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Community-Beitrag zu einem Corsair Hardwarepaket

19 Dez

Willkommen zu unserem nächsten Produkttest. Unser Leser Simon H. durfte sich glücklich schätzen und ein umfangreiches Corsair-Paket testen. Enthalten waren:
Gehäuse: Carbide Clear 400C , Netzteil: RM650i 650W , Wasserkühlung: Hydro Series H100i v2 , Arbeitsspeicher: DIMM 16 GB DDR4-3000 Kit , SSD: CSSD-F480GBLSB 480 GB , Gehäuselüfter: HD120 RGB LED 3erPack und Gehäuselüfter: HD120 RGB LED
Hier könnt ihr nun seinen Testbericht lesen. Wir wünschen euch dabei viel Spaß!

 

Produkttest Corsair Hardwarepaket

Inhaltsverzeichnis und Produkte:

1. Einleitung
2. Carbide Clear 400C, Tower-Gehäuse
3. RM650i 650W, PC-Netzteil
4. Hydro Series H100i v2, Wasserkühlung
5. DIMM 16 GB DDR4-3000 Kit, Arbeitsspeicher
6. CSSD-F480GBLSB 480 GB, Solid State Drive
7. HD120 RGB LED 3erPack, Gehäuselüfter
8. HD120 RGB LED, Gehäuselüfter
9. Abschließende Zusammenfassung

Einleitung:

Ich möchte mich im Vorhinein bei Alternate und Corsair für das entgegengebrachte Vertrauen und die Bereitstellung der Produkte bedanken. Ich denke, dass es für jeden computerbegeisterten Nutzer eine große Freude ist, dieses umfangreiche Hardwarepaket zu Testen. Ich möchte im Folgenden zum besseren Verständnis kurz auf die Test-Struktur eingehen: Jedes Produkt wurde von mir einzeln unter die Lupe genommen und in folgenden Bereichen bewertet: Verpackung/Verpackungsinhalt, Einbau/Einrichtung und Praxisnutzung. Abschließend gibt es zu jedem Produkt ein Fazit mit Sternebewertung (1-5). In meinem Test werde ich vor allem meine Erfahrungen und Einschätzungen aus der Nutzerperspektive beschreiben. Mir geht es vor allem darum, ein Gefühl zu vermitteln, ob das Produkt interessant für einen persönlich ist.
Vollständigkeitshalber noch die Informationen zu den Systemkomponenten, die nicht aus dem Testpaket stammen:
CPU: I5 6600 Intel Skylake
Mainboard: MSI H170A Gaming Pro
Grafikkarte: AMD Radeon HD 7870 (Austausch ist in Planung)
Damit möchte ich die kleine Einleitung beenden und mit dem ersten Testbericht beginnen!

Carbide Clear 400C, Tower-Gehäuse

Verpackung/Verpackungsinhalt:

Die weiße Gehäuse-Version kommt in einer gut geschützten Verpackung und das durchsichtige Plastikfenster ist von beiden Seiten durch eine Folie geschützt. Im Lieferumfang befindet sich außerdem eine Bedienungsanleitung, sowie ein Set verschiedener Schrauben und Kabelbinder. Im Gehäuse sind sowohl ein 140mm, als auch ein 120mm Lüfter vorinstalliert.
Das durchsichtige Seitenteil lässt sich wie eine Tür öffnen, was eine Wartung des Computers sehr vereinfacht, zum Umbauen lässt sich die Tür aber auch komfortabel aus ihren Angeln heben. Die andere Seite ist mit zwei leicht zu lösenden Schrauben befestigt, welche sich auch ohne Werkzeug öffnen lassen. Im Inneren fällt die Abdeckung für Netzteil und Festplattenkäfig im unteren Drittel sofort ins Auge. Beide aus Kunststoff gefertigten Teile sind durch Schrauben auf der Rückseite befestigt und lassen sich ebenfalls leicht herauslösen. Das Gehäuse ist durch drei Staubfilter vorne, oben und unten vor Staub geschützt. Die Staubfilter sind magnetisch befestigt und lassen sich so leicht säubern, beim Transport des Gehäuses sollte jedoch darauf geachtet werden, besonders den oberen Filter nicht zu verlieren. Auf der Oberseite befinden sich außerdem der Powerknopf, der Resetbutton, Kopfhörer und Mikrofonanschluss und zwei USB 3.0 Ports.

Einbau:

Im Innenraum findet sich viel Platz für die Lieblingshardware, wobei auf externe Laufwerkschächte für zum Beispiel Blu-ray-Laufwerke verzichtet wurde. Im Festplattenkäfig können Festplatten werkzeuglos befestigt werden, was nach einmaligem Ausprobieren gut funktioniert. Ebenfalls ohne Schrauben können bis zu drei SSDs auf der Rückseite des Mainboardtrays in speziellen Vorrichtungen installiert werden. Das Carbide Clear 400C bietet vorne Platz für zwei 140mm Lüfter, oder drei 120mm Varianten. Im Deckel des Gehäuses befindet sich Platz für zwei weitere Lüfter, außerdem kann standardmäßig ein Lüfter auf der Rückseite befestigt werden.
Der Einbau von Netzteil, Mainboard sowie der Festplatten liefen ohne Probleme ab. Zwei Kritikpunkte sind mir jedoch während des Einbaus aufgefallen: Zum Ersten muss die Front für den Einbau der Frontlüfter entfernt werden. Dies ist leider nicht sehr komfortabel gelöst, sodass zuerst alle einzelnen Plastikclips im Inneren gelockert werden müssen, bevor sich die Front löst. Beim Einbau des Radiators der Wasserkühlung in der Front ist mir zudem aufgefallen, dass nach Anbringen des 240mm Radiators aufgrund der Ausmaße kein dritter 120mm Lüfter mehr untergebracht werden kann. Mein zweiter Kritikpunkt bezieht sich auf den Platz hinter dem Mainboardtray. Gerade beim Kabelmanagement kann es hier sehr eng werden. Mit zusätzlicher Lüftersteuerung, installierter Grafikkarte mit zugehöriger Stromversorgung sowie drei Festplatten mit ebenfalls angeschlossenen Kabeln ist nicht mehr viel Spielraum vorhanden, sodass Geduld und Geschick gefordert sind, alle Kabel so unterzubringen, dass sich das Gehäuse schließen lässt. Hier hätte ich mir etwas mehr Spielraum gewünscht. Toll sind dafür die verschiedenen Durchgänge auf verschiedenen Höhen zur Vorderseite, um Kabel passend durch das Gehäuse zu führen. Durch die Netzteilverkleidung wird außerdem leider verhindert, dass Kabel einfach zur unteren linken Ecke des Mainboards geführt werden können.

Nutzung:

Für die alltägliche Benutzung ist die Lage der Anschlüsse auf der Gehäuseoberseite sehr gut platziert, so sind alle Ports leicht zu erreichen und heben sich durch die weiße Gehäusefarbe gut ab. Die Gehäuseseitentür ist ebenfalls sehr praktikabel um kleine Änderungen durchführen zu können, ohne die gesamte Seitenwand abnehmen zu müssen. Durch die vielen Lüfterplätze ist das Gehäuse sehr offen gestaltet, was daraus resultiert, dass LEDs aus dem Gehäuseinneren auch gerne den Bereich um das Gehäuse herum beleuchten. Außerdem sollte durch die offene Bauweise beachtet werden, dass sich das Carbide Clear 400C eher auf sein Aussehen, als auf Silent-Qualitäten konzentriert (hierfür gibt es eine Quiet-Version des Gehäuses).

Fazit:

Das Carbide Clear 400C ist für mich ein Vertreter der eher auffälligeren Gehäusesorte. Das große Sichtfenster, das weiße Design sowie die vielen Lüfterplätze ziehen die Blicke auf sich. Somit ist es prädestiniert dafür, die eigene Hardware zur Show zu stellen und nicht vor Blicken zu verstecken. Die Verarbeitungsqualität ist durchgehend den hohen Corsair Ansprüchen entsprechend. Die Seitentür wäre für mich nur durch einen Glaseinsatz und ein etwas stabileres Verschlusssystem zu verbessern. Gut gefallen mir die kompakten Ausmaße sowie das Gewicht im Gegensatz zu meinem alten Fractal Design R4 Gehäuse. Verbessert werden kann aus meiner Sicht lediglich der Platz für das Kabelmanagement sowie das Ablösen der Gehäusefront.
Das Corsair Carbide Clear 400C: Schick, mit Durchblick und auffällig. Von mir bekommt das Gehäuse im Fazit aus genannten Gründen 4 von 5 Sternen.

 

RM650i 650W, PC-Netzteil

Verpackung/Verpackungsinhalt:

Der Packungsinhalt des RM650i Netzteils hat mich erstmal in Staunen versetzt. Das Netzteil befindet sich in einer Stofftasche verpackt. Separat dazu gibt es eine weitere, mit Klett verschließbare, Tasche, die alle Kabel des Netzteils enthält. Und das sind einige(!), wie auf den Bildern zu sehen ist. Hier sollten keine Wünsche offen bleiben. Des Weiteren befindet sich in der Packung eine mehrsprachige Bedienungsanleitung, sowie Kabelbinder für das Kabelmanagement. Die Kabel sind durchgehend in schwarz gehalten und teilweise mit Stoff ummantelt. Dadurch können sie eher unauffällig im Gehäuse verlegt werden.

Einbau:

Der Einbau des Netzteils gestaltet sich mit vier Schrauben sehr einfach. Das RM650i ist komplett modular, was bedeutet, dass kein Kabel fest angebracht ist, sondern nur die eingesteckt werden müssen, die auch wirklich gebraucht werden. Dies sollte möglichst vor der Anbringung der Netzteilverkleidung des Carbide Clear Gehäuses passieren, da die Anschlüsse nachher nicht mehr zu erreichen sind. Alle Kabel sind beschriftet, sodass die Zuordnung der Anschlüsse sehr leicht ist. Von der Länge der Kabel konnte ich in meinem Fall auch keine Probleme feststellen. Einzig die Abstände zwischen den verschiedenen SATA-Anschlüssen, von denen jeweils mehrere von einem Kabel abgehen, sind etwas kurz bemessen, sodass gerade eine Installation der SSDs auf der Rückseite gut geplant sein möchte.

Nutzung:

Normalerweise könnte man zu der Nutzung eines Netzteils ohne fachmännisches Equipment nicht viel mehr sagen, als dass es läuft, keine Probleme bereitet und leise ist. Diese drei Punkte treffen auch auf das RM650i zu. Besonders der Lautstärke-Aspekt ist hervorzuheben, da der Lüfter des Netzteils erst anspringt, wenn er wirklich benötigt wird und so ein echtes Silent-Erlebnis bietet. Ich hatte darüber hinaus keine weiteren Probleme oder Auffälligkeiten des Netzteils. Hier wäre nun eigentlich Schluss, wäre da nicht der USB-Anschluss. Ein USB-Anschluss an einem Netzteil? Richtig, das Netzteil lässt sich mithilfe eines mitgelieferten Kabels an einem USB 2.0 Header direkt am Mainboard anschließen. Daraufhin wird es sofort von der Corsair Link Software erkannt, welche separat zum Download zur Verfügung steht und auf die noch einmal in diesem Testbericht zurückgekommen wird. In der Corsair Link Software lässt sich nun im Desktopbetrieb das Netzteil auswählen und es bietet sich eine Übersicht der aktuellen Leistungsdaten (siehe Screenshot) sowie die Option zur Auswahl des Mehrspurmodus. Hier kann auch überprüft werden, ob der Lüfter läuft, und wie viel Leistung das Netzteil zurzeit erbringt und welchen Effizienzgrad das zur Folge hat. Diese Daten sind sicherlich zur besseren Einschätzung des Stromverbrauchs hilfreich.

Fazit:

Das Erscheinungsbild, sowie der Verpackungsinhalt und die Leistung überzeugen mich beim Corsair RM650i sehr stark. Es ist im normalen Betrieb nicht zu hören, bietet einen hohen Effizienzgrad und spart durch das vollmodulare Kabelmanagement Platz im Gehäuse. Alle Bauteile wirken sehr hochwertig und vermitteln einen verlässlichen Eindruck. Das zusätzliche USB-Feature ist für mich bei einem Netzteil bei weitem kein Muss, aber ein tolles Extra, das gerade den analytischen Nutzern einen Mehrwert bietet. Insgesamt kann ich so bei dem Corsair RM650i nur zu einem sehr guten Testergebnis mit einer Bewertung von 5 von 5 Sternen kommen.

 

Noch einen Hinweis zur immer wieder beliebten Diskussion wie viel Watt ein Netzteil haben sollte: Neben der absoluten Watt-Zahl sollte man auch auf die Effizienzkurve achten. Da Netzteile ihre beworbene Effizienz immer nur unter einer bestimmten Auslastung erreichen, so kann die Wahl einer kleineren, aber auch größeren Kapazität ausschlaggebend für die Erreichung des optimalen Effizienzgrades sein.

 

Hydro Series H100i v2, Wasserkühlung

Verpackung/Verpackungsinhalt:

Die Corsair Hydro Series H100i v2 CPU-Wasserkühlung kommt schon fertig montiert in der Verpackung. Lediglich die beiliegenden Lüfter müssen noch auf dem Radiator platziert werden. Im Lieferumfang befindet sich außerdem eine ausführliche Bedienungsanleitung, verschiedene Montageplatten für Intel- beziehungsweise AMD-Systeme, sowie die nötigen Schrauben. Außerdem liegt wie schon beim Netzteil ein USB-Kabel bei, um die Wasserkühlung aus der Corsair Link Software überwachen und einstellen zu können. Die Wärmeleitpaste befindet sich schon auf dem Kühlkörper aufgetragen und wird von einer Plastikverpackung geschützt. Es kann also sofort mit der Montage begonnen werden.

Einbau:

Ein erster wichtiger Hinweis zum Einbau ist, dass die Corsair Hydro Series H100i v2 meine erste Wasserkühlung-Lösung ist. Daher war ich wahrscheinlich in derselben Lage wie andere Käufer der H100i v2. Die Bedienungsanleitung beschreibt die vorzunehmenden Schritte im Detail. Die Montageplatte für das Intel-System konnte leicht auf der Rückseite des Mainboards angebracht werden. Ebenso konnte der Radiator einfach in der Front des Corsair Gehäuses untergebracht werden. Hier ist, wie beim Gehäuseteil beschrieben, zu beachten, dass mit dem Radiator kein weiterer Lüfter mehr Platz in der Front findet. Ich habe mich zu Testzwecken entschieden, anstatt der mitgelieferten Lüfter, die ebenfalls im großen Testpaket enthaltenen Corsair HD120 RGB LED Lüfter zu installieren. Mehr zu den Lüftern im dazugehörigen Testabschnitt. Die Orientierung des Radiators sollte sich im Vorhinein gut überlegt werden, da die beiden Wasserschläuche bis zur CPU führen müssen. Hierbei ist mir während des Einbaus aufgefallen, dass die Schläuche am CPU-Kühler selbst drehbar angebracht sind, was eine Ausrichtung des Radiators sehr vereinfacht. Im nächsten Schritt konnte die Plastikverpackung vom Kühlkörper entfernt werden und dieser mittels großer Schrauben auf der CPU fixiert werden. Dies ging sehr schnell und einfach. Im letzten Schritt muss die Wasserkühlung mit einem Kabel an einen CPU-Kühler Port angeschlossen werden und die Lüfter des Radiators können mit der Lüftersteuerung der Wasserkühlung verbunden werden. Zur erstmaligen Installation habe ich außerdem das USB-Kabel an die Wasserkühlung angeschlossen.

Nutzung:

Beim ersten Start war ich etwas von der hörbaren Geräuschkulisse überrascht. Dies hat sich nach einem Blick in die Corsair Link Software, welche die Wasserkühlung sofort erkannte, aber gegeben. In der Software kann ein vorgefertigtes Profil ausgewählt werden, was die Lautstärke augenblicklich reduziert. Die Pumpe ist im Betrieb aus einigem Abstand nicht mehr wahrzunehmen, und Informationen zu den RGB LED Lüftern finden sich im entsprechenden Test-Teil. In der Link Software lässt sich außerdem die LED steuern, die den Corsair Schriftzug auf dem Kühlkörper ausleuchtet. So kann die Wasserkühlung auf die restliche Hardware farblich abgestimmt werden. Bei intensiverer Nutzung der CPU, wie zum Beispiel bei Spielen oder der Verwendung von Schnittprogrammen wie Adobe Premiere zeigt sich ein für mich erstaunliches Bild: Mein I5 6600 Prozessor bleibt konstant unter 33°C. Im Vergleich zum vorher verbauten Luftkühler konnte die Temperatur so fast um die Hälfte gesenkt werden. Daran kann auch der Rahmen für mögliche Übertaktungen festgemacht werden. Insgesamt kühlt die Corsair Hydro Series H100i v2 die CPU zuverlässig im Betrieb und fällt ansonsten nicht auf, was ein gutes Zeichen ist.

Fazit:

Die Corsair CPU Wasserkühlung schafft es, die Wärme effektiv von der CPU abzuführen. So kann die Grundlage für eine Übertaktung, aber auch ein ruhiges, stabil laufendes System gelegt werden. Das Einstellen verschiedener Profile erlaubt die individuelle Anpassung an den Nutzer. Der steuerbare LED-Schriftzug verleiht der Wasserkühlung auch aus designtechnischer Sicht „coolness“. Zusammengefasst bin ich bisher mit der Leistung der Wasserkühlung sehr zufrieden, und muss den einfachen Installationsprozess hervorheben, welchen ich alleine und ohne viel Vorerfahrung gut durchführen konnte. Einzig die etwas starren Wasserschläuche der H100i v2 bieten aus meiner Sicht etwas Verbesserungsmöglichkeiten. Ich komme somit zu einer Leistungsbewertung von 5 von 5 Sternen.

 

Weiterführender Hinweis: In meine abschließende Bewertung ist der Preis der Wasserkühlung nicht mit eingeflossen. Vor dem Kauf sollte man die persönlichen Vorgaben an eine Kühlung gut mit Luft- sowie Wasserkühlungen abgleichen. Auch wenn die Wasserkühlung im Extremfall die bessere Kühlung verspricht, ist aus meiner Sicht für die
meisten Anwender eine Wasserkühlung kein Muss. Aus meiner Perspektive spielt neben der reinen Kühlleistung gerade die Optik eines aufgeräumten Systems eine entscheidende Rolle bei der Wahl der Kühlung. Dieser Aspekt sollte bei einem Preisvergleich mit beachtet werden.

DIMM 16 GB DDR4-3000 Kit, Arbeitsspeicher

Verpackung/Verpackungsinhalt:

Der Corsair Vengeance LED Arbeitsspeicher kommt im 16GB Kit mit zwei Riegeln à 8GB. Beide Riegel sind in einer einfachen Plastikverpackung verpackt. Der Arbeitsspeicher gehört zur DDR4 Generation (Kompatibilität mit dem Mainboard und der CPU beachten) und taktet mit 3000Mhz. Wobei dies der maximale Takt ist und der reelle Takt von CPU und Mainboard mitbestimmt wird. Neben den RAM Riegeln befindet sich nichts Weiteres im Lieferumfang.

Einbau:

Der Einbau des RAM ist wahrscheinlich der einfachste Part beim Bauen eines Computers. Die Corsair Vengeance LED machen hier keine Ausnahme und lassen sich leicht in den RAM-Riegelplätzen des Mainboards platzieren. Nach dem Einschalten werden beide Riegel sofort vom System erkannt und stehen nach einem einmaligen Aufrufen des Setup-BIOS sofort zur Verfügung.

Nutzung:

Bei der Beschreibung der Nutzung möchte ich im Wesentlichen auf drei Punkte eingehen: die Besonderheiten des Corsair Vengeance RAM, seiner „Nutzung“ und die allgemeine Nutzung einer erhöhten RAM-Kapazität. Wodurch sich der Corsair Vengeance RAM von vielen anderen RAM-Riegeln abhebt, ist seine LED Beleuchtung, wie es der Name schon vermuten lässt. Die LED Beleuchtung ist einfarbig, abhängig vom gewählten Set und hat standardmäßig eine „atmende“ Beleuchtungsanimation. Diese Animation lässt sich über die Corsair Link Software auch in ein statisches Leuchten umstellen. Die Erkennung der RAM-Riegel in der Link Software klappte nach einem zweiten Systemstart problemlos. Die Beleuchtung verleiht dem Arbeitsspeicher nochmal ein besonderes Designelement, welches sich im Gehäuse gut hervorheben lässt. In der sonstigen Nutzung ist der Arbeitsspeicher wie er sein sollte, er macht seine Arbeit und fällt nicht weiter auf. Nun zu meinem dritten Punkt, warum die Erhöhung des Arbeitsspeichers eine sinnvolle Investition sein kann. Da heutzutage die Arbeitsspeicherlimits der Betriebssysteme so hoch angesetzt sind, kann man bedenkenlos neuen Arbeitsspeicher einbauen, der auch vom Betriebssystem genutzt werden kann. Achten sollte man bei der Wahl neben dem Design besonders auf die unterschiedlichen Generationen DDR3 und DDR4, sowie die Taktfrequenz, wie oben beschrieben. Der Arbeitsspeicher wird von den unterschiedlichen Programmen unterschiedlich stark benutzt. Mehr Arbeitsspeicher kann das Browsen im Internet mit mehreren parallelen Browsertabs angenehmer machen, aber auch eine Voraussetzung für Spiele sein. Der Trend entwickelt sich hin zu mindestens acht Gigabyte, sodass erste Spiele diese Grenze als Mindestvorausetzungen angeben. Darüber hinaus profitieren vor allem Videoschnittprogramme, sowie 3D-Simulationen von mehr Arbeitsspeicher. Hier stößt ein System mit acht Gigabyte schnell an seine Grenzen, sodass ein Aufrüsten ein deutlich besseres Nutzungserlebnis zur Folge hat. Persönlich konnte ich dies bei der Nutzung von Adobe Premiere CC beobachten. Die Taktrate des Arbeitsspeichers, im Gegensatz zu seiner Kapazität, hat meiner Erfahrung nach nicht so einen großen Einfluss auf die Performance, wenn es um die alltägliche Anwendung und nicht die Messung von Übertaktungswerten geht. Allgemein ist man heutzutage mit den 16GB aus dem Corsair Vengeance Kit sehr gut aufgestellt und auch für die Zukunft gerüstet.

Fazit:

Die Corsair Vengeance LED Arbeitsspeicher sind die designtechnisch bisher schönsten RAM-Riegel, die ich verbaut habe. Den Ausschlag zur Kaufentscheidung sollte hier die LED-Beleuchtung machen, welche nicht bei vielen Arbeitsspeichern vorhanden ist und ein System optisch aufwerten kann. Einziger Kritikpunkt von meiner Seite ist, wenn überhaupt, warum nicht RGB LEDs verbaut wurden und somit eine noch bessere Abstimmung auf die restliche Systembeleuchtung ermöglicht wurde. Davon abgesehen erhält der Corsair
Vengeance LED Arbeitsspeicher aufgrund seines Designs und der störungsfreien Nutzung 5 von 5 möglichen Sternen.

 

CSSD-F480GBLSB 480 GB, Solid State Drive

Verpackung/Verpackungsinhalt:

Die Corsair 480GB SSD aus der Force LS Serie kommt in einer einfachen Verpackung und der Garantiekarte. Ein SATA-Kabel liegt leider nicht bei, auch wenn dies bei anderen Herstellern ebenfalls der Fall ist, wäre es eine tolle Zugabe, gerade wenn die SSD zum Aufrüsten eines Computers genutzt werden soll und eventuell keine SATA-Kabel mehr vorhanden sind. Das Design der SSD ist schlicht gehalten, im Corsair Carbide 400C Gehäuse verschwindet die Platte aber standardmäßig hinter dem Mainboardtray, sodass auch ein auffälliges Design hier keinen Mehrwert bieten könnte.

Einbau:

Der Einbau der Corsair SSD ist sehr einfach und problemlos. Im Carbide 400C funktioniert das wie beschrieben sogar werkzeuglos. Neben dem SATA Kabel zur Datenübermittlung muss noch das Stromkabel angeschlossen werden. Hier ist etwas Geschick gefragt, da durch die Positionierung der SSD Halterungen nicht viel Platz bis zur Seitenwand besteht. Nach dem Systemstart wurde die SSD problemlos erkannt. Unter Windows wurde sie jedoch nicht als Laufwerk aufgeführt. Dafür musste zuerst über den Partitionsmanager eine Partition auf der SSD mit zugehöriger Laufwerkbezeichnung erstellt werden. Dieser Prozess dauert nur zwei Minuten, wenn man ihn kennt. Eine Kurzanleitung oder ein Hinweis in der Verpackung auf eine Onlinehilfe könnte hier vielen Nutzern einen ersten Frustmoment ersparen, der entsteht, wenn die neue SSD nicht unter Windows auftaucht. Darüber hinaus sollte man sich wie bei jeder Festplatte darüber im Klaren sein, dass durch die Formatierung nicht die vollen 480GB zur Verfügung stehen. In meinem Fall sind es nach der Formatierung noch 447GB.

Nutzung:

SSDs werden herkömmliche HDDs mit der Zeit immer mehr verdrängen, da Preise für hohe Kapazitäten immer günstiger werden. Der klare Vorteil liegt in der Geschwindigkeit der SSD. Unterschätzen sollte man aber auch nicht, dass SSDs keine mechanischen Bauteile wie eine HDD verwenden und so nicht mehr so fehleranfällig bei Bewegungen sind. Diese Vorteile treffen natürlich auch auf die Corsair 480GB Force LS SSD zu. Um bei der Nutzung die volle Geschwindigkeit nutzen zu können, sollte die SSD an einem SATA3 Port an dem Mainboard angeschlossen sein, welchen jedes aktuelle Mainboard zur Verfügung stellt. Den ersten Geschwindigkeitsunterschied, den ich beim Wechsel des Betriebssystems auf eine SSD feststellen konnte, war sehr stark. So startet das Betriebssystem viel schneller und Daten können schneller kopiert werden. Auch ist die SSD in ihrem Betrieb im Gegensatz zur HDD komplett lautlos. Bei einem Praxisvergleich konnte ich keine nennenswerten Unterschiede der Corsair SSD zu einem Konkurrenzmodell von Samsung feststellen.

Fazit:

Unter dem Strich ist die Corsair 480GB Force LS SSD eine grundsolide Festplatte, welche ihre Aufgaben in meinem Test beanstandungslos erfüllen konnte. Lediglich die etwas umständliche Inbetriebnahme über den Partitionsmanager und das fehlende SATA Kabel trüben das Bild beim ersten Eindruck. Daher bewerte ich die Corsair SSD mit 4 von 5 Sternen.

 

HD120 RGB LED 3erPack + einzelner Lüfter, Gehäuselüfter

Verpackung/Verpackungsinhalt:

Zum Testen habe ich sowohl das Corsair LED Lüfter Starterset erhalten, welches drei 120mm RGB LED Lüfter sowie eine Steuerung für die LEDs enthält. Dazu kam noch ein einzelner Lüfter, welcher identisch zu den drei vorigen Lüftern ist. Schrauben zur Montage lagen jedem Lüfter bei. Jeder Lüfter besitzt zwei ausgehende Kabel, einen Lüfter-Anschluss für das Mainboard oder eine Lüftersteuerung und einen Anschluss für die LED Steuerung, welche im großen Set beinhaltet ist. Diese besteht aus einem Board an dem bis zu sechs Lüfter angeschlossen werden können und einer kabelgebundenen Fernbedienung, welche einem Einstellmöglichkeiten für die LEDs wie Farbe und Modus erlaubt.

Einbau:

Der Einbau der Lüfter stellte sich sehr unterschiedlich dar. Zwei der Lüfter habe ich für den Einsatz auf dem Radiator der Wasserkühlung ausgewählt. Mit den bei dem Radiator beiliegenden Schrauben ließen sich die Lüfter leicht am Radiator befestigen. Das Befestigen der anderen beiden Lüfter am Gehäuse stellte sich leider sehr viel schwieriger dar. Die mitgelieferten Schrauben wirkten etwas zu groß, sodass sich die Lüfter nur mühsam am Gehäuserahmen befestigen ließen. Die Länge der Kabel um die Lüfter mit dem Mainboard zu verbinden reichte in beiden Fällen komplett aus. Auch das Zusammenschließen der LED-Steuerung funktionierte leicht und schnell.

Nutzung:

Nach dem ersten Starten fällt sofort die Strahlkraft der Lüfter ins Auge. Die RGB LEDs sind hell und bieten verschiedene Farben und Modi an. So können die LEDs in einem Lüfter auch einzeln von der Steuerung kontrolliert werden, wodurch farbige Übergänge noch beeindruckender erscheinen. Auch bei den verschiedenen Modi finden sich unterschiedliche Einstellungen von ruhigen Beleuchtungen bis zu schnellem Blinken. Ich habe die Lüfter über die MSI Software des Mainboards reguliert, sodass die Drehzahl automatisch an die Wärmeentwicklung angepasst wird. Die Lüfter werden so leiser, wenn auch nicht zu einem absoluten Silent-Produkt. Dem widerspricht aber auch, dass bei Silent-PCs häufig gedämmte Gehäuse zum Einsatz kommen, in denen LED-Lüfter mangels eines Sichtfensters nicht zur Geltung kommen würden. Durch die offene Bauweise des Corsair Gehäuses erstrahlen die Lüfter auch die Umgebung des Computers mit, was ein toller Nebeneffekt sein kann. Mein größter Kritikpunkt neben den Schrauben zur Befestigung ist die LED-Steuerung per Fernbedienung. Diese funktioniert zwar, ist aber nicht sonderlich benutzerfreundlich, da Knöpfe so oft gedrückt werden müssen, bis das gewünschte Resultat vorliegt. Eine direkte Auswahl der gewünschten Konfiguration ist so nicht möglich. Ich habe mich gefragt, warum nicht auch hier eine Software-Lösung eingesetzt wurde, so wie bei Wasserkühlung und Arbeitsspeicher. Es wäre viel benutzerfreundlicher die Lüfter über die Software ansteuern zu können, jeden Lüfter einzeln zu konfigurieren und so eine noch individuellere Beleuchtung zu ermöglichen.

Fazit:

Mein Fazit zu den Lüftern ist, dass sie das tun, was sie versprechen. Sie erfüllen ihre Funktion als Lüfter und sind zugleich Designelement mit ihren LEDs. Die schwierige Montage sowie das Fehlen einer Software-Lösung für die individuelle Steuerung der LEDs sind für mich aber klare Kritikpunkte, die mich zu einer Bewertung von 2 von 5 Sternen führt, auch im Hinblick auf den Preis.

Besonders der Vergleich zum Netzteil oder der Wasserkühlung, bei denen eine hohe Benutzerfreundlichkeit durch die Einbindung der Corsair Link Software erreicht wird, trübt hier etwas das Gesamtbild.

Abschließende Zusammenfassung

Abschließend möchte ich nur kurz zusammenfassen, dass mir das Verbauen und Testen der Corsair Hardware großen Spaß gemacht hat und das Zusammenspiel aller Komponenten ein eindrucksvolles, neues Bild meines Computers ergibt. Dies spricht für ein stringentes Produktdesign über die verschiedenen Hardwarekomponenten hinweg und verdient meiner Meinung nach eine extra Erwähnung. Ich möchte mich am Ende meines Testberichtes nochmal in besonderem Maße bei Alternate und Corsair für das zur Verfügungstellen der vielen Komponenten bedanken, und hoffe, dass mein Testbericht eine weitere Perspektive auf manche Produkte eröffnet hat.

 

Wir Danken Simon H.. für sein Engagement und den Testbericht! Wie jeder unserer Produkttester, darf auch er das getestete Hardwarepaket aus Gehäuse: Carbide Clear 400C , Netzteil: RM650i 650W , Wasserkühlung: Hydro Series H100i v2 , Arbeitsspeicher: DIMM 16 GB DDR4-3000 Kit , SSD: CSSD-F480GBLSB 480 GB , Gehäuselüfter: HD120 RGB LED 3erPack und Gehäuselüfter: HD120 RGB LED behalten. Bewertet hat er das Gesamtpaket mit 4 von 5 Sternen.

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