbindern alle Schrauben (mit Abstandshalter-Einschrauber) und zwei Molex > 3-Pin Adapter.
Theoretisch sowie praktisch lässt sich hiermit das
komplette System zusammenbauen.

 

>>>>> Ausstattung Außen

Von außen sowie innen, ist das MasterCase 5 restlos matt-schwarz lackiert. Der Lack hält außerdem einiges an mechanischer Beanspruchung aus. Die Front besteht nahezu nur aus einem Mesh-Gitter, sowie dem Frontpanel. Das Frontpanel ist mit zwei USB 3.0-Anschlüssen, sowie einem Reset und Startknopf und ebenso mit dem obligatorischen Klinke-Steckern für Sound und Mikrofon ausgerüstet. Leider liegt kein USB 3.0 zu USB 2.0 Adapter dabei, also müssen User die keine internen USB 3.0 header haben, hier für Nachschub sorgen. Das Frontpanel ist ca. 45 Grad nach oben geneigt und erleichtert so die Bedienung unter dem Schreibtisch enorm. Eine kleine LED zeigt den Schreibe-Lese-Zustand der Festplatte an. Maximal kann man zwei externe werkzeuglos montierbare 5,25“-Geräte im MasterCase5 unterbringen. Die ToolLess-Montage lässt sich entfernen und gibt dann ganz normale Gewinde frei. Hinter dem großen Mesh in der Front verbirgt sich ein Staubfilter, ebenso unterhalb der oberen Abdeckung und dem Netzteil. Der Netzteil-Staubfilter kann von außen sehr einfach herausgezogen werden. Die obere Lüfterhalterung für 2x 140mm oder 2x 10mm Lüfter kann man von oben durch lösen von vier Schrauben einfach entfernen. Hier findet man auch direkt einen relativ groben Staubfilter vor. Auch hier ein minimales Manko: Die 120mm-Befestigungen sind nicht direkt beieinander, so war es während des Tests nicht möglich die Nepton 240M im Gehäusedeckel zu befestigen. Sei es drum, dafür darf die Nepton 240M jetzt die frische Kaltluft ins Gehäuse pusten. Alle Erweiterungskarten-Slots sind mit verschraubten Blenden versehen. Eine Blende hat sogar Kabelführungen.

5Das obere Lüftergitter lässt sich einfach entfernen.
So wird der Frühjahrsputz im Heimischen System
ein Kinderspiel. Leider unschön: Die 120mm-
Bohrungen sind leider nicht so gemacht, dass
man 120mm-Lüfter bündig anbringen kann.

Da hier aber die Möglichkeit besteht 140mm-Lüfter zu befestigen, kann man sich natürlich direkt auf 140mm Lüfter im ganzen Case einstellen, was der Kühlung und Lautstärke nur zu gute kommt. 7Auch die Haltegriffe sind massiv. Hier braucht man beim Transport also keinerlei Angst zu haben, dass der PC fällt.

Vier Schrauben später ist die obere Lüfterhaltung auch schon demontiert. Der Staubfilter wird zwischen Kühler und Gitter befestigt.

Die Front lässt sich einfach durch mehrere Laschen lösen, ohne das Frontpanel mit abmachen zu müssen. Durch zwei weitere Laschen kann man den Staubfilter entfernen. So hat man maximal zwei Minuten bis man an den Staubfilter in der Front kommt. Bei allen Staubfiltern muss man sich auf jeden Fall keine Sorgen machen, dass das Säubern des Gehäuses zum Akt wird.
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Die Seitenteile sind relativ unspektakulär. So sind zum Beispiel die Seitenteile extrem verwindungssteif und ohne scharfe Kanten gefertigt. Etwas cooles haben die Seitenteile auf jeden fall: Die Thumbscrews sind mit einem Sicherungsring gesichert und können so nicht verloren gehen. Eine Detaillösung, die Gefällt. Diese Technik hat CoolerMaster außerdem auch an der Netzteilblende benutzt. Leider finden wir im Heck keine Schlauchdurchführungen für Wasserkühlungen.

10Die Netzteilblende mit Staubfilter.
Ein beherzter Griff hinter das Gehäuse und
man hält den Staubfilter in der Hand. Man
muss also nicht zwingend jedes Mal den PC
unter dem Tisch hervorholen oder unter dem
Schreibtisch rumkriechen.

Die Rückseite des MasterCase 5 gestaltet sich recht „normal“. Gut zu sehen sind aber die Löcher für den Hecklüfter. Durch die variable Verstellung kann man Lüfter extra anders Positionieren, z.B. um oben im Case einen Radiator unterzubringen, ohne das es Probleme mit dem Hecklüfter gibt.

Ein markantes Detail des MasterCase 5 sind Definitiv die Tragebügel, Respektive die als Bügel ausgelegten Standfüße. Während die Standbügel aus Metall sind, sind die oberen Bügel aus Metall welches von einer Plastikblende umgeben ist. Die Tragebügel sind so massiv ausgelegt das man keine Angst haben muss, dass das Gehäuse beim Hochheben, wegen eines Bruches, der Tragebügel gen Erde fliegt. Die Standbügel haben jeweils große Gummimatten als Vibrationsdämpfer.

12Wer sich Notfalls mal auf dem
MasterCase 5 abstützen muss
oder etwas schweres auf das
Case stellen will muss sich
keine Sorgen machen das die
Bügel nachgeben.

>>>>> Ausstattung Innen

Im Inneren des MasterCase 5 herrschen vor allem Modularität und Platz. Der Innenraum selbst ist in zwei Bereiche Geteilt: Dem Oberen Bereich für Hardware bis auf Netzteil sowie die Lüfter und dem Unteren Teil für das Netzteil sowie eventuelle Festplatten. Von Werk aus ist der 3,5“ Käfig (der auch 2,5“-Festplatten aufnimmt) unterhalb des 5,25“-Käfigs angebracht. Hier kann man in kleinen, ca. 2cm großen Schritten die Höhe des 3,5“ Käfigs variieren, ihn Komplett aus dem Gehäuse lassen oder auf die Untere Montage Montieren. Die Untere Montage welche sich vor dem Netzteil befindet lässt sich wiederum in zwei verschiedenen Positionen Montieren. Hier müssen Wasserkühlungsfreunde also keine bedenken haben. In die Front passt, je nach dem wo man den 3,5“-Käfig montiert ca. 5cm Platz für einen Radiator, die Lüfter werden außerhalb des Gehäuses befestigt. So können auch sehr große und Leistungsfähige 420er Radiatoren verbaut werden ohne das man Platzprobleme bekommt. Die Lüfterpositionen der vorderen sowie des hinteren Lüfters lassen sich Variieren, die oberen sind Fest vorgeschrieben.

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Der Innenraum des MasterCase 5 zeigt sichrelativ unspektakulär. Links auf der Midplate sehen wir die SSD-Halterungen welche man bei Bedarf auch hinter dem Mainboard-Tray befestigen kann.

 

Wie im Heck finden wir in der Front die gleichen Längslöcher zum Befestigen der Lüfter. Auch ist die Aussparung für die Radiatoren in der Midplate groß genug um selbst 48mm-Radiatoren hier unterzubringen. Der 3.5“ Schacht ist bei diesem Vorhaben einfach eine Befestigung weiter nach Links zu schieben und steht dem Radiator so nicht im weg, Lässt aber mehr als genug Platz für die Kabel am Netzteil.

Die Laufwerkskäfige haben eine enorme Modularität. So kann man z.B. den 3,5“-Käfig überall in der Front unterbringen oder eben an zwei Positionen unterhalb der Midplate. Wenn man den 3,5“-Käfig im Oberen Teil des Gehäuses Verbaut hat man auf dem Träger des 3,5“-Käfigs unterhalb der Midplate noch einmal Platz für eine 3,5“ oder 2,5“ Festplatte. Diesen Träger kann man auch Komplett aus dem Gehäuse lassen wenn er nicht benötigt wird. Auch kann man durch das Lösen von Vier Schrauben den 5,25“-Käfig herausnehmen, was vor allem für Leute die eh keine 5,25“-Geräte verwenden von Vorteil ist. Das Gehäuse bietet unterhalb des Motherboards, direkt an den Erweiterungskartenslots platz für zwei 2,5“-Geräte. Durch das Lösen einer Gesicherten Schraube kann man die SSD/HDD einfach einschrauben, anschließen und wieder Anschrauben. Für die Strom- sowie Datenkabel sind Kabeldurchführungen vorhanden. Man kann die 2,5“-Platten sogar hinter dem Mainboard-Tray befestigen. Hier sind auch wieder mehrere Möglichkeiten verfügbar. Notfalls kann man für zwei weitere Platten noch zwei weitere Halterungen kaufen und kann so z.B. vier SSDs verbauen.

17Hier ein Beispiel wie die hinter dem
Mainboard-Tray verbauten SSDs
aussehen können. Hier braucht sich
der User also keine Gedanken über
Platz- oder Kabelmanagement
machen.

Das Kabelmanagement innerhalb des Gehäuses ist extrem gut. So hat man im MasterCase 5 vom Mainboard-Tray bis zum Seitenteil ca. 2cm Platz. Auch ist ein Kabelkanal zwischen Laufwerkskäfigen und Mainboard-Tray vorhanden welcher – und jetzt kommt es – mit Klettverschlüssen versehen ist. Ein kleines Detail welches ich bisher noch nie gesehen habe, welches aber Enorm viel ausmacht. Gummierte Kabeldurchführungen finden wir direkt neben Besagten Schacht und unterhalb der Grafikkarte, so kann man jedes Kabel dezent verlegen. Oberhalb des Mainboards finden wir dazu noch einige Ausschnitte für den EPS-Stecker und eventuelle Lüfter, das gleiche Prinzip ist auch an der Front für die Frontlüfter vorhanden. So ermöglicht das MasterCase 5 ein Vorbildliches Kabelmanagement! Hinter dem Mainboard-Tray findet man einige Kabelbinder-Ösen.

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Hinter dem Rechten Seitenteil sieht alles super aus: Viele Ösen für Kabelbinder, den zu sehenden Kabelkanal mit Kabeldurchführungen sowie Klettverschlüssen und ein Riesen Ausschnitt um CPU-Kühler zu Montieren. Die „Schattenseite“ der Gehäuse lassen Hersteller gerne Unbeachtet, CoolerMaster allerdings nicht.

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Vibrationsentkoppelt ist im Gehäuse selbst bis auf das Netzteil nichts. Die mitgelieferten Abstandshalter verfügen über Zentrierflansche, welche das Board auch ohne Schrauben beim Montieren in Position halten. Das I/O-Blech des Testsystems konnte ohne Große Probleme verbaut werden. Insgesamt ist das Gehäuse von innen sehr Passgenau gearbeitet. Alle Gewinde waren perfekt geschnitten, ebenso habe ich keine scharfen Kanten gefunden.

 

Beim Netzteileinbau muss man zuerst die Netzteilblende entfernen, das Gehäuse Anschrauben und alles wieder in das Case stecken. Hierbei ist mir aufgefallen das man unter Umständen die Kabeldurchführungen für die SSD-Plätze leicht blockieren kann. Hier sollte man also vorher die Kabel durchziehen.

Das innere des Gehäuses bietet selbst bei Montieren 3,5“-Käfig Platzt für drei mehr als 45cm Lange Grafikkarten. So hat die R9 290 des Testsystems mit ihren 30cm noch ca. 11cm Luft bis zum Radiator der Nepton 240M. Ein Quad-SLI oder Quadfire-System ist aufgrund der Kühlung und des Platzangebotes auf jeden Fall möglich. Eine interne Wasserkühlung die dazu noch die CPU kühlt, wäre definitiv denkbar. Ebenso hat man fast 20cm Platz (Ab Oberkante CPU) für einen CPU-Kühler. Hier stoßen nicht einmal Kühler wie der Noctua NH-D15 an sein Limit. Die verbauten Lüfter sind brauchbar leise und werden per 3-Pin angeschlossen und brauchen sich nicht vor anderen vorinstallieren Lüftern zu verstecken.

>>>>> Kaufbares Zubehör:

Hier noch einige Worte zum kaufbaren Zubehör des MasterCase 5. Für das MasterCase 5 bietet CoolerMaster eine umfangreiche Produktpalette an Aftermarket-Zubehör namens FreeForm an. So gibt es z.B. andere Frontblenden, Radiatoren-Einbaurahmen, Window-Seitenteile, mehr 3,5“-Käfige und einiges mehr zu kaufen, unter anderem direkt bei Alternate. Man kann sich sein MasterCase 5 also perfekt personalisieren. Vor allem aber ist z.B. die nachkaufbare obere Halterung für Lüfter perfekt für Wasserkühlungs-Freunde, da man so einen zweiten Radiator im inneren des MasterCase 5 unterbringen kann.

Positiv:
– Extrem stabil gebaut
– Wasserkühlung intern mit bis zu 1x 420er + 1x 280er + 1x 140er Radiator möglich
– Modular aufgebaut dank FreeForm-System
– Midplate trennt das Gehäuse sinnvoll in zwei Zonen
– Sehr gut für leistungsfähige Luftkühlungen
– Größtenteils Tool-Less
– Großes Zubehörangebot

Neutral:
– Gesicherte Thumbscrews
– Gewicht zu Material-Verhältniss

Negativ:
– Kein USB 3.0 zu USB 2.0 Adapter
– Staubfilter in der Front nicht herausnehmbar
– Keine Schlauchdurchführungen im Heck

>>>>> Nepton 240M <<<<<

Heutzutage lassen sich auf dem Kühlermarkt genau zwei Dinge beobachten: Immer mehr All-In-One-Wasserkühlungen und immer riesigere Luftkühler. Diesen Trend folgen bis auf wenige Ausnahme alle Hersteller von Kühlern. So hat CoolerMaster mit dem V10 einen großen und leistungsfähigen Luftkühler im Angebot, ebenso aber auch viele verschiedene AiO-Lösungen. Im heutigen falle soll natürlich der Nepton 240M auf den Zahn gefühlt werden. CoolerMaster bewirbt die Nepton 240M mit einigen auf den Markt einmaligen Features, auf die ich hier besonders eingehe.

>>>>> Lieferumfang und Verpackung

Der n2Karton ist von außen matt-schwarz gehalten und mit den wichtigsten Produkteigenschaften versehen. Nach dem Öffnen finden wir den Inhalt sicher und einigermaßen ökologisch gut verpackt. Eine Art Eierkarton-Material hält in dem Fall als Füllmaterial hin. Alle Kleinteile, Lüfter und die Kühleinheit sind sicher in Tüten verpackt und spielfrei verpackt. Hier haben andere Hersteller meiner Erfahrung nach nicht so auf Sicherheit geachtet, CoolerMaster hat sich aber definitv überlegt wie man den Transport und die Handhabung Out-of-the-Box besser handhaben kann. Dreimal in den Karton gegriffen und alles liegt bereit – so muss es sein.
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Zum Lieferumfang gehören neben der AiO-Einheit, welche aus dem Kühler mit integrierter Pumpe sowie dem Radiator besteht noch aus zwei 120mm Lüfter, einem Y-Adapter für die Lüfter, einem Gummi-Shroud für die Lüfter und dem Befestigungsmaterial. So kann man mit dem vorhandenen Befestigungsmaterial notfalls auch eine leistungsfähige Push-Pull-Konfiguration fahren.
>>>>> Ausstattung

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Die Nepton 240M hat einige signifikante Alleinstellungsmerkmale, welche die Nepton 240M sehr von der Konkurenz abhebt. Mit der Nepton 240M hat sich CoolerMaster wirklich mühe gegeben. So gleicht die Nepton 240M nur noch gering dem Standard der AiO-Kühler und löst einige fundamentale Funktionen anders – und auch besser. Auch verspricht CoolerMaster das bis zu 300W Abwärme abgeführt werden können.

So hat CoolerMaster im Gegensatz zu den gängigen dickwändigen Gummischläuchen sogenannte FEP-Schläuche verbaut. Diese sorgen dafür das die Schläuche auch mit extrem engen Winkeln ohne Knick bleiben, jedoch erfordert es fast extrem viel Kraft die Schläuche zu biegen. Man muss also keine Angst mehr haben, das durch einen Knick im Schlauch die Kühlung beeinflusst wird. Außerdem erhöhen die neuen Schläuche den Durchfluss und damit die Kühlung signifikant. Das Material der Schläuche sorgt außerdem für eine geringere Kühlmittelverdampfung und sorgt so für eine längere Lebenszeit des gesamten Systems.

Die Wasserkühlung an sich und die Lüfter sind in matt-schwarz gehalten. Auf dem 240er Radiator hat CoolerMaster einen Nepton 240M-Schriftzug aufgebracht. Besondere optische Merkmale hat CoolerMaster hier – Gott sei Dank – ausgelassen. Bis auf die Tatsache das der CoolerMaster Schriftzug auf dem Kühlerblock leuchtet finden wir wenig Spielerei.

Die Lüfter, Namentlich Silencio FP 120 sind aus CoolerMasters eigener Fertigung. Sie sind für hohen Druck auf kurze Distanzen ausgelegt, eben um Luft möglichst effektiv durch den Radiator zu pressen. Die Lüfter werden per 4-Pin PWM angeschlossen. CoolerMaster legt auch direkt einen Y-Adapter bei um die Lüfter passend anzuschließen. Das vorhandene Lüfter-Shroud ist eine nette und brauchbare Beigabe da sie die Lüfter abdichtet und gleichzeitig die Vibrationen Dämpft.

Die Pumpen-Kühlblock-Combo hat viele Marktneuerungen durch CoolerMaster erfahren. So schafft die Pumpe ca. 120 Liter pro Stunde an Kühlflüssigkeit durch die FEP-Schläuche. Ebeneso hat CoolerMaster durch ein neues System die Kühlfinnenfläche um das 4,5-Fache zum allgemein Durchschnitt vergrößert. Ebenso ist die Kühlerauflage mit 62,4 x 52,4 mm extrem groß und deckt so sogar eine Sockel 2011 CPU komplett ab. Auch ist das System von „kalt auf einer Seite rein, warm auf einer Seite raus“ gegen das System von „kalt von oben rein, aus den Seiten raus gewechselt“ worden was in niedrigeren Temperaturen und mehr Durchfluss resultiert – Bei der vorhandenen Pumpe und den neuen Schläuchen fast selbstverständlich. Das System Kühlt die CPU also von der Mitte zu den Seiten anstatt von einer Seite zur anderen. Auch hat CoolerMaster einen weiß leuchtenden Schriftzug auf den Kühler aufgebracht was vor allem Modder Freuen wird.n6

Auch hier gut zu sehen: Schutz bei der Lieferung und Verarbeitung sind vorbildlich. CoolerMaster hat zur Sicherheit sog. TriWing-Schrauben verwendet, damit der Nutzer nicht ohne weiteres an das Innere kommt, was man auch nicht muss da das System über keine zu wartenden Teile verfügt.

Die Montage war selbst mit eingebauten Board denkbar einfach. Man muss nur die Backplate vorbereiten (Anleitung liegt natürlich bei), vier Abstandshalter auf die Backplate drehen und den Kühler anschrauben. Dieser hat an den Schrauben Fixpunkte, sodass man den Kühler nicht übermäßig festziehen kann. Es ist Befestigungsmaterial für alle gängigen Sockel dabei. Selbst 1366 Xeon passt. Selbst ein Einsteiger in sachen Computer wird mit dem Zusammenbau kein Problem haben. Alle teile der Halterung sind passgenau gefertigt. Auch etwas, für das ich CoolerMaster nur dankbar sein kann: Die Schrauben welche in die Backplate gesteckt werden, werden durch Plastiklaschen gehalten und fallen so nicht bei der Montage raus.

Die Verarbeitung und Passgenauigkeit der Nepton 240M ist vorbildlich. Das Gummi-Shroud hat beim Einbau jedoch einige Fummelei ausgelöst, hier sollte man sich dann doch eine Minute nehmen.

Alles in einem ist damit natürlich auch die Verarbeitung der Nepton 240M Spitze. Keine scharfen Kanten, keine klackernden Lüfter, schiefe Stecker oder sonstiges konnten gefunden werden. Hier hat CoolerMaster extrem gute Qualität geliefert.

> Subjektive Lautstärke

Eines muss man CoolerMaster lassen: Die Lüfter der Nepton 240M haben extremen statischen Druck und sind dabei sehr Leise. Dank der PWM-Steuerung lassen sich die Lüfter schon weit runter regeln, wenn man es denn will. Anders sieht es bei der Pumpe aus, zumindest in der ersten Betriebsstunde: Jeder, der eine Wasserkühlung besitzt weis, wie sich eine Pumpe die ersten paar Stunden anhört, wenn noch minimal Luft im System ist. Und zwar hört man ein leises Knacken und Rasseln, welches sich anhört wie ein Lagerschaden. Jedoch würde ein Lagerschaden mit zunehmender Geschwindigkeit lauter werden, das ist hier nicht der Fall. Jedoch dreht die Pumpe kaum hoch (100-200 RPM mehr oder weniger) was also heißt, dass die Pumpe im Prinzip leise arbeitet.

Die Pumpe arbeitet schon ab einer Spannung von ca. 2,1V (Gemessen mit einem Multimeter an der Pumpe) und ist daher bei richtiger Einstellung kaum bis gar nicht zu hören. Bei mehr Volt und damit mehr Geschwindigkeit erhöht sich jedoch das Pumpen-Surren. Jedoch bleibt die Pumpe unter allen Umständen schön leise, mit einer Ausnahme: Bei 12V hört man dann doch ein leises Rasseln der Pumpe, jedoch sollten eigentlich nie 12V anliegen. Das normale Surren der Pumpe kann man jedoch kaum bis gar nicht durch das geschlossene MasterCase 5 hören, die Gehäuselüfter auf 7V tragen an dieser Stelle eindeutig mehr zu der Geräuschkulisse bei, auch dämmt das Gehäuse das Geräusch nahezu komplett, da es generell nur sehr nah an der Pumpe warnehmbar ist.

> Temperaturtest

Als Gegenspieler zur Nepton 240M stellen wir in diesem Test den Boxed-Kühler des i7 990X bzw. i7 980X. Nein, nicht dieses gepresste Stück Alu mit Billiglüfter sondern einen vollwertigen Towerkühler mit Heatpipes, auch Intel DBX-B genannt. Insgesamt 4 5mm dicke Kupfer-Heatpipes bringen die Abwärme in die unzähligen Lamellen des Kühlkörpers, welcher wiederrum von einen 100mm Lüfter mit blauen LEDs gekühlt wird. Der Kühler entspricht ca. dem durchschnittlichen 30€-Luftkühler. Für den Test stellen wir den Kühler auf quiet, im BIOS ist für die Nepton 240M und dem DBX-B jeweils „Normal“ eingestellt. Ebenso wurde jeweils MX-4 Wärmeleitpaste benutzt und für jeden Kühler neu aufgebracht.

Es werden jeweils drei Durchläufe gemacht und jeweils das Mittel genommen. Die Temperaturen werden mit CoreTemp und HWMonitor ausgelesen. Jeweils Lüftergeschwindigkeit sowie Temperaturen werden in den Diagrammen dargestellt – dunkelblau für Intel, helles türkis für CoolerMaster.

> Idle / Desktop

Idle
Bei 5760x1080p habe ich nicht selten 20-30 Tabs bei Chrome offen, dazu Laufen im Hintergrund Minecraft + WoW, ebenso ist meistens mindestens ein Textdokument offen. Skype, TeamSpeak usw. laufen dazu natürlich auch im Hintergrund. Meistens gesellt sich noch ein 1080p-YouTube-Video dazu. Hier ist vor allem toll wenn der PC nicht zwingend Lauter ist als die Eventuelle dezente Hintergrundmusik beim Surfen.

> CineBenchCinebench

CineBench ist ein CPU-Benchmark welcher auf Cinema 4D basiert, er Supportet natürlich Hyper Threading. Durch CineBench lassen sich vor allem CPUs gut miteinander Vergleichen. CineBench kann enorme CPU-Last erzeugen und ist damit Perfekt zum Testen. Natürlich ist CineBench nicht für alltägliche Lastenszenarien ausgelegt, jedoch kann CineBench einen gut zeigen wo das Temperaturlimit eines Kühlers liegt. CineBench hat auch hier die im Test (wie Später klar wird) zu erwartende Magische Grenze von 50°C nicht erreicht.

> Prime

PrimePrime ist ein prima Tool um eine CPU schnell und Effizient auf Maximale Temperaturen zu bringen. Prime berechnet neue, unbekannte Primzahlen und verbraucht dabei immense Resourcen.

Bei Prime war mir klar: Viel Temperatur wirst du nicht erwarten können mit der Nepton 240M. Schon nach CineBench war klar das die Nepton 240M ein leichtes Spiel mit den 130W TDP des i7 920 haben wird. Prime lief jeweils eine Std. bei allen drei Durchläufen mit jeweils den gleichen Temperaturen, die maximal bei 49°C waren. Ein sehr guter wert unter 100% Last auf allen Kernen.
> World of Warcraft

Seit mehr als 10 Jahren begeistert das MMORPG World of Warcraft Millionen von Spielern, mich eingeschlossen. Da World of Warcraft auf einer Vergleichsweisen alten Engine Läuft eignet es sich Hervorragend um World_of_WarcraftCPU-Stresstests durchzuführen. So kann es vor allem in Gruppen mit ca. 40 Leuten schnell zu extremer CPU-Auslastung kommen welche Natürlich in hoher Temperatur endet. Das Spiel wird natürlich Maxed-Out Getestet, im Fenstermodus sowie mit 29 Addons. Für die Reproduzierbarkeit der Messung wird der Weltenboss „Kazzak“ mit jeweils einer 40-Mann Starken Gruppe bezwungen.

Ab hier war klar: Alles, was nicht Syntetischer Benchmark heißt und nicht mindestens 100% Last auf allen 8 Kernen erzeugt wird nicht viel Temperatur bringen. World of Warcraft z.B. war knapp über Idle-Temperaturen. Selbst die R9 290X wurde dank der guten Kühlung des Gehäuses sehr gut Gekühlt.

> Battlefield 4

Battlefield_4Der auf der FrostBite Basierende Shooter Battlefield 4 ist dank seines recht Bescheidenen Netcodes dafür bekannt die CPU oft zu Unnötigen Rechenaufgaben zu zwingen, was in hohen Last- sowie Temperaturspitzen mündet. Nicht zuletzt Spielt hier auch die Lautstärke des Systems zum Spielen bei: Hört man dank Turbinenartigen Lüftern den Feind nicht mehr, ist schnell Ende. Ich benutze hierbei Maxed-Out-Settings bei 200% Scaling und kein SweetFX.

Selbst der CPU-Intensive Shooter Battlefiled 4 Schafft es nicht die Nepton 240M aus der Fassung zu bringen, den Intel DBX-B jedoch schon.

> Minecraft

Der Beliebte Blocksimulator Minecraft kann dank Java vor allem eins: CPU-Leistung und RAM Fressen. Nicht selten sehen User, die OptiFine und Mods verwenden ihre eigene CPU im Grenzbereich Arbeiten. Es wurde mit der MinecraftStandard-Java-Version, OptiFine und keinem Texture-Pack gemessen. Für die Reproduzierbarkeit wird eine Welt im Single-Player mit dem Seed „1730963159847194472“ erstellt (Normale Biome, Gebäude, NPCs, Mobs Aktiv), dann wird mit „Gamemode 1“ 1000 Blöcke Richtung Norden geflogen.

Gut, hier sieht man das sich bei Minecraft in den letzten Jahren doch etwas getan hat. Eine zu hohe Temperatur kann man dem i7 920 in diesem Szenario nicht zusagen, ehrlich gesagt waren die Temperaturen so ziemlich das gleiche wie mit Idle.

> GTA 5

GTA_5
Riesige Städte, viele NPCs, viele zufällige Ereignisse wie Regen und Laub. GTA 5 fordert den meisten CPUs so einiges ab, was man auch schnell an der Temperatur merkt. Hierfür stehe ich jeweils einen ganzen Tag-Nacht-Zyklus am Highway in der nähe vom Strand von Los Santos (Siehe Karte) mit Blickrichtung Norden. Das Spiel ist Maxed-Out auf 1080×1920 Pixel und ohne jegliche Mods. Ebenso wird mit den gleichen Settings der Benchmark-Modus getestet.

Wie man klar sehen kann: Die Nepton 240M schlägt den DBX-B um Längen. Auch unter hoher (und noch höher werdender) Last schafft es die Nepton 240M den i7 920 auf sehr gute Temperaturen zu bringen. Die Idle-Temperaturen sind richtig niedrig, die Temperaturen unter Last (Synthetisch sowie Ingame) sind im tiefstgrünen Bereich. Wer seine CPU sehr kühl halten will und eventuell noch extrem viel Reserven für eventuelle OC-Versuche haben will, kann guten Herzens zur Nepton 240M greifen. Dank der qualitativ sehr guten Lüfter, braucht man hier nicht einmal auf Aftermarket-Angebote zurückgreifen.

> Fazit

Verarbeitung, gute Kühlung und Kompatiblität. Das alles hat die Nepton 240M auf jeden Fall. Unter keinen Umständen stieg Temperatur auf über 51°C, egal was ich versucht habe. Auch konnte ich die Idle-Temperatur auf 25°C drücken in dem ich den Rechner nachts einfach mal ans Fenster gestellt habe, so konnten die Lüfter die kühle Außenluft ansaugen. Der Wärmeausgleich im Radiator ist demnach sehr gut. Meines Wissens nach gibt es keinen Luftkühler der ähnliche Temperaturen erreicht hat. Neuere CPUs wie z.B: der i7 4770 der sehr weit verbreitet ist sollte sogar noch etwas kühlere Temperaturen erreichen.

Positiv:
– Sehr leise
– Extreme Kühlleistung
– Riesige Kühlerauflagefläche
– FEP-Schläuche
– Ready-To-Run Set
– Sehr einfach zu Befestigen

Neutral:
– Schläuche zwar knicksicher, aber nicht einfach zu Verlegen

Negativ:
– Pumpe muss gedrosselt werden
– Lack am Radiator verkratzt schnell
– Gewinde für die Lüfterbefestiugung schwergängig

>>>>> CoolerMaster V550 Semi Modular

Das CoolerMaster V550 Semi Modular Netzteil ist ein Netzteil der Oberklasse. 80PLUS Gold, semimodularer Aufbau sowie 5 Jahre Garantie sprechen für sich. Optisch geht CoolerMaster auch hier wieder den weg des gemischten Understatement mit etwas Spielerei. 45 Ampere auf der 12V-Leitung sowie bis zu 540W auf der 12V-Schiene versprechen ein Netzteil, welches auch extrem stromhungrige Systeme wie das Testsystem mehr als ausreichend mit Strom versorgen – Und das effizient.

> Lieferumfang und Verpackung
Der Karton des V550 unterscheidet sich kaum von anderen Kartons der aktuellen Produktreihe. So wird das V550 ebenso wie die Nepton 240M in einen Eierkarton-Material geliefert, eingewickelt in einer ESD-Tüte. Die modularen Kabelstränge sowie die vier schwarzen Grobgewindeschrauben findet man unterhalb des festen Kabelstranges. Auch ein (nicht auf den Bildern zu sehender) Kaltgerätekabel in schwarz gehört mit zum Lieferumfang. Hier macht CoolerMaster nicht mehr und nicht weniger als andere Hersteller: So fehlen bei einigen teils teueren Mitstreitern die Kaltgerätekabel oder die Schrauben.

> Äußeres
4Das V550 ist ein halbwegs Dezentes, matt-schwarzes Netzteil. Auf der Lüfterseite finden wir einen silbernen Zierrahmen mit eingelassenen schwarzen Lüftergitter. Die Seiten des V550 sind an einigen Stellen geriffelt. Dies soll zur Optik beitragen. Mit Schriftzügen hat sich CoolerMaster zurückgehalten: So wird das Netzteil nur von einigen wenigen Schriftzügen geziert, der Aufkleber mit den Leistungswerten lässt sich dankbarer-weise rückstandslos abziehen.

Neben den beiden Festen Kabelstängen für Board und CPU finden wir die vier gleichen Buchsen für die modularen Kabelstränge. Hier ist es egal, wo der Benutzer die Kabel einsteckt: Alle Ausgänge haben genau den gleichen Anschluss und sind ebenso für genau die gleichen Kabelstränge zuständig.

Die Seite, welche die Luft aus dem Gehäuse lässt ist von einem Riesen Mesh-Gitter durchzogen. Hier hat CoolerMaster es geschafft den Luftdurchsatz zu maximieren, was den User bei den Temperaturen sowie der Lautstärke nur Positiv auffallen kann.
Weitere spektakuläre Merkmale findet man am äußeren des V550 nicht. CoolerMaster hat sich hier nicht zu weit aus dem Fenster gelehnt und ein dezentes Netzteil auf den Markt gebracht welches trotz des Understatements immernoch ein Blickfang ist.

> Inneres und Lüfter
CoolerMaster bewirbt das V550 gerne mit der Sog. 3D-Circuit. CoolerMaster hat einige Tochterplatinen direkt mit der Hauptplatine ohne Drahtbrücken verbunden. Das Innere ist sehr Aufgeräumt und von nur wenigen Kühlrippen durchzogen – ein Merkmal sehr effizienter Netzteile. Ein Vorteil dieser „weniger ist mehr“-Technik ist auch das es keine Möglichkeit von Wärmestau im Netzteil gibt.

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Drei Arten von Netzteilen der 550W- Klasse: Ein LC-Power Netzteil für 25€, ein Enermax-Netzteil für 50€ und das V550 für 90€. Hier sieht man gut das die unterste Klasse sich durch fehlen von einigen Bauteilen bemerkbar macht, die Mittelklasse auf Funktionalität setzt und die Oberklasse einfach beides macht, jedoch ohne Funktion und Qualität einzusparen.

 

Einige Komponenten, wie die großen Primärkondensatoren sind von CoolerMaster mit bis zu 105°C freigegeben. Diese Temperatur wird man im Betrieb natürlich nie sehen. CoolerMaster sagt zwar, das nur japanische Kondensatoren verbaut sind, jedoch sind einige taiwanische Kondensatoren und ElKos vorhanden. Dies kann man jedoch verzeien, da diese in eher unkritischen des Netzteils Arbeiten und keine Primärfunktionen übernehmen.

Das ganze innere wirkt wirklich sehr aufgeräumt und qualitativ gut gefertigt. So sind alle Lötpunkte sehr präzise ausgeführt, keine internen Kabel liegen irgendwo auf usw. was man von Billig-Netzteilen und einigen weniger guten Mittelklasse-Netzteilen nicht kennt.

Der verbaute Lüfter mit dem Namen D12BH-12 ist ein eher leistungsstarker Lüfter im Vergleich zu den meisten Netzteilen. Diese Kraft wird er jedoch nie ausspielen, da der Lüfter maximal auf bis zu 1100U/Min geregelt. Luftrauschen kann man hier natürlich wahrnehmen, jedoch wird das Netzteil unter keinen Umständen das lauteste Bauteil des PCs.

> Kabel und Modularaufbau
Das V550 ist Semimodular, das heißt: Nicht alle Kabelstränge sind Abnehmbar. So hat CoolerMaster darauf verzichtet, den 24Pin-ATX-Strang, die beiden 6+2 Pin sowie den 8-Pin-EPS-Strang modular zu gestalten da diese so oder so benutzt werden müssen. Alle anderen drei Kabelstränge können je nach Belieben benutzt werden, dabei macht die Position der Kabelstränge nichts aus.

Die im V550 fest verbauten Kabelstränge sind mit einem normalen, sleeve-ähnlichen Material umhüllt damit die einzelnen Litzen sich nirgendwo verfangen können. Die modularen Kabelstränge jedoch sind aus nebeneinander angebrachten Litzen hergestellt, welche sich durch die dadurch resultierende flache Anordnung gut verlegen lassen. Die Stecker sowie Buchsen sind Qualitativ sehr Hochwertig. So Wackeln die Eingecrimpten Kontakte kaum bis gar nicht, was beim Zusammenbau des Systems auf jeden Fall sehr schnell Positiv auffällt, weil alle Steckverbindungen auf Anhieb passen und nicht erst Lange versucht werden muss.

Die Modularen Kabelstränge sind wie folgt aufgeteilt:
– 2x 3x SATA
– 1x 3x Molex + 1x Floppy
Die Kabelstranglänge beträgt jeweils ca. 55cm was für jedes Gehäuse ausreichen sein sollte.

> Fazit
Im Betrieb konnte ich selbst unter maximaler Last des gesammten Systems keine Shutdown erzwingen. Selbst auf Volllast kam nur Luft aus dem Netzteil die etwas wärmer war als die Zimmerluft. Auch wurde das Netzteil unter keinen Umständen unerträglich laut, viel eher muss ich davon ausgehen das ich das Netzteil im Betrieb nie wahrnehmen konnte. Selten hatte ich mal ein Netzteil, welches über solch qualitative Stecker und Litzen verfügte. Auch klappen sachen wie der Kurzschlusstest unter allen Umständen. Hier hat CoolerMaster nicht zuletzt auch an der internen Ausstattung gespart und ein überragend gutes Netzteil auf den Markt gebracht.

Positiv:
– Extrem Effizient
– Dezentes Design
– Semimodular
– OVP, OPP, SCP, OCP und OTP

Negativ:
– Drei von vier möglichen Kabelsträngen im Lieferumfang

Gesammter Fazit:

Ich würde für jedes Produkt unbeschränkt eine Kaufempfehlung aussprechen. Egal ob das Case, der Kühler oder das Netzteil: Alle Produkte sind von der Preis-Leistung fast nicht zu schlagen. Das, was CoolerMaster hier für das Geld bietet, ist enorm. Zwar erlauben sich die Produkte – verständlicherweise – einige Patzer, diese sind jedoch in Anbetracht der positiven Vorteile außer acht zu lassen. Natürlich kann man sich hier natürlich auch einfach ein eigenes Bild schaffen indem man die Eigenschaften der verschiedenen Produkte von CoolerMaster mit denen der Konkurrenz vergleicht. Hier wird schnell auffallen: CoolerMaster steht hier im Vorteil. Soviel Leistung zu so wenig Preis schafft momentan niemand bis auf CoolerMaster.

Vielen dank an dieser Stelle an Alternate und CoolerMaster für das Bereitstellen der Testmuster. Ich hoffe ich konnte euch bei eurer Kaufentscheidung helfen.

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Hier noch ein Bild des Systems nach Behandlung mit sog. Polystyrolplatten. Diese gibt es z.B. von Guttagliss und lassen sich einfach mit einem Cutter zurechtschneiden. Mit diesen Platten kann man den Luftstrom des Gehäuses (jedes Gehäuses) noch einmal etwas besser gestalten, und das mit sehr wenig Arbeit. Ich würde es jeden empfehlen, der für 3€ und 5 Minuten Arbeit seine Temperatur und Lautstärke noch einmal nach unten drücken will. Diese Platten gibt es außerdem in verschiedenen Farben, so kann man sich optisch ein einzigartiges System schaffen.

 

 

Wir hoffen ihr hattet Spaß beim Lesen! An dieser Stelle wollen wir uns bei Julian für seinen Testbericht bedanken, welcher wirklich sehr ausführlich, informativ und sehr gut bebildert ist.

Julian vergibt 5 Sterne an das MasterCase 5 Gehäuse und die Nepton 240M Wasserkühlung

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und 4 Sterne dem Cooler Master V550 Semimodularen Netzteil

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