MAR-36936_Blog_Community

Community-Beitrag zum Wacom Bamboo Spark

30 Sep

Grafiktablett oder Papier? Unsere Leserin Anne H. hat den Vergleich gewagt und das Wacom Bamboo Spark ausgiebig getestet. Ihre Erfahrungen schildert sie sehr anschaulich im folgenden Testbericht. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen! 

 

An alle kreativen Alternate-Nutzer,

meine Name ist Anne, ich bin ausgebildete Gestaltungstechnische Assistentin und inzwischen glückliche Illustrationsstudentin an der HAW Hamburg im 2. Semester. Für euch wird heute das Bamboo Spark einmal ordentlich unter die Lupe genommen!

 

Einleitung

Wenn es um die Digitalisierung von Pinselstrichen geht, ist Wacom die erste Wahl und der größte Anbieter auf dem Markt für die sogenannten Grafiktabletts. Die Produkte decken eine breite Preisspanne ab, sodass sich auch Einsteiger ein Modell des Marktführers leisten können. Früher waren dafür die Bamboo Tablets bekannt, eine Reihe aus der auch mein erstes Grafiktablett stammte. Inzwischen fallen alle Grafiktabletts, einschließlich der neuen Einsteigermodelle, in die Intuos-Reihe und der Bamboo-Titel ist nun für alles rund um Mobile Devices reserviert. Waren die alten Bamboos für den Profi immer noch vollkommen ausreichend, so fand nun eine eindeutige Bedeutungsverschiebung in die Hobbysparte statt.
Bei einem Preis von 159,90€ (wacom.de) kann man sich durchaus fragen: Trägt das Bamboo Spark diese Hobby-Konnotation zurecht oder ist es auch den Ansprüchen eines Profis gewachsen?
Getestet wurde dabei einmal auf dem iOS-System des von Alternate zur Verfügung gestellten iPad Air 2 und meinem Huawei mit EMUI Android.

 

Was und wofür ist das Bamboo Spark?

Das Spark ist eine Platte, die durch einen Spezial-Kugelschreiber auf Papier erstellte Striche, angeblich per Magnetresonanzverfahren, registriert, digitalisiert und dann abspeichert oder sofort per Bluetooth auf ein Zielgerät wie Handy oder Tabletcomputer überträgt.
Es ist in einer grauen Transporttasche verbaut, von der drei zur Wahl stehen:

  • Gadget Pocket mit einer schmaleren, undurchsichtigen Tasche für Smartphone oder Ersatzpapier.
  • Tablet Sleeve mit einer ebenfalls undurchsichtigen Tasche für Tablets bis zu 9,7 Zoll Diagonale.
  • Snap-Fit mit Klemmvorrichtung für das iPad Air 2.

Das ist ein relativ neues Terrain für Wacom. Grafiktabletts hatten bisher immer eine künstliche, für viele Freunde der traditionellen Medien zu glatte Oberfläche. Man muss sich an diese gewöhnen. Scribbles werden in der kreativen Branche nicht ohne Grund am Liebsten noch per Hand auf Papier erstellt, weil einem dabei die fremdartige Oberfläche nicht die Leichtigkeit nimmt.
Das Spark erscheint da als vielversprechende Alternative zu Scanner oder Fotoapparat, ohne auf das Gefühl von Papier und Stift verzichten zu müssen.

 

Lieferumfang (Modell Snap-Fit)

 

  • Bamboo Spark intergriert in Klapptasche
  • 1m Ladekabel Mini-USB in USB ohne Adapter!
  • 30 Seiten A5 Papierblock
  • Beminter Kugelschreiber
  • 2 Ersatzminen
  • 1 Minenzieherpin
  • Schnellstartanleitung (deutsch)
  • Produkinformationsblatt (deutsch)

Die Tasche ist umwickelt von einer weiteren dünnen Stoffverpackung und durch zwei Schaumstoffkomponenten gestützt und gepolstert. Da das Produkt selbst eine Tasche ist, ist es zusätzlich geschützt.

 

Technische Daten

  • Der verbaute Speicher soll bis zu 100 Skizzen-Einheiten zwischensichern, wenn man gerade nicht mit einem Zielgerät gekoppelt ist.
  • für Links- und Rechtshänder
  • 1024 Druckstufen

Kompatibilität:

  • iOS8 und älter (iPad Mini, iPad 3, iPad Air, iPhone 4s, …)
  • Android 4.3 und älter
  • A5 Notizblöcke nicht dicker als 5mm (ca. 50 Seiten)

Das Spark funktioniert nur mit seiner App. Es lässt sich nicht mit dem Rechner koppeln!

 

Hardware

Grafiktablett

Das eigentliche Gerät erscheint in der Form der alten Bamboos. Mein altes Bamboo ist bestimmt 7 Jahre alt. 3 Jahre davon trug ich es im Rucksack fast täglich mit zur Ausbildung in die Schule. Ohne Hülle. Und mindestens diese Robustheit traue ich auch dem extra zum Transport gedachten Spark zu.

Tasche

Gewicht:

Das gesamte Spark wiegt rund ein halbes Kilo. Mit Tablet ergibt das ein gutes ganzes Kilo. Nicht gerade das Ideal eines portablen Geräts. Betrachtet man die Alternativen, kann man darüber jedoch hinwegsehen: Einen Scanner braucht sich niemand in den Rucksack stopfen, eine Kamera wiegt auch nicht weniger als das Spark und Block plus Stift und ein Tablet zur Weiterverarbeitung der Bilder braucht man trotzdem. Noch dazu müssen Licht und Winkel von Kamera zu Notiz stimmen.

Material:

Die Tasche ist rundum grau, aus Kunststoffen und sauber verarbeitet und genäht. Sie lässt sich beidseitig ohne Widerstand klappen.
Ein robuster moiré-schimmriger Stoff, der an Autogurte erinnert, umfasst die Außenseite des Grafiktabletts und die Hälfte der Tasche. Die andere matte Hälfte ist perforiert für besseren Grip. Moosgummi verkleidet die Innenseite.
Die iPad-Halterung ist stabiles Hartplastik. Zum Einklemmen des Tablets lässt sich die Tasche aber biegen – die Halterung ist keine durchgezogene Platte. Meiner Meinung nach besteht also keine erhöhte Bruchgefahr, auch wenn man bei der Benutzung etwas grob sein muss.
Diese Seite der Tasche hat sogar ein Loch für die Kamera.
Geschlossen wird die Tasche per Knebelverschluss. Er besteht aus einer Hartplastikkomponente und einem weichen Gummiband. Letzteres könnte bei langwierigem Gebrauch spröde werden – es ist das schwächste Glied in der Materialliste. Im Produktinformationsblatt wird extra darauf hingewiesen, dass Gummi nicht unnötig zu strapazieren.
Der Verschlussring lässt sich allerdings rausziehen und für happige 5,90€ (wacom.de) ersetzen. Dort gibt es ihn auch in Orange und Blau, wenn man dem Grau Akzente setzen möchte.
Der einzige sichtbare Metallanteil umgibt als Ring den Synchronisationsknopf. Den Status der Leuchten darüber und darunter erkennt man super bei jedem Licht.
Der Ein- und Ausschalter wackelt ein klein wenig lose.

Spark Pen

Der Stift ist metallummantelt und wiegt 22g. Schwerer als die meisten Kugelschreiber, liegt er dennoch gut in der Hand.
Vermutlich ist es auch der Stift, der die Druckstufen registriert und nicht das Spark selbst. Die Mine gibt nach, wie bei den Pens für die Grafiktabletts und er ist vergleichbar dick. Im Gegensatz zu meinen Grafiktablettstiften hält er einem Sturz gut stand.

Tinte

Die Tinte ist schwarz und sie verwischt manchmal ein wenig, fährt man kurz nach dem Auftragen darüber. Ab und zu setzt der Stift aus, ist er noch nicht „warm gelaufen“.

Notizblock

Das Papier hat eine schöne, leicht gelbliche, natürliche Farbe und eine feine Oberfläche. Linien von Seiten darunter scheinen leicht durch, was ich beim Entwerfen allerdings zu meinem Vorteil nutzen kann (siehe „Notizen erstellen“).
Wer gerne mit Bleistift vorzeichnet und dann mit Kuli nachzieht, wird sich freuen, dass sich die Linien gut radieren lassen. Und gefällt mir das Papier nicht oder ist der Block voll, kann ich problemlos eigenes benutzen.

Kabel

Etwas zu weich und wirkt anfällig für Kabelbrüche an den Anschlüssen. Ich würde das Kabel nicht geknickt oder zu stark gebogen transportieren. Außerdem wird kein Adapter mitgeliefert! Ich nutze den Adapter des Tablet, das Alternate mir zur Verfügung gestellt hat. Und so hat sich Wacom das vermutlich auch gedacht. Spart Ressourcen, nur können Spark und Tablet dadurch nicht gleichzeitig laden!

Akku

Der Akku hält gefühlt lange. Das Grafiktablett verfügt anscheinend sogar über einen Standby-Modus.

 

Inbetriebnahme

Die erste Seite vom Notizblock enthält zusätzlich zu den Info-Heftchen eine super kurze und einfache Schnellanleitung. Ich hatte aus verschiedenen Gründen zuerst die falsche App installiert. Wer nicht so unaufmerksam ist wie ich, der wird sein Spark schnell einsatzbereit haben!

Die App nimmt mich an die Hand

step_10

Starte ich die App zum ersten Mal, führt sie mich auf Deutsch durch den Prozess des Setups. Die Registrierung in der Wacom Cloud kann ich überspringen. Zur Unterscheidung von anderen Sparks wird ein Name vergeben. Ich nenne meins liebevoll den „Bambusknecht“.

 

Software

Pluspunkte:

  • Synchronisation von Grafiktablett zu Tablet geht relativ schnell. Synchronisation mit der Wacom Cloud geschieht zuverlässig im Hintergund. Ein Symbol oben rechts gibt Auskunft, ob die Verbindung zur Cloud besteht.
  • Praktische Gestaltung. Intuitive Bedienung. In der vergrößerten Anzeige der Seiten kann ich zwischen diesen per Wisch wechseln.
  • Bluetooth aktiviert sich bei Android mit meiner Zustimmung von selbst. Ich muss dafür nicht erst in die Einstellungen meines Zielgerätes wechseln. (Bei iOS leider schon.)
  • Die Ausrichtung des Spark ist über bloßes rechts-links hinaus wählbar. Also wird nicht nur die Anpassung an meine Händigkeit, sondern auch die an meine Umgebung unterstützt. Je nachdem, ob ich auf dem Bett oder am Tisch sitze, nutze ich Verschiedene.
  • Ich kann immer jede einzelne Linie rückgängig machen, indem ich anhand eines Reglers „die Zeit zurück schiebe“. Alles, was ich dabei entferne, wird als eigene Seite abgetrennt und bewahrt.
  • Mehrere Seiten lassen sich zusammenfügen, solange sie dieselbe Ausrichtung haben. Falls nicht, einfach die Seite drehen und schon passt es.
  • Ich kann am Bildschirm radieren oder Linien ergänzen.

aufteilen_gif_s

Minuspunkte:

  • Irreführende Bezeichnungen.
    Unter iOS gibt es die Optionen Aufteilen und Teilen. Aufteilen meint hier eigentlich Radieren und Zeichnen. Die Bezeichnung Teilen hielt ich erst für eine Verknüpfung zu Socialmedia. Stattdessen ist damit das Rückgängig machen, das Aufteilen gemeint.
    Unter Android ist dies korrigiert. Dort heißt es einfach Zeichnen und Aufteilen.
  • Die Sprachauswahl bei der Texterkennung muss immer wieder neu getätigt werden.
  • Nach dem allerersten Installieren auf iOS ist die App abgestürzt. Zum Glück ohne Folgen und bisher einmalig, obwohl ich die App exzessiv nutze.

 

Notizen erstellen

Das Prinzip ist komplexer als gedacht. Aber auch praktischer.

Mit dem runden Synchro-Knopf drücke ich quasi play, dann wird jeder Strich registriert, bis ich den Knopf erneut drücke. Das wird als „Seite“ gespeichert. So sind die reellen Seiten im Notizblock divergent zu den Seiten auf meinem iPad.
Ich nutze das gerne zu meinem Vorteil in Zusammenspiel mit den leicht transparenten Blättern! Habe ich eine analoge Skizze als Basis und möchte diese erweitern, bin mir aber unsicher, ob das meine Arbeit versaut – dann blätter ich einfach auf die Seite darüber und arbeite über der durchscheinenden Basis. In der App lassen sich diese beiden Seiten dann zu einer zusammenfügen.

 

Qualität der Linien

Jetzt geht es an den Speck, denn dieser Punkt ist der Kern des Produktes.
Am Anfang stach mir beim Ranzoomen in der App die pixelige Optik ins Auge. Bei den Seiten dort handelt es sich jedoch um Vorschauen. Exportiert sieht das Ganze schon besser aus. Dazu mehr beim Punkt „Dateihandhabung und Cloud“.

Das Zeichnen

linientest_01

Für das Grafiktablett ist es erforderlich aufzudrücken, wie dick und kräftig die Linien beim mehrmaligen Darübergehen werden, ist dabei egal. Also habe ich mehr aufgedrückt, bis plötzlich eine super sachte Linie einer Vorzeichnung auf dem iPad erschien. Wie konnte das Spark plötzlich diese dünne Linie erkennen, während andere für es unsichtbar geblieben waren!? Der Winkel des Stiftes ist wichtig für die Druckerkennung! Sachte Linien werden nur erkannt, wenn man den Stift sehr gerade hält! Meine Stifthaltung passe ich dem Gerät aber nicht gerne an.
Der Schwung meiner sonstigen Linien lässt sich mit dem Kuli auf dem A5 Papier einfach nicht replizieren. Anstatt meine Stitfhaltung anzupassen, verzichte ich lieber auf filigrane Linien und passe meinen Duktus an, verzichte auf Details. Das versteift mich etwas: mir fehlt der Platz, eine fließendere Tinte und die Gewissheit, dass keine Linie ausgelassen wird. Trotzdem bin ich weitaus lockerer zugange als auf einem Bildschirm oder einer Grafiktablettplatte!

studien_01

Auch holt mich die Direktheit aus der Reserve. Mein Zeichnen-Dozent hat beim Aktzeichnen einmal bemängelt, dass ich direkter werden sollte. Und dazu zwingt mich das Bamboo jetzt. Ich bin mir sicher, dass dies für viele Zeichner von Vorteil sein kann, sich dadurch auf die Essenz bei schnellen Studien zu besinnen.
Schattieren geht sachbedingt natürlich nur sehr grob schraffiert oder kritzelig. Oder ich mache Flächen ganz schwarz.

Die Übersetzung in Pixel

zeichnung_01

Die Leichtigkeit kehrt aber wieder – und zwar auf dem Bildschirm. Das Spark mag Linien auslassen und den Duktus verfälschen. Doch es verleiht ihm auch eine schöne Note und übersetzt meine Verkrampftheit in etwas Dynamisches, Lebendiges, Lockeres. Das, was Skizzen eben ausmacht. Jedesmal, wenn ich Synchronisieren drücke, bin ich positiv gespannt, was die Technik aus meinem Bild macht. Fehlen tatsächlich Linien, ziehe ich sie noch einmal nach.
Nur weil ich der Anpassung an das Gerät etwas abgewinnen kann, hat es sich nichtsdestotrotz dem Benutzer anzupassen und nicht umgekehrt. Ich hoffe, Wacom arbeitet weiter an einer Verfeinerung der Technik.

Texterkennung

Die Texterkennung ist ein Feature in der BETA. Also noch in der Entwicklung.
Eine Internetverbindung ist hierfür notwendig. Die Ergebnisse schwanken stark.
Wichtig sind eine Handschrift mit differenzierten Buchstaben und die Sprachauswahl: Auf Englisch wurden meine Sätze anders umgewandelt. Bildelemente sind vom Text zu trennen, weil sie mitgedeutet werden.

 

Wie speziell sind die Minen von Wacom wirklich?

Als ich erkannte, wie vorrangig der Druck mit dem Stift ist, fragte ich mich sofort: Wie wichtig ist denn eigentlich die Tinte?

tinte

Es klingt als sei der Kupferüberzug der gesamten Mine relevant und nicht irgendein Kupferanteil in der Tinte. Tatsächlich ist es möglich, ohne diese Spezialminen Linien zu übermitteln. Ein Draht und ein Zahnstocher aus Holz stimulierten ebenso den Drucksensor im Stift. Den Strichen mit falschen Minen fehlt es aber auf jeden Fall an Stärkenvariation. Sie sind alle gleich dick.

alternativ_minen

Ist das so, weil mir die Kontrolle fehlte, weil ich nicht sehen konnte, wie fest ich aufdrückte? Wäre es vielleicht anders mit Kuliminen, auch wenn sie nicht-wacom sind? Und gibt es überhaupt andere Minen, die hineinpassen? Oder sichert sich Wacom durch die Maße den alleinigen Platz als Lieferant?

Auf den Minen steht die ISO-Norm: D ISO 12757 2 Doc Swiss. Im Internet gibt es 5 Minen dieser Sorte für 1,19€. Deutlich günstiger als bei Wacom die 9,90€ für 3 Minen.

Ob sie passen oder funktionieren würden, konnte ich leider nicht im Zeitraum des Produkttestes in Erfahrung bringen. Ich hielte es aber für freundlich, den Verbraucher auf die Möglichkeit hinzuweisen. Zu Wacoms Verteidigung: es steht nirgendwo, dass das Spark ausschließlich mit den Originalminen funktionieren würde.

 

Dateihandhabung und Cloud

Vor dem Produkttest kam mir die Frage, ob die Technik mit Vektoren arbeitet, damit ich die Ergebnisse in jeder beliebigen Größe nutzen könnte. Tatsächlich offenbart die App beim Rückgängig machen oder im Bearbeitungsmodus Vektorversionen der Skizzen. Leider komme ich an diese nicht ran und muss mich mit den endlichen Pixeln begnügen.

Die App selbst und der damit gekoppelte Cloudservice Inkspace von Wacom offerieren mir zum Export nur drei Möglichkeiten:

  • Als PDF: Ca. 21 x 27cm 300ppi
    Optimale mögliche Druckgröße somit etwas kleiner als A4.
  • Als Bild: PNG 1715 x 1209px 72ppi
    Optimale mögliche Druckgröße somit 10 x 14cm. Mit Qualitätsabstrichen 20 x 29cm.
    Transparenz wird nicht unterstützt, obwohl das Format dafür gedacht ist. Export ist dagegen verlustfrei im Gegensatz zum sehr gängigen JPEG.
  • Als WILL: Wacom Ink Layer Language Hauseigenes Dateiformat in Wacom Anwendungen. Enthält vermutlich die Vektorinformationen, lässt sich aber nicht von gängigen Vektorprogrammen wie Illustrator öffnen, sondern nur in den Apps nutzen. Ich war mit der Option überfordert, für den Benutzer als Exportdatei quasi nutzlos.

 

Fazit

Die Tasche ist eine schöne aufstellbare Schutzhülle fürs iPad. Dank der Portabilität kann ich überall meine Eingebungen festhalten, sogar ohne iPad, um Gewicht zu sparen. Ideen verliere ich nicht mehr, denn jetzt habe ich sie ja gespeichert und in der Cloud. Simple schnelle Studien haben mir noch nie so viel Spaß gemacht. Meinen Fortschritt habe ich auf meinen Internetpräsenzen sofort umwegslos hochgeladen. Um mit Kompositionsentwürfen oder Designs zu experimentieren, ist das Gerät optimal. Zum Weitermalen auf meinem iPad bietet es sich super an.
Es war noch nie so simpel. Ich fühle mich fleißig und motiviert.
Hat man aber später vor, Skizzen zum Beispiel in Photoshop als Basis für großformatige Malereien zu verwenden, muss man gegebenenfalls auf unscharfen Linien arbeiten. Wegen der Einschränkungen im Detail, sollte man seine Ergebnisse am Spark eher als Scribble betrachten, einer Vorstufe der Skizze, über die man an manchen Stellen nochmal detaillierter drübergehen muss. Studien sind nur auf den Bereich des Bild-Repertoire, der Anatomie und Proportionen beschränkt. Tonwerte und Schattenwurf lassen sich natürlich kaum üben. Die unregistrierten Linien sind schmerzlich und verwirrend. Die Technik wirkt unausgereift. Der Export bietet keinerlei Optionen.

3 von 5 Sternen

Wacom hält, was es verspricht. Auf das Festhalten und die Bereitstellung von Ideen ist das Gerät super ausgelegt. Die Hobbykonnotation trägt das Bamboo Spark allerdings zurecht, auch wenn ein Profi dem Tablethybriden sicher viel abgewinnen kann.
Ich schätze es als eine Bereicherung für kreative Denkprozesse und zum Erweitern meiner inneren kreativen Bibliothek – dafür liebe ich meinen kleinen „Bambusknecht“ am Meisten. Doch für das Zeichnen ist er primär nicht geeignet.
Verglichen mit anderen Produkten der Firma, hatte ich für den Preis jedoch mit mehr gerechnet und als ich von einem Vorgängerprodukt hörte, ausgereiftere Technik erwartet!
Ich persönlich bin froh, das Spark geschenkt bekommen zu haben und würde es darum eher als besondere Geschenkidee für einen Kreativen sehen. Und ich rate zu günstigeren Anbietern als Wacom selbst oder zu Gebrauchtware.

MAR-36936_Award_3Sterne_350x325

 

Wir danken Anne H. für ihren ausführlichen Testbericht und die damit verbundenen Einblicke ins zeichnerische Arbeiten. Wie jeder unserer Produkttester darf sie das Wacom Bamboo Spark sowie das für den Test benötigte Apple iPad Air 2 behalten. Bewertet hat sie das Grafiktablett mit 3 von 5 Sternen.

Den ALTERNATE Blog auch bei Google Kiosk lesen: Jetzt abonnieren

Noch keine Kommentare

Einen Kommentar hinterlassen