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Community-Beitrag aus der Produkttesteraktion zum Nvidia-Set

4 Jan

Vorab wünschen wir euch allen ein frohes neues Jahr und wir freuen uns, euch in 2016 zu einem neuen Blog begrüßen zu drüfen! Rene D. ist der Verfasser des Testberichts über ein Nvidia-Shield-Set, bestehend aus dem Shield Android TV Pro , der Shield Remote , dem Shield Stand und dem Shield Wireless Controller. Wir wünschen viel Spaß!

Kurz nachdem Valve mit Steam Link ihre erste Streaming-Box vorgestellt haben und auch Google mit der zweiten Version des Chromecast-Sticks an den Start gegangen ist, möchte natürlich auch Nvidia endlich mit auf den Zug aufspringen. Und da verspricht man dem potentiellen Käufer praktisch die eierlegende Wollmilchsau. Die Nvidia Shield Android TV-Box soll nämlich gleich alles auf einmal können: Video on Demand, In-Home-Streaming und Cloud-Gaming in einem. Also die perfekte Alternative für all jene, die die Funktionen von Chromecast und Steam Link am liebsten kombinieren möchten. Vorausgesetzt, wir verfügen über eine möglichst aktuelle Nvidia-Grafikkarte. Mit der neuesten Android-Version unter der Haube und einem – mehr oder weniger – voll funktionsfähigen Play Store ausgestattet, sollte all dem somit nichts mehr im Wege stehen. Zumindest auf den ersten Blick, aber dazu später mehr.

Erster Eindruck

unboxingDer erste Eindruck direkt nach dem Auspacken ist immerhin schon einmal durchweg positiv. Die schlanke Shield Android TV-Box kommt in einem edlen Design aus Klavierlack daher, leuchtet nach der Inbetriebnahme im hübschen Nvidia-Grün wie ein Borg-Kubus und macht generell einen hervorragend verarbeiteten Eindruck. Hier bekommt man also schon einmal kein billiges Plastik geboten, sondern ein echt schickes und stabiles Gehäuse, das potentiell sicherlich auch ein paar Stürze aushält (was ich allerdings nicht ausprobiert habe). Stürze muss man nämlich überhaupt nicht befürchten, denn beim Standfuß hat sich Nvidia eine richtig coole Idee ausgedacht: Der optional erhältliche, dreieckig geformte Fuß, der sich perfekt an das Design der Box anpasst, verfügt auf dem Boden nämlich über eine selbstklebende Beschichtung, die beim aufrechten Stand der Box garantiert dafür sorgt, dass diese nicht umkippen oder herunterfallen kann – auch auf einer schmalen Oberfläche. Da muss man sich also auch bei Platzmangel keine Sorgen machen, dass diese herunterfallen könnte, auch wenn die Box durchaus auch schlank genug ist, um unter jeden handelsüblichen Flachbildschirm zu passen.
Die Anschlussmöglichkeiten der Box sind derweil relativ umfangreich. Neben dem selbstverständlichen HDMI-Anschluss, den wir für die Verbindung zum Fernseher nutzen, finden wir auf der Rückseite der Android TV-Box schließlich auch zwei USB-Anschlüsse, die gleich mehrere Aufgaben auf einmal übernehmen: Nicht nur das Aufladen unserer mitgeshield2.2lieferten Controller, sondern auch der Anschluss von Maus und Tastatur wird hier ermöglicht, falls man es doch vorzieht, die neuesten Shooter lieber auf diese Weise zu zocken. Sehr praktisch. Dazu gesellt sich ein LAN-Anschluss für die schnellere Verbindung zu unserem lokalen Netzwerk, ein Card-Reader und ein Micro-USB-Anschluss. Ähnlich umfangreich verhält es sich da bei den Stromanschlüssen, denn im Karton fanden wir gleich mehrere Anschlussadapter für die verschiedensten Steckdosen. Man kann die Shield Android TV-Box also auch bedenkenlos vom Ausland aus bestellen oder diese – so abwegig das vielleicht klingen mag – auch einmal mit in den Urlaub nehmen. Vermisst habe ich allerdings den einen oder anderen Audioausgang, der die Nutzung als Mediacenter möglich machen würde. Tatsächlich fand ich nämlich weder analoge, noch digitale Soundausgänge an der Rückseite der Box, was diese schließlich ebenfalls für Audiostreaming und Mediacenter-Funktionen – was durchaus möglich wäre – interessant gemacht hätte. Da verbaut sich Nvidia doch glatt ein weiteres Feature, das einen zusätzlichen Kundenkreis hätte anlocken können.

Peripherie

Bedient wird die Shield Android TV-Box standardgemäß – wie die meisten anderen Spielekonsolen – mit einem mitgelieferten Gamepad, das wir für gewöhnlich drahtlos nutzen können, aber auch durch den mitgeliefevergleich-fernbedieungrten USB-Kabel direkt an der Box aufladen können. Für den tatsächlichen Betrieb via Kabel ist dieser allerdings doch ein wenig kurz ausgefallen, sodass es kaum möglich ist, aus einer anständigen Entfernung zu spielen, während wir das Gamepad zeitgleich aufladen. Zumindest dafür gibt es allerdings eine Lösung, denn wir können die Box alternativ mit einer – ebenfalls optional erhältlichen – Fernbedienung auch dann noch bequem steuern, wenn das Gamepad gerade mal wieder ein bisschen Saft benötigt.

Während das Gamepad allerdings auf den ersten Blick etwas klobig daher kommt, hat sich Nvidia bei der Fernbedienung ein gänzlich anderes Design ausgedacht: Diese kommt nämlich extrem minimalistisch daher und ist nicht nur ungewöhnlich klein, sondern verfügt gleichzeitig auch nur über fünf Tasten, über die wir die gesamte Box steuern können. Wie wir feststellen, reicht das aber vollkommen aus, um sich durch die Menüs der Box zu navigieren – nur das Spielen sollte man mit der Fernbedienung doch lieber nicht versuchen.
Trotz des Lobes für die Fernbedienung ist allerdings gerade das Gamepad vor allem für Spieler interessant, die auf Grund des Designs vor dem Steam Controller zurückschrecken: Mit zwei klassischen Analogsticks ausgestattet, hält sich Nvidia somit nämlich an das altbekannte Design der Konsolen und erfordert keine besondere Umgewöhnung. Auch die Erkennung des Gamepads innerhalb der Spiele funktionierte sofort und problemlos, sodass hier nicht einmal umständliche Konfiguration nötig ist, um direkt loszulegen. Das gilt zugleich auch für das In-Home-Streaming über Geforce Experience. Dazu gesellen sich außerdem die obligatorischen vier runden Aktionstasten rechts, ein Steuerkreuz links, vier zusätzliche Tasten am hinteren Ende und die Navigationsbuttons in der Mitte des Gamepads. Im Wesentlichen orientiert man sich dabei an einer Mischung aus dem Playstation 4 und Xbox One-Controller. Mit einem Unterschied: Wir können per 3,5 mm Klinkeanschluss auch gleich ein Headset mit Mikrofon auf der Rückseite des Gamepads anschließen – praktische Sache für all jene, die gern mal den Voice-Chat nutzen. Darüber hinaus besteht ebenfalls die Möglichkeit, mehrere Gamepads gleichzeitig zu nutzen und zu konfigurieren, wobei wir da vermutlich schnell auf das Problem stoßen, nicht allzu viele Splitscreen-Spiele für Android und PC zu finden.

VOD mit Tücken

Kommeshield-screenn wir also zu einem der eigentlichen Anwendungsgebiete der Nvidia Shield Android TV-Box: Dem Streaming von Filmen und Serien über Video on Demand-Anbieter. Hier wirbt Nvidia schließlich tatsächlich mit der Fähigkeit der 4K-Wiedergabe, was nicht nur für das Spielestreaming interessant gewesen wäre, sondern vor allem auch für das Streaming von diversen VOD-Anbietern wie Netflix, Amazon Instant Video und Watchever. Tatsächlich verfüge ich über ein Abo bei allen drei genannten Anbietern und konnte daher auch die Funktionsweise entsprechend testen – und bin hierbei schnell auf Ernüchterung gestoßen. Obwohl zunächst einmal Netflix vorinstalliert und einwandfrei funktionsfähig ist, was anfänglich auf große Begeisterung gestoßen ist, kommt die Ernüchterung schnell bei allen anderen Anbietern. Die Shield Android TV-Box will nämlich partout keine Videos von Amazon oder Watchever abspielen. Sofern wir es überhaupt schaffen, die miracast-netflix2jeweiligen Apps zu installieren, denn der vorhandene Play Store möchte diese offenbar nicht einmal finden. Nun ist man zwar – wie bei den meisten Android-Geräten – in der Lage, die Apps direkt über eine APK-Datei herunterzuladen und manuell zu installieren, aber auch das bringt nicht den gewünschten Erfolg. Selbst nach der Installation über diesen Umweg, verweigern diese Apps weiterhin die Wiedergabe von Videos. Kein Wunder also, dass der Play Store diese Apps erst gar nicht für die Box anbieten will. Wer also auf eine gute Alternative zu Googles Chromecast – auf dem abgesehen von Amazon immerhin alle VOD-Anbieter funktionieren – gehofft hat, wird mit Shield Android TV schnell enttäuscht, denn der Funktionsumfang ist wesentlich kleiner und ernüchternder. Eine echte Alternative bekommt man im jetzigen Zustand noch nicht geboten, da muss Nvidia also dringend nachbessern. Noch dazu ist die Box um ein Vielfaches teurer, als Chromecast, wodurch die Enttäuschung also umso größer wird.

Der mobile Gaming PC

boxEtwas interessanter wird es allerdings beim In-Home-Streaming mit den aktuellsten Spieletiteln. Hier kann die Box tatsächlich eine echte Alternative zu Steam Link darstellen und wird zu einer ernsthaften Konkurrenz. Sofern eine aktuelle Nvidia-Grafikkarte vorhanden ist, funktioniert die Konfiguration dafür auch relativ einfach: Lediglich Geforce Experience wird benötigt, eine kleine Anmeldung bei Nvidia sowohl über diese Software, als auch der Box und schon wird die Liste der verfügbaren Spiele automatisch synchronisiert. Lediglich im selben lokalen Netzwerk müssen sich der Rechner und die Android TV Box befinden – schon streamen wir unsere Lieblingsspiele auf einen beliebigen Fernseher in der Wohnung. Allerdings läuft auch das nicht immer problemlos, zumindest wenn wir diese Funktion über WLAN nutzen wollen, was ja gerade die Mobilität und Flexibilität erst ausmacht. Hier kann es nämlich durchaus schon einmal zu ein paar Aussetzern kommen, die dem einen oder anderen Spieler womöglich stören. Auch mit einem kleinen Input-Lag muss grundsätzlich gerechnet werden, wodurch die Box gerade für Onlinegaming etwas weniger geeignet scheint. Besserung schafft da nur die direkte Verbindung über das LAN-Kabel, da die Probleme damit immerhin deutlich reduziert werden. Man sollte sich aber im Klaren darüber sein, dass das Spieleerlebnis nicht ganz so beeindruckend ist, wie direkt am richtigen PC-Bildschirm zu sitzen. Eine direkte HDMI-Verbindung zwischen Fernseher und PC ist auch dabei sicherlich die optimalere Lösung.

Das Problem mit den Auflösungen

Auf ein weiteres Problem stieß ich allerdings gerade im Hinblick auf das angepriesene 4K-Streaming. Nicht nur, dass die Rechenleistung dafür dementsprechend ausreichen muss – Nvidia hat dabei auch noch ein ganz grundlegendes Problem völlig vergessen. In den seltensten Fällen verfügen nämlich alle Bildschirme im Haushalt über dieselbe Auflösung. Die Problematik dabei ist allerdings, dass Nvidia Gamestream tatsächlich 1:1 die Auflösung streamen möchte, die wir innerhalb des Spieles eingestellt haben und das Spiel wird auch nur in dieser Auflösung rendert. Das ist insbesondere dann blöd, wenn der Fernseher eine höhere Auflösung hat, als der eigentliche PC-Bildschirm, denn in der Regel erhalten wir Ingame nur die Optionen, die der Bildschirm auch tatsächlich unterstützt. Dass man offensichtlich nicht daran gedacht hat, die Funktionen der Android TV Box direkt in den Treiber zu integrieren und dort auch die Auflösung für den Stream zu konfigurieren, wirkt letztendlich ziemlich undurchdacht. Haben wir also einen niedrig aufgelösten Bildschirm am Rechner hängen, können wir auch nur in dieser niedrigen Auflösung streamen – zumindest ändert sich daran nichts ohne große Tricks und Umwege. Eine leichte Verbesserung liefert da immerhin die DSR-Funktion, wobei auch hier das Problem besteht, dass die Grafik zwar in höherer Auflösung gerendet wird, um sie dann wieder runterzurechnen und von der Box erneut hochrechnen zu lassen. Ziemlich bescheuerte Idee. Es ist insofern also sinnvoll, einen PC-Bildschirm zu verwenden, der mindestens über die gleiche Auflösung verfügt, wie das Fernsehgerät – dann gibt es keine Probleme.

Cloud und Android-Gaming

gamestreamEin weiteres Spielefeature liefert die Shield Android TV Box übrigens mit dem Cloud- und Android-Gaming. Bei ersterem haben wir also tatsächlich die Möglichkeit, über den Android Now-Dienst ein Abo abzuschließen oder einzelne Spiele für das Streaming zu erwerben. Die Spiele werden dann nicht auf die Box, die ohnehin zu wenig Rechenleistung dafür hätte, heruntergeladen, sondern direkt über das Internet nach Hause gestreamt. Dabei stößt man allerdings nicht nur auf dieselben Probleme, wie zuvor beim In-Home-Streaming, sondern auch noch über ein grundsätzliches zusätzliches Problem, das in Deutschland sicherlich noch einige Jahre für Hindernisse sorgt. Sofern wir nämlich nicht über mindestens 20 Mbit Bandbreite verfügen (besser doppelt so viel), brauchen wir das Cloud Gaming nicht einmal zu versuchen. Ein ruckelfreies Spielen in ordentlicher Qualität ist mit den meisten DSL-Anschlüssen in deutschen Haushalten nämlich momentan kaum möglich. Schon gar nicht in 4K-Auflösung. Damit wird Cloud Gaming also vor allem für Spieler mit einer 50+ Mbit-Leitung erst wirklich richtig interessant, womit dieses Feature vermutlich kein echter Kaufgrund darstellen kann. Immerhin hat Nvidia aber hier mitgedacht und liefert den Kunden auch gleich einen zusätzlichen Steam-Key mit, falls es mit der Bandbreite dann doch mal nicht klappen sollte. So wirft man das Geld wenigstens nicht aus dem Fenster. Sofern man das überhaupt kann, denn für gamestream2die Nutzung von Nvidia Now ist eine Kreditkarte zwingend erforderlich.
Etwas weniger relevant ist die Bandbreite dann allerdings beim Android-Gaming. Schließlich handelt es sich bei der Shield Android TV-Box auch um ein richtiges Android-Gerät, auf das wir fast alle bekannten Android-Apps herunterladen können. In der Praxis bedeutet das, dass wir all die Spiele, die wir vom Smartphone und Tablet schon kennen, natürlich auch auf dieser Box spielen und mit dem Gamepad steuern können. Sofern wir tatsächlich mal ein interessantes und hochwertiges Android-Game finden, macht das auch zumindest ziemlich viel Spaß und funktioniert ohne jegliche Komplikationen. Ist man also darauf aus, muss man sich kaum echte Gedanken machen. Ob das allerdings ein Kaufgrund für „echte“ Gamer ist, die AAA-Titel vom PC oder der Konsole gewohnt sind, das mag man an der Stelle sicherlich anzweifeln. Ein nettes Zusatzfeature ist es aber allemal.

Shield Box als Media Center

hub1Neben all den Spielemöglichkeiten wird allerdings ein weiteres Feature, mit dem Nvidia nicht ganz so aktiv wirbt und das ich bei allen vergleichbaren Geräten vermisse, besonders interessant: Die Nvidia Shield Android TV-Box als Media Center für Musik und Videos. Das funktioniert nämlich tatsächlich, da wir wie bereits erwähnt, natürlich die meisten bekannten Android Apps installieren können. Und dazu zählt unterdessen auch ein VLC-Player und andere spannende Medienapps, mit denen wir so ziemlich alles abspielen können, was unsere Datenträger und Streams hergeben. Ob Musik von der MircoSD-Karte, Videos vom integrierten Speicher oder der Festplatte oder die neuesten Hits aus unserem Lieblings-Webradio – mit den passenden Apps lässt sich das tatsächlich abspielen. Gerade deshalb ist die mangelnde Anschlussvielfalt bei den Audioanschlüssen, wie oben bereits erwähnt, besonders schade. Verfügt man allerdings über einen hochwertigen AV-Receiver, wird dieses Feature vielleicht doch ganz interessant.

Steuerung per Smartphone
Als kleines Extra – ebenfalls speziell für die Mediafunktionen der Box interessant – können wir die Android TV Box übrigens auch direkt von unserem Smartphone aus steuern, zumindest teilweise. Genauso wie Chromecast hat Nvidia nämlich eine Miracast-Funktion eingebaut, die das Streaming auch direkt von einem Android-Smartphone aus ermöglicht. Dafür finden wir in den diversen Apps ein kleines Broadcasting-Symbol in der oberen Ecke des Bildschirms und können dort dann – vorausgesetzt Smartphone und Box befinden sich im selben lokalen Netzwerk – die Medien direkt auf der Box wiedergeben. Das funktioniert mit Apps wie Netflix, Youtube und einigen anderen übrigens bereits hervorragend – nur Watchever möchte offenbar auch auf diesem Wege streiken, obwohl die Funktion mit Chromecast (welcher im selben Fernseher steckte) ohne weiteres funktioniert hat. Auch da scheint die Software also noch nicht ganz ausgereift. Interessant ist obendrein aber wohl die Möglichkeit, den Bildschirm des Smartphones oder Tablets über die Chromecast-App direkt auf die Box zu spiegeln und beliebige Inhalte des Geräts damit auf dem Fernseher anzuzeigen, wenn unser Smart TV diese Funktion mal wieder nicht nativ unterstützt oder auf Geräte der eigenen Marke beschränkt. Nettes Extra.
Es hat übrigens unterdessen einen Grund, wieso ich bisher immer wieder behauptet habe, dass sich fast alle Apps nutzen lassen. Tatsächlich nämlich fehlen im Play Store auch eine ganze Menge Apps, weil offenbar schlicht die Kompatibilität mit der Box fehlt oder sich diese ohnehin nicht anständig bedienen lassen würden. Dadurch wird auch hier der generelle Funktionsumfang grundlegend eingeschränkt, was ich doch im Nachhinein etwas schade fand. Sollte Nvidia dieses Problem irgendwann in den Griff bekommen, würde die Box nämlich noch ganz viele andere spannende Einsatzmöglichkeiten bieten und vielleicht für den ein oder anderen auch einen kleinen Mini-PC ersetzen können. Bis dahin allerdings müssen wir enttäuscht feststellen, wie unfertig und schlecht durchdacht Android doch manches Mal als Betriebssystem wirkt, wenn es über Smartphones und Tablets hinaus zum Einsatz kommen soll. In diesem Fall ist das so undurchdacht, dass wir nicht einmal selbst festlegen können, welche Apps auf dem Homescreen der Box nach der Installation angezeigt werden sollen. Installiert man also tatsächlich so manche App direkt über die APK-Datei, kommen wir um einen File Manager definitiv nicht herum, was die Bedienung im Nachhinein dann doch etwas umständlich macht. Das ist übrigens gerade deshalb schade, weil eigentlich weit mehr Potential in der Box steckt, als sie zum jetzigen Zeitpunkt hergeben kann.

Fazit:

Die Streaming-Box von Nvidia ist nicht nur gut verarbeitet, sondern hat tatsächlich viel Potential, Chromecast und Steam Link endgültig in einem Gerät zu vereinen. Leider hapert es bisher noch an einigen schwerwiegenden Kinderkrankheiten und erheblichen Designmängeln bei der Software. Die tatsächliche Leistung und der Funktionsumfang sind also zum jetzigen Zeitpunkt leider eher ernüchternd. Bei der Sternevergabe würde ich aktuell 3 von 5 Sternen vergeben. Allerdings hauptsächlich softwarebedingt, weshalb sich die Konsole durch zukünftige Updates grundsätzlich noch verbessern könnte.

 

Wir danken Rene D. für seinen Produkttest über das Nvidia Shield-Set. Wir hoffen euch hat sein Produkttest gefallen und ihr konntet einen guten Eindruck gewinnen. Drei Sterne vergibt Rene D. an das Set und wie jeder unserer Produkttester durfte er das Set behalten. Wenn auch ihr einmal die Chance auf einen ausführlichen Produkttest haben wollt, dann schaut bei uns auf Facebook vorbei.

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3 Rückmeldungen zu “Community-Beitrag aus der Produkttesteraktion zum Nvidia-Set”