Acer V7500 DLP-Projektor

Community-Beitrag zum Acer V7500 DLP-Projektor

15 Mrz

Willkommen zu unserem nächsten Produkttest. Der User Eike S. durfte sich glücklich schätzen und einen Acer V7500, DLP-Projektor testen.
Hier könnt ihr nun seinen Testbericht lesen, viel Spaß!

Ausführlicher Produkttest zum Acer V7500, DLP-Projektor

 

Einleitung:

Was ist das Größte für einen jeden Nerd und Filmfan? Natürlich das eigene Heimkino! Und was braucht es dazu? Einen schönen bequemen Sessel, eine Soundanlage die perfekten Surround Sound abliefert, ein Abspielgerät welches das vorhandene Medium verlustfrei aufnimmt und ein Ausgabemedium das die Daten vom Abspielgerät in möglichste guter Qualität auf eine möglichst große Fläche bringt. Und was eignet sich als Ausgabemedium besser als ein Beamer? Er ist als Gerät als solches erstmal relativ kompakt und bringt ein gestochen scharfes Bild auf eine Größe, für die man bei einem Fernseher locker mal den Preis eines Mittelklassewagens hinlegen könnte. Ich habe schon seit einigen Jahren einen älteren Beamer der Firma NEC in meinem Wohnzimmer installiert, dieser verfügt leider nur über eine VGA Schnittstelle und gibt das Bild nur in 1024×768 Pixel wieder. Deswegen kam mir die Aktion von Alternate und Acer sehr gelegen, die mir einen Acer V7500 DLP-Projektor zur Verfügung stellen, um damit einen Test zu veranstalten. So habe ich, nachdem der Beamer bei mir eingetroffen war, noch schnell ein passendes HDMI Kabel besorgt (im Lieferumfang ist leider nur ein relativ kurzes VGA und ein noch viel kürzeres HMDI Kabel enthalten) und losgelegt. Ich versuche bei technischen Geräten eigentlich immer erstmal komplett auf eigene Faust klar zu kommen, bin mir aber auch nicht zu „männlich“ dazu, bei Problemen in die Bedienungsanleitung zu schauen. Die Testumgebung ist in erster Linie mal mein Wohnzimmer, Projektionsentfernung ca. 6m auf eine glatte weiße Wand. Als Abspielgeräte nutze ich 1. einen Computer für Spiele und Office, angeschlossen über VGA, 2. eine Xbox One für Spiele sowie BlueRay Wiedergabe angeschlossen über HDMI. Als Soundausgabe nutze ich ein digitales 5.1 System von Logitech, das via Lichtwellenleiter an die Konsole angeschlossen ist.

Technische Ausstattung und Lieferumfang:

Die Technischen Daten des Beamers lesen sich erstmal ganz ordentlich:
1080p, 16:9, Kontrast 20000:1, 7,62m Bildgröße bei 7m Wandabstand, 3D Ready, lediglich bei der Lichtleistung scheint er mit 2500 ANSI Lumen etwas schwach auf der Brust zu sein, da gibt es deutlich hellere Beamer auf dem Markt.

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Der Beamer wird in einer schwarzen Stofftragetasche geliefert, in der auch noch ein kleines Fach für Zubehör vorhanden ist, dazu gibt es noch eine Fernbedienung, ein Strom sowie VGA-Kabel in normaler Länge (ca. 1,5m) sowie eine ca. 20cm HDMI Verlängerung. Ein paar Seiten Papier mit einer Schnellbedienungsanleitung sowie eine CD mit einer ausführlichen Anleitung gehören ebenfalls zum Lieferumfang. Der Lieferkarton ist dann auch noch so großzügig mit Luftpolsterfolie ausgekleidet, dass der Beamer selbst einen Sturz aus 20m Höhe ohne Probleme überstanden hätte. Entweder hat Acer kein Vertrauen in die Post oder geht hier lieber 200% auf Nummer sicher!

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Das Gehäuse selbst besteht aus stabilem weißen Kunststoff und sieht an sich schick aus, man hat also kein Problem damit, das Gerät auch präsent mitten in der Wohnung zu platzieren. An der Unterseite befinden sich die Befestigungslöcher für eine Deckenhalterung die separat bestellt werden muss. Der Beamer selbst steht auf drei Gummifüßen, diese sind auch die einzige Möglichkeit den Winkel des Beamers zu korrigieren. Leider etwas fisselig, das hat man schon besser gesehen. Auf der Oberseite befindet sich ein Tastenfeld für eine Grundbedienung, falls man die Fernbedienung mal verliert, vorne mittig sitzt die Projektorlinse. Zoom und Fokusräder lassen sich super einstellen, der Linsendeckel sitzt bombenfest und ist zusätzlich noch mit einem Benzel gegen abhandenkommen gesichert. Auf der linken Seite des Gehäuses befindet sich eine abnehmbare „Kabelgarrage“ sag ich jetzt mal. Sämtliche Anschlüsse sind hier eingerückt untergebracht und werden über eine Abdeckung geschützt, nicht wie sonst üblich offen an der Außenkante des Gerätes zu sitzen was evtl. bei Platzproblemen stören kann. Der Beamer verfügt über zwei HMDI Anschlüsse, einer davon kann MHL, ein VGA, YUV sowie Cinch Video Schnittstelle für ältere Videoquellen. Eine RS232 Schnittstelle zur Projektorsteuerung, einmal Mini-USB für Softwareupdates sowie ein 12V Ausgang um z.B. eine Leinwand automatisch anzusteuern gibt es ebenfalls. Der Deckel für diese Kabelgarrage lässt sich leider nur abnehmen in dem man einen der Standfüße komplett heraus schraubt, somit muss man entweder die Kabel trotzdem durch das Loch am Boden durch fummeln oder den Beamer bestücken während er auf dem Rücken liegt, dann wieder zusammen bauen und mit dem ganzen Kabelsalat hinten dran rum drehen und versuchen das ganze ordentlich sortiert hinzustellen. Schade, das hätte man mit zwei simplen Kunststoffklipsen einfacher und besser hinbekommen können.

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Sound:

Der Projektor verfügt, wie die meisten heutzutage, zwar über einen Lautsprecher, allerdings ist dessen Leistung mit 10 Watt eher unterdimensioniert. Als Backuplösung wenn man unterwegs ist und keine große Surround Anlage mitschleppen möchte aber ausreichend. Ich vertraue in meinem ersten Wohnzimmertest aber trotzdem auf meine bewährte 5.1 Anlage!
Zum Eigensound des Gerätes: Bei einschalten des Beamers tönt der Lüfter des Gerätes erstmal sehr laut los, danach im laufenden Betrieb geht die Lautstärke des Lüfters wieder gut runter zu einem leisen Säuseln das vor einem guten Actionfilm komplett untergeht.

Kabellos:

Der Beamer verfügt auch über die Möglichkeit mittels Wireless Kits WLAN fähig zu werden und dann halt die entsprechenden Medien von Computern und Mobile Geräten so abzuspielen. Und wie oben schon geschrieben ist einer der HDMI-Ports MHL-fähig. Bedeutet das man ein MHL-Dongle anschließt, das Gegenstück dann am entsprechenden Sendegerät (Computer, Konsole ect.) und sich damit das Kabel dazwischen erspart. Das geht im Moment bis zu Full HD, also 1080p, 3D wird (noch) nicht unterstützt.

Einrichtung und Inbetriebnahme:

Der V7500 ist mit einem sogenannten vertikalen Lens-Shift ausgestattet, soweit ich das in einer schnellen Recherche gesehen habe aktuell der erste Acer Projektor mit diesem Feature. Was bedeutet das? Ganz einfach: Man kann den Beamer sehr nah unter die Decke schrauben, also mit einer relativ kurzen Deckenhalterung und das Gerät gleicht den Vertikalen Versatz automatisch aus. Man kann den Beamer also so stellen, dass er sehr wenig im Zimmer stört und trotzdem ein super Bild liefert. Zusammen mit der 4-Corner-Correction geht die Erstinbetriebnahme des Beamers und das Einrichten des Bildes auf der Leinwand quasi wie von selbst.

Die Ausrichtung des Beamers selbst dagegen ist, solange man ihn nicht über eine dreh und schwenkbare Deckenmontage anbringt, nicht ganz so einfach. Wie oben schon geschrieben, steht der Beamer nur auf drei gummierten Füßen die sich zwar heraus schrauben und dadurch der Winkel des Gerätes zur Leinwand anpassen lässt. Allerdings geht das nur in einem sehr begrenzten Maß, so dass eine grobe Anpassung der Blickrichtung vorher schon über die Standfläche des Gerätes gemacht werden muss. Einfachste Version hierbei ist sicherlich die voll einstellbare Deckenhalterung, hat man so eine nicht oder möchte man ihn auf ein Podest stellen, bleibt einem nichts anderes übrig als mit Unterlagen zu arbeiten um den Winkel des Geräts anzupassen. Garantiert nicht professionell und ich werde mir für die endgültige Montage des Beamers auch noch etwas anderes überlegen, wahrscheinlich etwas selbst gedrucktes, aber für diesen Test wird auch die provisorische Unterlage ausreichen für ein ordentliches Bild.
Am Computer, über die VGA Verbindung, läuft die Verbindung des Beamers ohne Probleme. Die Farbwiedergabe ist brillant, das Bild ist super Scharf, Texte und Bilder lassen sich auch bei nicht komplett abgedunkeltem Raum problemlos lesen.

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Apropos abgedunkelt: der Beamer verfügt über einen Ambient Light Sensor, also einen Sensor der die Umgebungslichtverhältnisse misst und dann, wenn es aktiviert ist, die Helligkeit des Bildes anpasst. Und wenn der Raum wirklich dunkel ist, wird zusätzlich noch der Kontrast angepasst. Diese Funktion passt das Bild allerdings nur in einem begrenzten Rahmen an, also bitte keine Wunder erwarten!

So, das war dann die Pflicht, jetzt kommt die Kür!

Anschluss des Beamers via HDMI an eine HD Quelle, in meinem Fall an eine XBox One. Die Verbindung funktioniert überraschend problemlos, der Beamer erkennt die die Videoquelle sofort! Unterschiede zur Farbwiedergabe und Schärfe im Gegensatz zur VGA Quelle lassen sich nicht feststellen.

Videospiele laufen erfreulich flüssig, keinerlei Ruckler oder Schlieren sind zu sehe, lediglich ein kristallklares Bild das sich meiner Meinung nach auch nicht vor hochwertigen Plasmageräten verstecken braucht. Das Spielerlebnis auf einer riesigen Leinwand, mit der entsprechenden Surroundanlage sucht jedenfalls seines gleichen und sollte man in einer Mietwohnung mit relativ hellhörigen Wänden wohnen, so wie ich, wird man sich mit stundenlangen Halo Sessions garantiert keine Freunde unter den Nachbarn machen. Aber die kann man zur Besänftigung dann ja auf einen schönen Videoabend einladen, die passende Hardware hat man ja zur Hand!

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Denn damit machen wir jetzt weiter: Videowiedergabe!

Ich habe mehrere Filme durchprobiert und ich muss sagen: ich bin absolut begeistert! Riesiges Bild mit wunderbaren Farben und einer einfach grandiosen Schärfe, Kontraste sind auch bei dunklen Szenen super erkennbar. Das ist Kinofeeling pur, nur ohne die ganzen nervigen Typen die um einen herum sitzen und Popcorn schmatzen.

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Und dann bietet dieser Beamer noch eine weitere Funktion die ich gerne testen möchte: die 3D Wiedergabe!

Allerdings wie jeder der sich damit beschäftigt oder auch nur in letzter Zeit öfter im Kino war weiß, ist der 3D Effekt in den meisten Filmen lediglich Makulatur und die Unterschiede zum normalen Film sind minimal. Deswegen habe ich die 3D Funktion bislang auch nur bei einem einzigen Film getestet bei dem ich weiß, dass der 3D-Effekt zumindest deutlich sichtbar ist. Und das kann man vom Podrennen während Star Wars Episode I schon deutlich sagen. Ja ich weiß, was jetzt einige sagen, der Film an sich gehört auch nicht zu meinen Lieblingen. Aber er gehört zum Star Wars Universum und schon alleine deswegen kenne ich den Film quasi auswendig. Und außerdem geht es mir hier in diesem Test ja nur um die technischen Aspekte.
Und die Darstellung des 3D Films ist einfach fantastisch! Die Acer E4W DLP 3D Schutterbrille, die ich nutze, referenziert sich selbstständig auf das Bild und liefert jederzeit ein scharfes 3-Dimensionales Bild, das denen in großen Kinos in nichts nachsteht. Die Brille ist mit vom Gewicht her ähnlich den billigen stereoskopischen 3D Brillen, die es in iMax Kinos für einen Euro extra zu den Tickets zu kaufen gibt, leider ist die Technik nicht kompatibel. Die Acer Brille ist leider auch nicht grade billig mit um die 30€, was bei einem 4er Set schnell ins Geld geht. Ich werde demnächst auch noch die ein oder andere Zubehörbrille testen, bin aber zuversichtlich, dass diese auch funktionieren werden, da die DLP Technologie ja kein Acer eigenes Projekt ist.

Fazit:

Der Acer V7500 ist ein sehr potenter Beamer, der mit seiner sehr guten Farbwiedergabe sowohl für Präsentationen, Spiele, Filme als auch 3D Wiedergaben geeignet ist. Die Bildqualität ist fantastisch, Installation funktionierte bei mir quasi von selbst und wenn man von den kleineren technischen Defiziten des Gehäuses absieht und den Beamer erst einmal aufgestellt und eingerichtet hat, hat man eine sehr gute Möglichkeit für fantastischen Filmgenuss. Der Preis liegt mit ca. 750€ deutlich unter dem, was ein passender Plasmafernseher kosten würde, der ein annähernd großes Bild machen kann.

Für jeden der die Möglichkeit hat dich einen Beamer inklusive Leinwand (oder einfach eine weiße, glatte Wand) zu installieren und nicht unbedingt seine große Brieftasche mit einem riesigen Plasma Fernseher demonstrieren muss, der die meiste Zeit eh nur im Weg herum steht, kann ich nur empfehlen es zu tun! Und wenn die Entscheidung für einen Beamer steht, dann kann ich den V7500 nur empfehlen! Ich denke, ich werde in den nächsten Wochen einigen Spaß mit ihm haben!

 

Vielen Dank an Eike S. für sein Engagement und den Testbericht! Wie jeder unserer Produkttester, darf auch er den Acer V7500, DLP-Projektor behalten. Bewertet hat er den Beamer mit 4 von 5 Sternen.

 

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3 Rückmeldungen zu “Community-Beitrag zum Acer V7500 DLP-Projektor”

  1. Ju 15. März 2016 um 20:46 #

    Hallo, erstmal es heißt Shutterbrille und nicht Schutterbrille. 🙂

    Wie ist es eigentlich mit dem bei der SingleChip DLP Technik leider unvermeidbarem Rainboweffekt? Bei schnellen Szenen und bei 3D? Wieviel Farben besitzt das Segmentrad?

    Wie war die Lautstärke im Eco Modus (gibt es einen?) oder High Powermode?
    Gruß

    • Moderatorin Anita 16. März 2016 um 08:29 #

      Hallo Ju,
      da es sich hierbei um einen Gastbeitrag eines Users handelt, können wir dir von ALTERNATE diesen Fragen leider nicht beantworten.
      Mit etwas Glück wirft der Verfasser des Tests aber nochmal einen Blick auf seinen Beitrag und beantwortet deine Fragen.

      Gruß
      Anita

  2. Bela 10. November 2018 um 18:37 #

    Um mir einen „Kino-Raum“ im Keller einzurichten, kam ich auf die Idee, dies mit einem Beamer zu bewerkstelligen.
    Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt sehr positiven Bewertungen, hab ich mich dazu entschlossen, dass es dieses Gerät sein soll.
    Versand sehr schnell, gut eingepackt, alles an Bord, was man zur Installation braucht.
    Testlauf perfekt.

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