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Community-Beitrag zu einem Grafik-Bundle von Wacom, Canon, Epson und Adobe

26 Jan

Willkommen zu unserem nächsten Produkttest. Juanjuan Y. durfte sich glücklich schätzen und ein umfangreiches Paket für kreative Köpfe testen. Enthalten waren ein Wacom Intuos Pro Pen & Touch M Grafiktablett, eine Adobe Photoshop Elements 15 Grafik-Software, einen Epson EcoTank ET-4550 Multifunktionsdrucker und eine Canon EOS M3 Digitalkamera.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen ihres sehr ausführlichen Testberichtes.

 

Wacom Intuos Pro M

Einleitung

Schon als ich klein war, wollte ich ein Wacom Grafiktablett besitzen. Leider reichte mein
Taschengeld für den Kauf eines Wacoms nie aus, so dass ich auf No-Name Grafiktabletts
zurückgreifen musste. Diese hatten jedoch ständig irgendwelche Macken und schließlich hatte ich
die Schnauze voll und kaufte mir ein gebrauchtes Wacom Intuos 3 A4, welches ich bis heute noch
nutze. Das Intuos Pro als eines der aktuellsten Grafiktabletts von Wacom hat viele neue Features
und ich bin gespannt, diese Features testen zu dürfen!

Das Wacom Intuos Pro M wird im weiteren Verlauf des Testberichts als Grafiktablett bzw. GT
bezeichnet.

Packungsinhalt

Lieferumfang

– 1x Wacom Intuos Pro M Grafiktablett
– 1x Intuos Pro Stift
– 1x Intuos Pro Stifthalter
– 3x Stiftringe in weiß, rot und grau
– 1x USB-Kabel
– 10x Stiftspitzen, davon 3x Filz, 5x Standard, 1x Stroke, 1x Flex
– 1x Schnellstart Anleitung (Deutsch und andere Sprachen)
– 1x Entsorgungsinformation
– 1x Wacom Friends Booklet
– 1x Software CD
– 1x Wireless accessory kit (Akku, An-Aus-Stecker, USB-Empfänger)

Ein gedrucktes Handbuch ist nicht dabei, kann jedoch auf http://www.wacom.eu/_bib_user/dealer/
man_intuospro_de.pdf als PDF-Datei heruntergeladen werden. Das 98-seitige Handbuch ist nicht
wirklich notwendig, da die Einrichtung des Grafiktabletts bereits in der Schnellstart Anleitung
erläutert wird. Hinzu kommt, dass die Einstellungsmöglichkeiten des GT relativ selbsterklärend
sind. Es gibt somit keine Begriffe, die extra nachgeschlagen werden müssten.

Testumgebung

Für die Tests habe ich mein MacBook Air (OS X El Capitan Version 10.11.6) verwendet. Da mein
Laptop kein CD-Laufwerk hat, habe ich den Treiber von der Wacom-Webseite heruntergeladen.

Einrichtung und Installation

Die Schnellstart Anleitung erklärt in wenigen Bildern, wie das GT einzurichten ist und startklar
gemacht wird. Wenn es schnell gehen soll, kann man das GT einfach mit dem USB-Kabel mit dem
Rechner verbinden und loslegen. Allerdings wollte ich unbedingt die schnurlose Verbindung
ausprobieren. Hierfür müssen der Akku und der An-Aus-Stecker in die untere Seite des GT und der
USB-Empfänger an den Rechner gesteckt werden. Ein wenig so, als würde man eine schnurlose
Tastatur anschließen. Der Akku, der vorher schon zu 66% geladen war, wird nun über den Rechner
geladen. Sobald der Akku voll ist, kann das USB-Kabel entfernt werden und man freut sich, dass
der Kabelsalat auf dem Tisch etwas weniger geworden ist.

Jetzt muss nur noch der Treiber von der Wacom-Webseite heruntergeladen und installiert werden.

Handhabung

Arbeitsfläche

Bei meinem alten Grafiktablett (Intuos 3 A4) kann auf der gesamten Arbeitsfläche gearbeitet
werden. Das heißt, es gibt einen A4 Bereich, auf dem gezeichnet werden kann. Beim Intuos Pro M
ist die Arbeitsfläche ca. A5 groß und sie wird durch 4 leuchtende Ecken markiert. Der Rest der
schwarzen Fläche ist inaktiv und wird nur für die Ablage der zeichnenden Hand verwendet. Je
nachdem, ob man Links- oder Rechtshänder ist, kann das GT um 180° gedreht werden.

Die A4 Arbeitsfläche des Intuos 3 gefällt mir persönlich besser, da die Distanzen, die ich mit dem
Stift auf meinem Intuos 3 zurücklege, (gefühlt) 1 zu 1 auf meinen Monitor übertragen werden. Beim
Intuos Pro M hingegen dürfen die Distanzen nicht zu groß werden, da eine kleinere Arbeitsfläche,
in diesem Falle A5, auf meinen gleich gebliebenen Monitor projiziert wird und die Proportionen
daher anders sind.

Für mich war die A5 Arbeitsfläche deshalb anfangs sehr ungewohnt, da plötzlich viel kleinere
Bewegungen gemacht werden müssen als bei meinem Intuos 3. Auch ist die Oberfläche rauer, so
dass der „Widerstand” bei der Strichführung stärker geworden ist. Nach einiger Zeit mit aktiver
Nutzung gewöhnt man sich aber an die kleinere Arbeitsfläche und das Handgelenk wird durch die
kürzeren Bewegungen besser geschont. Die raue Oberfläche ist allerdings immer noch eine
Umstellung, an die ich mich gewöhnen muss, vor allem weil schnell aufeinanderfolgende
Kreisbewegungen nicht mehr so einfach sind.

Stift

Der batterielose Stift weist die gewohnte hohe Qualität von Wacom auf und verfügt wie schon bei
den Vorgängermodellen über zwei zusätzliche Knöpfe, die individuell belegt werden können, und
einen „Radiergummi” am Stiftende. Neben der bereits eingesetzten Stiftspitze werden 10 weitere
mitgeliefert, welche unter dem Stifthalter versteckt und somit gut verstaut sind. Der Stift ist relativ
leicht und liegt trotzdem gut in der Hand. Der Stifthalter steht durch sein Eigengewicht sicher auf
dem Tisch und bietet der Stiftspitze zusätzlichen Schutz.

Da ich den Stift gerne sanft aufsetze, habe ich die Empfindlichkeit der Spitze wie schon bei
meinem Intuos 3 höher gesetzt. Das GT spürt unter der höchsten Stiftempfindlichkeit den bereits
kleinsten Druck auf der Arbeitsfläche. Die gleichen Einstellungen können für das Radiergummi
vorgenommen werden. Diese Einstellungsmöglichkeiten finde ich besonders hilfreich, da die
individuelle Handhabung und Präferenz der Linienführung eines jeden Zeichners berücksichtigt
werden können.

ExpressKeys und Touch Ring

Die schon bei den Vorgängern existierenden ExpressKeys sind nach wie vor eine tolle Sache. Mit
Hilfe von 8 Tasten kann eine Reihe von Befehlen festgelegt werden, seien es gängige Befehle wie
z. B. „Vergrößern” oder „Verkleinern” oder auch eigene Shortcuts. Der individuelle Workflow wird
mit den ExpressKeys wirklich gut unterstützt. Auch können die Keys für jede Anwendung anders
belegt werden, was ziemlich nützlich ist, da oftmals unterschiedliche Shortcuts für unterschiedliche
Programme verwendet werden.

 

Den Touch Ring hingegen finde ich nicht so gut gelungen, da die kreisenden Finger-Bewegungen
auf dem Ring irgendwie noch nicht so gut funktionieren. Bei z. B. „Zoom” wird das Bild mal größer
und mal kleiner. Da ist es einfacher mit den ExpressKeys die Ansicht zu ändern. Für mich reichen
die 8 ExpressKeys aus, weshalb ich persönlich bei dem Touch Ring keine so große Verwendung
finde.

Touch Funktion

Die Touch Funktion, die über einen ExpressKey an- bzw. ausgeschaltet und auf der Arbeitsfläche
mit den Fingern ausgeführt wird, ist ein ganz nettes Gimmick, das ein Trackpad ersetzen soll. Mit
der Touch Funktion können die gleichen Gesten wie bei einem Mac Trackpad angewendet
werden. Reichen diese nicht aus, können auch noch eigene Gesten festgelegt werden. Z. B. ist
Tippen mit 1 Finger = linker Mausklick, Tippen mit 2 Fingern = Rechtsklick und Wischen mit 4
Fingern nach oben = Mission Control.

Wie schon der Touch Ring ist auch diese Touch Funktion für mich nicht relevant. Wenn ich den Stift
nutze, brauche ich kein zusätzliches Trackpad. Generell werden die Gesten teilweise zu spät
erkannt und die Ausführung ist daher relativ laggy und stört eher den schnellen Workflow eines
Zeichners. Wenn ich den Stift in der Hand halte und gleichzeitig Gesten mit den Fingern der
gleichen Hand mache, passiert oft gar nichts oder erst mit großer Verzögerung. Ich vermute, dass
die Nähe des Stifts zum GT die Touch Funktion stört. Theoretisch könnte man den Stift weiter weg
halten und mit den Fingern der anderen Hand die Gesten machen. Aber auch das hat nicht so gut
funktioniert, da ich keine Linkshänderin bin.

Zeichnen mit dem Grafiktablett

Die 2048 Stiftdruckstufen können sich wirklich sehen lassen. In ganz natürlicher Stifthaltung
können komplett ruckelfreie Linien geführt und gezeichnet werden. Egal ob ich leicht oder eher
stark aufdrücke, die Linienführung kann das GT stets wie gewünscht und gefordert in meinem
Zeichenprogramm umsetzen. Hier macht Wacom eine hervorragende Arbeit und es gibt daher
auch absolut nichts zu bemängeln.

Hier eine Zeichnung, die im Laufe des Tests entstanden ist:

 

Fazit (4 Sterne)

Das Zeichnen mit Wacom Grafiktabletts macht wirklich viel Spaß! Auch beim Intuos Pro M
überzeugt Wacom mit dem Design des Tabletts, dem batterielosen Stift und natürlich auch mit der
Arbeitsfläche, auf der absolut tolle Linien gezeichnet werden können.

Ob letztendlich die Größe M oder L besser ist, ist denke ich Geschmacksache. Ich persönlich
bevorzuge eine etwas größere Arbeitsfläche, auf der ich größere Bewegungen machen kann. Eine
kleine Fläche kann aber ebenfalls von Vorteil sein, weil das Handgelenk durch die eher kleineren
Bewegungen geschont wird.

An die raue Arbeitsfläche muss man sich erst gewöhnen, hier bevorzuge ich ganz eindeutig die
glatte Version vom Intuos 3. Wer allerdings mit der Intuos Pro Version in die Wacom Grafiktablett
Serie einsteigt, sollte keine so große Probleme haben. Die raue Oberfläche ist einfach nur anders,
aber nicht unbedingt schlechter.

Was mich leider gar nicht überzeugt hat, sind die Touch Funktionen und der Touch Ring. Die
Handhabung ist aufgrund von Verzögerungen nicht angenehm und kann frustrieren. Da sind die
ExpressKeys schneller, besser und vor allem für mich persönlich vollkommen ausreichend.

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Vorteile

  • Sehr hohe Anzahl an Stiftdruckstufen, welche ein sehr präzises Zeichnen erlaubt
  • Mattes Gehäuse, das nicht so schnell zerkratzen oder Fingerabdrücke einfangen kann
  • Sowohl Links- als auch Rechtshänder freundlich
  • Viele ExpressKeys, die individuell gestaltet werden können
  • Schnurlose Verbindung möglich
  • Automatische Abschaltung bei schnurloser Verbindung spart Akku
  • Batterieanzeige auf dem Rechner, die anzeigt, wie viel Akku das GT noch hat
  • 10 Ersatz-Stiftspitzen inklusive

Nachteile

  • Touch Ring und Touch Funktionen zu langsam
  • Arbeitsfläche könnte je nach Präferenz zu klein sein
  • Arbeitsfläche könnte je nach Präferenz zu rau sein
  • Am Stift und auf dem matten Gehäuse sammelt sich leicht Staub

 

Adobe Photoshop Elements 15

Einleitung

Da ich mir Anfang Dezember die Adobe Creative Cloud mit Adobe Photoshop CC und
Lightroom CC geholt habe, werde ich an vielen Stellen auf die Unterschiede zwischen Photoshop
Elements und Photoshop CC eingehen.

Photoshop Elements 15 wird im weiteren Verlauf des Testberichts als Elements und Photoshop CC
als PS CC bezeichnet.

Testumgebung

Für die Tests habe ich mein MacBook Air (OS X El Capitan Version 10.11.6) verwendet. Die
Anwendung habe ich von der Adobe-Webseite heruntergeladen. Die Seriennummer erhielt ich von
ALTERNATE per E-Mail.

Installation und Start

Die Installation ist spielend einfach. Installationsdatei öffnen, Anweisungen befolgen, kurz warten
bis alle Dateien kopiert sind und fertig! Danach müssen nur noch die Adobe ID und Seriennummer
der Anwendung eingegeben werden und schon kann die Bildbearbeitung beginnen. Ein gedrucktes
Handbuch ist nicht notwendig, da sämtliche Anleitungen zu den Funktionen von Elements, sortiert
nach Themen, online verfügbar sind. Hinzu kommt, dass die Anleitungen sehr vielfältig und leicht
verständlich sind.

Elements startet mit einem Begrüßungsfenster, in dem eine der drei Funktionen „Fotoeditor”,
„Organizer” oder „Videoeditor” ausgewählt werden kann, wobei „Videoeditor” nur einen Link zum
Kauf von Adobe Premiere Elements enthält. Das Begrüßungsfenster ist beim Starten optional. Es
kann auch festgelegt werden, dass ohne Begrüßung eine Funktion gestartet wird.

Arbeitsbereich

Wer schon mal mit Photoshop CC gearbeitet hat, erkennt sofort (s. unten), dass die Oberfläche
von Elements selbst in der Expertenansicht viel simpler ist, wobei die Schnellansicht noch weniger
Werkzeuge beinhaltet. Die Icons und Schrift von Elements sind größer und die gesamte
Oberfläche wirkt bunter als bei PS CC. Einstellungen eines Werkzeugs werden nicht wie bei PS
CC oben, sondern unten eingeblendet. Bestimmte Funktionen, wie z. B. „Protokoll” oder
„Navigator”, können wie schon bei PS CC als schwebende Fenster angezeigt oder auf der rechten
Seite angedockt werden.

Die Personalisierung des Arbeitsbereichs geht bei Elements fast genauso gut wie bei PS CC.
Allerdings können Fensterelemente nur noch auf der rechten Seite angedockt werden. Die
Werkzeugleiste auf der linken Seite lässt sich gar nicht verändern, man kann die Position nicht
verschieben oder die Breite der Leiste verringern. Auch ist die Anzeige der Werkzeugeinstellungen
unten fest und lässt sich nicht im Arbeitsbereich verschieben. Neben der Personalisierung des
Arbeitsbereichs habe ich die Anzahl der Protokollstufen von 50 auf 1000 erhöht, was bei Elements
zum Glück möglich ist.

Das Zoomen ist bei PS CC schneller als bei Elements. Auch besitzt Elements kein Anti-Aliasing für
seine Zoomstufen. Das heißt, Bilder, die in der Zoomstufe von z. B. 66% dargestellt werden, sind
in Elements leicht verpixelt. Unten sieht man die Zoomstufe 66% bei Elements (links) und PS CC
(rechts).

Fotoeditor

RAW Bilder

Die Bearbeitungsmöglichkeiten von RAW Bildern in Elements sind nicht so umfangreich wie in PS
CC. PS CC hat Einstellungen (links), die in Elements (rechts) fehlen.

Die Helligkeit und Tiefen der RAW Bilder können in Elements zwar korrigiert werden, es ist aber
keine farbliche Anpassung direkt im RAW Plugin möglich. Auch gibt es keine Möglichkeit Bilder zu
verzerren oder zu drehen. Unten ist ein RAW Bild vor (links) und nach (rechts) seiner Bearbeitung
im RAW Plugin von Elements zu sehen.

Schnellmodus

Im Schnellmodus können anhand von 6 Einstellungen (s. unten links) die Helligkeit und die Farben
eines Bildes verändert werden. Dabei gibt es je Einstellung sowohl einen Schieberegler als auch
voreingestellte Werte, die jeweils durch ein Vorschaubild veranschaulicht werden.

Auch wenn ich am Anfang eher skeptisch war, hat der Schnellmodus ganz gute Ergebnisse
geliefert, wie man am unteren Bild sehen kann. Zwar können die Farben nur in der Gesamtheit
verändert werden, aber bei nicht zu dunklen und kontrastreichen Alltagsfotos reichen diese
Einstellungen aus.

Außerdem können noch Filter, Strukturen und ein Rahmen zum Bild hinzugefügt werden. Die
Filterfunktion finde ich ganz nett, da je nach Filter beim Bild eine andere Atmosphäre geschaffen
wird. Zusätzliche Strukturen und Rahmen sind Funktionen, die ich persönlich nie nutzen würde, da
ich sie etwas zu over the top finde. Unten wurde der Filter „Lichtleck” beim Pikachu-Foto
angewendet:

Assistentenmodus

Im Assistentenmodus können Bilder mittels 40 Bearbeitungswerkzeugen zum gewünschten
Ergebnis geführt werden. Der Modus heißt „Assistent”, da jede Bearbeitung mit einer Schritt-für-
Schritt Anleitung ausgestattet ist, so dass man die Änderungen am Bild nachvollziehen kann.
Diese Werkzeuge umfassen Basiseinstellungen wie z. B. „Helligkeit und Kontrast”,
Farbeinstellungen wie z. B. „Farbstich entfernen” und auch kreative Bearbeitungen wie z. B.
„Fototext”.

Im unteren Bild ist das Werkzeug „Tonwertkorrektur” zu sehen:

 

Die Anleitungen finde ich eine tolle Sache, da man als Einsteiger nicht mehr ahnungslos an
irgendwelchen Reglern hantieren muss, sondern auch erfährt, was genau an einem Bild verändert
wird. Die Thumbnails der einzelnen Werkzeuge verdeutlichen anhand eines Vorher- bzw.
Nachherfotos die Ziele des Werkzeugs. Ich denke, dass der Assistentenmodus eines der besten
Features von Elements ist, da es auch viel Spaß macht, unterschiedliche Einstellungen zu testen.

Unten habe ich die in Elements 15 neu hinzugefügten Werkzeuge „Fototext”, „Malerisch” und
„Effektcollage” angewendet und muss sagen, dass mir die Ergebnisse sehr gut gefallen. Mit
Elements können schnell und einfach effektive Designelemente erstellt werden.

Expertenmodus

Im Expertenmodus, der PS CC am nächsten ist, gibt es die vollständige Palette an Werkzeugen
und das Bild kann anhand von Ebenen und Ebenenfiltern bearbeitet werden. Unter „Überarbeiten”
gibt es viel mehr automatische Korrekturmöglichkeiten als in PS CC. Es gibt auch einige
Einstellungen, die mit einem Regler verändert werden können, aber die von mir in PS CC am
häufigsten verwendete Einstellung „Selektive Farbkorrektur” ist in Elements leider nicht vorhanden.

Eine Neuerung in Elements 15 ist die wirklich schnelle Anpassung von Gesichtsmerkmalen. Mit
wenigen Klicks können der Gesichtsausdruck und auch das Aussehen einer Person komplett
verändert werden. So können z. B. Gesichtsausdrücke von neutral zu fröhlich transformiert
werden. Unten sieht man ein Gesicht vor (links) und nach (rechts) der Anpassung in Elements.

Organizer

Im Organizer von Photoshop Elements 15 können Bilder importiert und diese anschließend zu
Alben organisiert werden. Den Bildern können Personen, Ereignisse und Orte zugeordnet werden.
Anschließend kann man ein gesamtes Album als Diashow präsentieren und dabei unterschiedliche
Präsentationsstile verwenden. Die Diashow kann aufgrund bestimmter Dekorationselemente, wie
z. B. animierter Hintergrund, ziemlich laggy sein. Auch gibt es keine Möglichkeit das Anzeigen der
Fotos zu beschleunigen bzw. zu verlangsamen, was ich etwas schade finde.

Abgesehen von der Diashow gibt es noch einige andere Funktionen, wie z. B. das Erstellen einer
Collage oder eines Kalenders aus ausgewählten Fotos. Während die Collage eine nette Idee ist,
ist das Template des Kalenders wirklich in die Jahre gekommen. Generell wirkt das Design vom
Elements Organizer ziemlich veraltet, was mich erstaunt, da dies bei Elements selbst nicht der Fall
ist.

Fazit (4 Sterne)

Photoshop Elements 15 eignet sich gut für Menschen, die vorher noch nie oder sehr selten
Photoshop verwendet haben. Aber gerade weil Elements anfängerfreundlich ist, darf man nicht
vergessen, dass viele Bearbeitungsmöglichkeiten, wie z. B. „Selektive Farbkorrektur” oder
Einstellungen beim RAW Plugin, die in PS CC verfügbar sind, in Elements nicht existieren. Auf der
anderen Seite ist in Elements der Arbeitsbereich dank der 3 Modi „Schnell”, „Assistent” und
„Experte” übersichtlich und überschaubar, was bei PS CC nicht unbedingt der Fall ist. Da
überwältigt einen die komplexe Oberfläche schnell.

In Elements können bereits im Schnellmodus gute Bearbeitungsergebnisse erzielt werden, ohne
dass man irgendwelche Begriffe nachschlagen muss. Mit dem wirklich gelungenen
Assistentenmodus können neben der reinen Bearbeitung von Fotos schöne Designs für z. B.
Grußkarten oder Webseiten erstellt werden. Falls diese beiden Modi nicht ausreichen sollten, kann
noch auf den Expertenmodus gewechselt werden, bei dem sich etwas erfahrene Nutzer noch mehr
austoben können.

Beim Organizer wird man denke ich nicht so häufig Verwendung finden, da dieser veraltet wirkt
und heutzutage einfach bessere Programme auf dem Markt sind, welche Fotos sortieren und
Diashows ohne Verzögerung abspielen können.

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Vorteile

  • Anfängerfreundlich, da übersichtliche Oberfläche und viele Hilfestellungen
  • Obwohl viele Bearbeitungsmöglichkeiten von PS CC fehlen, ist eine gute Bildbearbeitung
    möglich
  • Sehr gelungener Assistentenmodus mit vielen Bearbeitungswerkzeugen
  • Sehr viel günstiger als PS CC (kein monatliches Abo)

Nachteile

  • Nicht so viele Bearbeitungsmöglichkeiten wie PS CC
  • Arbeitsbereich kann nicht so individuell gestaltet werden
  • Kein Anti-Aliasing beim Zoomen
  • Mehrkosten bei Upgrade zu einer neueren Version

 

Epson ET-4550

Einleitung

Als Hobby-Zeichnerin und -Fotografin habe ich während des Tests besonderen
Wert auf die Druck- und Scanqualität gelegt. Da ich zu Hause keine Möglichkeit habe Faxe zu
schicken bzw. zu empfangen, wurde diese Funktion des Geräts nicht getestet.

Packungsinhalt

Das Multifunktionsgerät Epson ET-4550 kam sicher und gut verpackt bei mir an. Da man das Gerät
an vielen Stellen aufmachen kann (z. B. Scanner-Deckel), wurden diese Stellen mit Klebeband
befestigt. Die Tintenflaschen befinden sich jeweils in einer Vakuumverpackung.

Lieferumfang

– 1x Epson ET-4550 Multifunktionsgerät
– 1x Software CD
– 1x Stromkabel
– 2x 664 ECOTANK Cyan Ink Bottle (70 ml)
– 2x 664 ECOTANK Magenta Ink Bottle (70 ml)
– 2x 664 ECOTANK Yellow Ink Bottle (70 ml)
– 2x 774 PIGMENT Black Ink Bottle (140 ml)
– 3x Schnellstart Anleitungen (Deutsch und andere Sprachen)
– 3x Sicherheitshinweise zur Nutzung des Geräts und der Tinte
– 1x Information Booklet (Garantie)

Ein gedrucktes Handbuch ist nicht dabei, kann jedoch auf https://www.epson.de/products/printers/
inkjet-printers/consumer/ecotank-et-4550 als PDF-Datei heruntergeladen werden. Das 152-seitige
Handbuch ist nur bedingt notwendig, da viele Geräteeinstellungen selbsterklärend sind, wenn man
früher schon mal einen Drucker bzw. Scanner benutzt hat.

Testumgebung

Für die Tests habe ich mein MacBook Air (OS X El Capitan Version 10.11.6) verwendet. Da mein
Laptop kein CD-Laufwerk hat, habe ich den Treiber von der Epson-Webseite heruntergeladen.

Einrichtung und Installation

Die 4 Tintenbehälter befinden sich auf der rechten Seite unter einer Abdeckung. Das Auffüllen der
Behälter ist ziemlich simpel und relativ selbsterklärend. Tintendeckel abknicken, Tinte in den
passenden Behälter und fertig! Die Schnellstart Anleitung habe ich nur gebraucht, um
sicherzugehen, dass ich keine wichtigen Details übersehe. So steht in der Anleitung, dass der
gesamte Inhalt einer Tintenflasche verwendet werden soll. Während des Auffüllens empfiehlt es
sich, Handschuhe zu tragen, da ich relativ schnell Tinte an die Hände bekommen habe. Die Tinte
kann zum Glück mit etwas Seife und Schrubben entfernt werden. Auch sollte man Küchenpapier
unter die Behälter legen, damit keine Farbe auf den Boden tropft. Das Auffüllen aller Behälter hat
ca. 10 Minuten gedauert.

Vor der ersten Nutzung des Geräts werden weitere 20 Minuten für die Initialisierung benötigt. Um
das Gerät nun von meinem Laptop aus nutzen zu können, bietet Epson ET-4550 zwei
Möglichkeiten an: kabelgebunden oder schnurlos. Im Zeitalter des Kabelsalats habe ich mich
natürlich für die schnurlose Verbindung entschieden. Hierfür muss man nur die entsprechenden
WLAN Anmeldedaten ins Gerät eingeben. Mein Laptop hat es anschließend, sogar ohne Eingabe
der IP, sofort gefunden und zur Liste „Drucker & Scanner” hinzugefügt.

Eine Installation des Treibers ist beim Mac OS nicht zwingend notwendig. Allerdings weiß ich aus
Erfahrung, dass, obwohl ich ohne Installation bereits drucken und scannen könnte, bestimmte
Einstellungsmöglichkeiten nur nach der Installation des Treibers verfügbar sind. Leider steht weder
im Handbuch noch in der Schnellstart Anleitung, welche der vielen Dateien auf der Epson-
Webseite installiert werden müssen. Nach einigem Probieren habe ich dann herausgefunden, dass
mit „Epson Product Setup” alle notwendigen Treiber und Software automatisch installiert werden.

Handhabung

Was mir an dem Gerät besonders gut gefällt, sind die mechanischen Tasten, die viel einfacher zu
bedienen sind als die winzigen Eingabefelder auf einem Touch-Display. Oftmals sind die Touch-
Displays von Multifunktionsgeräten so klein, dass man mit dem Finger regelmäßig daneben tippt.
Mit den großzügig ausgelegten Tasten am Epson ET-4550 sitzt jede Eingabe. Auch das Eingeben
von Zahlen ist durch das vorhandene Zahlenpad angenehm. Die Tasten „B&W” und „Color” habe
ich insbesondere während des Kopierens als sehr praktisch empfunden. So muss man nicht
ständig die Kopiereinstellungen ändern und kann mit dem entsprechenden Knopf schnell
Schwarzweiß- oder auch Farbkopien machen.

Die Menüführung ist strukturiert und kommt ohne viel Schnickschnack aus. Man kann dort
rudimentäre Einstellungen, wie z. B. Papiergröße, eingeben. Erweiterte Einstellungen, wie z. B.
Farbanpassungen oder dpi, sind dann in der Software auf dem Rechner vorzunehmen. Diese
Handhabung finde ich persönlich besser als sämtliche Einstellungen mit den Pfeiltasten eingeben
zu müssen, zumal es einfacher ist Details mit der Maus auszuwählen.

In das Papierfach können insgesamt 150 A4 Standardseiten eingelegt werden. Falls man kleinere
Formate verwendet, so kann die Größe mit den Schiebereglern horizontal und vertikal eingestellt
werden. Der vertikale Regler rastet bei bestimmten Größen ein, was ich ziemlich gut finde, da das
Papier dabei nicht so leicht verrutschen kann, was bei meinem alten Drucker der Fall war.

Neben den positiven Punkten muss ich leider anmerken, dass das Display ein wenig größer sein
könnte. Hinweistexte können teilweise nicht komplett dargestellt werden, so dass diese
automatisch nach links und rechts scrollen, was anfangs etwas nervig ist.

Drucken

Man kann zwischen 4 unterschiedlichen Papiersorten und 5 unterschiedlichen Qualitätsstufen
auswählen. Außerdem liefert der Treiber eine „EPSON Modus Farbanpassung”, die die Qualität
der Ausdrucke stark beeinflussen kann. Dabei kann man einstellen, ob die Farben manuell oder
automatisch durch eine Szenenkorrektur angepasst werden sollen.

Texte

Der Ausdruck von Texten ist wirklich gut. Vor allem verläuft die Tinte nicht am Rand der
Buchstaben, was bei billigen Druckern oft der Fall ist. Möchte man lediglich nur Texte ausdrucken,
so reicht die Qualität „Normal” vollkommen aus. „Extra fein” lässt den Text zwar etwas dicker, aber
nicht unbedingt besser aussehen. Hier ein direkter Vergleich:

Bilder

Beim Testen von Bilddrucken habe ich sowohl die automatische als auch manuelle Farbanpassung
verwendet und muss sagen, dass die automatische Szenenkorrektur mich nicht überzeugt hat, da
alle ausgedruckten Bilder einen Rotstich hatten. Auch ist die Auswahl an Szenen so gering, dass
sie die Vielfältigkeit vieler Bilder nicht abdecken kann.

Die manuelle Anpassung hat dagegen zu meiner Überraschung sehr gute Druckergebnisse
geliefert. Hier kann die farbliche Stimmung jedes Bildes extra angepasst werden, so dass während
des Druckens bei einem z. B. bläulichen Bild mehr Cyan und bei einem Bild mit viel Sonne mehr
Gelb berücksichtigt werden. Da Ausdrucke von herkömmlichen Druckern gerne dazu neigen,
kontrastlos und dunkel zu werden, habe ich die Einstellungen der Helligkeit, des Kontrasts und der
Sättigung sehr begrüßt. Diese führen, je nach Stärke, zu einem sichtbaren Unterschied zwischen
den Ausdrucken.

Unten habe ich mehrere Ausdrucke (mattes Fotopapier, Qualität „Extra fein”, Helligkeit +5, Kontrast
+5, Sättigung +5) neben Drucken aus einer professionellen Druckerei gelegt. Man kann erkennen,
dass Epson ET-4550 zwar etwas dunkler druckt, ansonsten aber sehr farbtreue Ergebnisse liefert.
Auch die Darstellung und Klarheit der Details können mit der Qualität der Druckerei mithalten.

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit des Druckens variiert mit der Auswahl der Druckqualität und ist bei „Extra
fein” natürlich höher als bei „Entwurf”. Auch wenn Epson ET-4550 eine Option mit „Druck mit hoher
Geschwindigkeit” anbietet, ist diese nicht unbedingt zu empfehlen, da das Gerät dabei viel zu oft
schief druckt. Dies ist jedoch nicht ganz so schlimm, da auch ohne diese Option das Ausdrucken
von normalen Texten recht zügig ist: Bei Qualität „Normal” beträgt die Druckgeschwindigkeit ca. 20
schwarzweiß Seiten pro Minute. „Extra feine” Bildausdrucke benötigen dagegen schon mal eine
Minute, die ich aber bei der wirklich guten Druckqualität gerne in Kauf nehme.

Scannen

Scans können direkt über das Bedienfeld des Geräts getätigt werden. Allerdings gibt hierbei so gut
wie keine Einstellungsmöglichkeiten (nur die Auswahl zwischen JPG und PDF als Dateiformat) und
die schnurlose Übertragung zum Rechner versagt ab und zu, so dass ich dann doch auf die vom
Treiber installierte Software „EPSON Scan” zurückgreife:

Mit Hilfe der Software können Bilder und Texte bis zu 1200 dpi (horizontal) und 2400 dpi (vertikal)
ohne jegliche Farbkorrektur eingescannt und in der kleinsten Komprimierung gespeichert werden.
Dies ist für mich als Künstlerin besonders wichtig, da eine gezwungene Farbkorrektur durch den
Scanner ein gesamtes Bild kaputt machen kann.

Texte

Beim Scannen von Textdokumenten kann entweder das Vorlagenglas oder der automatische
Vorlagenwechsler (ADF) verwendet werden. ADF ist besonders nützlich, wenn man mehrseitige
Textdokumente einscannen möchte. Die einzelnen Seiten werden automatisch eingezogen,
gescannt und in der finalen PDF-Datei hintereinander gereiht. Dieser automatische Prozess spart
viel Zeit, da nicht mehr jede Seite gewechselt und die gescannten Seiten manuell zu einer Datei
kombiniert werden müssen. Leider kann es vorkommen, dass eine Seite schief eingezogen und
somit auch schief eingescannt wird. Daher sollte man sich vor dem Scannen immer vergewissern,
dass alle Seiten im ADF gerade liegen.

Bilder

Unten ist ein Scan vor und nach einer farblichen Nachbearbeitung in Photoshop zu sehen. Das
eingescannte Bild ohne Nachbearbeitung (links) besitzt einen leichten Rotstich, hat aber
ansonsten eine ziemlich hohe Qualität, was die Details angeht. Der Rotstich lässt sich schnell mit
jedem Bildbearbeitungsprogramm entfernen und ist für mich daher nicht so schlimm.

Kopieren

Neben den guten Druck- und Scanergebnissen bin ich auch von der Kopierqualität des Epson
ET-4550 begeistert! Nach einigen schnellen Einstellungen am Bedienfeld des Geräts, wie z. B.
Größe und Qualität der Kopie, kann das Kopieren mit einem weiteren simplen Knopfdruck
gestartet werden. Eine Kopie der höchsten Qualität „Text & Bild Opt.” dauert selbstverständlich
länger als eine Kopie der niedrigsten Qualität „Text”, liefert aber auch ein sehr gutes Ergebnis (s.
unten). Kopiereinstellungen werden nach Ausschalten des Geräts gespeichert, ein weiterer
Pluspunkt wie ich finde, da man nicht jedes Mal die Einstellungen neu eingeben muss.

Abgesehen davon, dass die Kopie (s. unten) etwas dunkler ist, was vermutlich am Druckerpapier
liegt, bin ich überrascht, dass die Farben ohne jegliche Korrektur so gut wiedergegeben werden
können. Auf der anderen Seite ist es schade, dass nur 3 Kopiergrößen (A4, A5 und Legal)
eingestellt werden können.

Mobile App

Epson ET-4550 lässt sich nicht nur durch das Bedienfeld am Gerät und die Software auf dem
Rechner, sondern auch durch die Epson-App „iPrint” auf einem Android oder Apple Gerät steuern.
Dokumente, Bilder und sogar Webseiten können somit schnell ausgedruckt werden, ohne dass
diese zuerst vom mobilen Endgerät auf den Rechner übertragen werden müssen. Auch kann
etwas direkt auf das mobile Endgerät gescannt werden. Der Scan kann anschließend entweder auf
dem lokalen Speicher oder in einer Cloud, wie z. B. Dropbox, gespeichert werden.

Da sich die Einstellungsmöglichkeiten in der App für das Drucken bzw. Scannen in Grenzen halten
(weniger Qualitätsstufen und keine Farbanpassungen), sollte man bei Bildern mit vielen Details
doch lieber zur Software am Rechner wechseln. Am unteren Bild erkennt man den nicht
unerheblichen Unterschied zwischen Scannen mit der App (links) und Scannen mit der Software
(rechts).

Fazit (5 Sterne)

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Epson ET-4550 mich wirklich positiv überrascht hat.
Ich hätte nicht erwartet, dass ein Multifunktionsgerät in allen drei Bereichen Drucken, Scannen und
Kopieren so gute Ergebnisse erzielen kann. Und das, obwohl die Tintenflaschen (bei 70 ml und
140 ml) insgesamt gerade mal 45 Euro kosten! Auch ist das Gerät trotz des selbstständigen
Auffüllens der Tintenbehälter schnell einzurichten und besitzt wegen der großen mechanischen
Tasten eine gute und angenehme Bedienbarkeit. Es ist zudem sehr viel kleiner und leichter als
mein altes Multifunktionsgerät, das bei Weitem nicht so gute Druck- und Scanqualität aufweisen
kann. Die App ist noch ausbaufähig, bietet aber momentan bereits die wichtigsten Funktionen an,
um schnell Texte drucken und einscannen zu können. Der Preis des Geräts ist zwar etwas höher
als bei anderen Multifunktionsgeräten, gleicht sich aber mit den niedrigen Preisen der Tinte wieder
aus.

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Vorteile

  • Sehr gute Druck-, Scan- und Kopierqualität
  • Viele Einstellungsmöglichkeiten beim Drucken und Scannen
  • Über App steuerbar
  • Tinte relativ günstig
  • Ein- und Ausschalten sehr schnell (ca. 5 Sekunden)
  • Klein und leicht
  • ADF und Duplex verfügbar
  • Energiesparmaßnahmen vorhanden

Nachteile

  • Preis etwas höher als andere Multifunktionsgeräte
  • Beim Auffüllen der Tintenbehälter kann Farbe auf die Hand oder Gegenstände kommen
  • Display etwas zu klein
  • Leichter Rotstich beim Drucken und Scannen, wenn keine Farbanpassung vorgenommen wird
  • App ist noch ausbaufähig
  • Druckt relativ laut
  • Druck-Turbomodus nicht so nützlich, da Ausdrucke dann oft schief sind

 

Canon EOS M3 (15-45 mm Objektiv)

Einleitung

Bis jetzt habe ich immer mit meiner (Einsteiger) Spiegelreflexkamera Nikon D5100
(18-105 mm Objektiv) Bilder gemacht. Die Nikon D5100 liegt preislich im gleichen Segment wie die
spiegellose Canon EOS M3, weshalb ich besonders gespannt bin, inwiefern sich die Kameras
unterscheiden. Da ich nur hobbymäßig fotografiere, bitte ich zu entschuldigen, dass ich nicht mit
Fachbegriffen aus der Fotografie um mich werfe. 😉

Im weiteren Verlauf des Testberichts wird die Canon EOS M3 als Canon und die Nikon D5100 als
Nikon bezeichnet.

Packungsinhalt

Lieferumfang

1x Canon EOS M3 (mit Gehäuseschutzkappe)
1x Objektiv EF-M 15-45mm f/3.5-6.3 IS STM
1x Akku (mit Kontaktabdeckung)
1x Akku-Ladegerät mit Netzkabel
1x Schulterriemen
1x Schnittstellenkabel (USB Typ A auf Mini-B)
4x Gedruckte Dokumentationen (Deutsch und andere Sprachen)
1x Garantie Informationen
1x Canon EOS M3 Companion App Leaflet

Neben dem gedruckten Handbuch gibt es für die Canon eine Begleiter App, die die wichtigsten
Funktionen der Canon mit Fotos und Videos erklärt. In der App gibt es außerdem noch eine Reihe
von Tipps und Tricks, die erklären, wie man in einigen Standard Fotosituationen gute Fotos
machen kann. Die App ist mehr als Motivation für den ersten Tag gedacht. Tiefergehende Tutorials,
die einen auf vielfältigere Fotosituationen vorbereitet, existieren leider nicht. Hier verschenkt
Canon meiner Meinung nach viel Potential für eine tolle Idee, die nicht weit genug verfolgt wurde,
sehr schade.

Einrichtung

Die Einrichtung ist sehr einfach und auch ohne Handbuch möglich. Da der Akku nicht vollständig
aufgeladen war, musste dieser zuerst geladen werden. Nach ca. 2 Stunden habe ich den vollen
Akku und eine 16 GB SD-Karte eingesetzt. Mit einer leichten Drehbewegung lässt sich das
Objektiv anbringen und schon kann das Fotografieren beginnen! Die Schutzkappen von Kamera
und Objektiv, die man nur benötigt, wenn man die beiden Teile trennt, kann man
praktischer Weise zusammenstecken.

Handhabung

Die Canon ist sehr leicht und handlich im Vergleich zu einer Spiegelreflexkamera bzw. zu meiner
Nikon. Oft habe ich meine große Nikon nicht auf eine kurze oder spontane Reise mitgenommen,
da sie sehr sperrig sein kann. Unterwegs habe ich mir dann doch gewünscht eine richtige Kamera
zu haben und mich geärgert, dass ich nur mit meiner Handykamera fotografieren konnte. In so
einer Situation kann die Canon immer ohne Bedenken eingepackt werden. Zum Verstauen in der
Tasche kann das Objektiv in die Transportstellung gebracht werden und die Canon ist kaum größer
als eine Kompaktkamera. Trotz der kompakten Bauweise lässt sich die Canon gut in der Hand
halten und alle Bedienelemente lassen sich hervorragend erreichen.

Der Touchscreen ist eine wunderbare Ergänzung zu den restlichen Knöpfen und Rädern der
Canon. Es lassen sich alle Funktionen intuitiv mit den Knöpfen und Rädern vornehmen. Die
Knöpfe lassen sich dabei überraschend gut und präzise bedienen. Lediglich das Auswahlrad für
die Modi ist etwas schwierig zu drehen, da die Fläche, an der man es fassen kann, sehr klein ist
und das Rad einen großen Widerstand hat. Immerhin kann man so nicht aus Versehen einen
falschen Modus einstellen.

Das Display ist sehr schön und auch bei größerem Blickwinkel noch gut erkennbar. Es kann nach
oben oder unten geklappt werden. Beim Klappen nach oben kann das Display so weit in die Höhe
bewegt werden, dass man es von der Frontseite der Canon sehen kann. Wie gut das Display bei
sehr starkem Sonnenschein noch erkennbar ist, konnte ich leider nicht testen, da während des
Testzeitraums im Winter kein entsprechendes Wetter verfügbar war.

Der Blitz ist gut verstaut und im eingeklappten Zustand nicht bemerkbar. Durch einen kleinen
Schalter an der Seite kann er ausgeklappt werden, springt energisch aus seinem Loch und sieht
dann aus wie der kleine Müllroboter Wall-E. Hier muss man im Vollautomatik-Modus etwas
aufpassen, damit man sich nicht zu sehr erschreckt. Obwohl die Konstruktion des Blitzes
einigermaßen robust ist, muss man aufpassen, dass man den dünnen „Arm” nicht aus Versehen
abbricht.

Eine nicht so schöne Sache ist die Aufbewahrung der SD-Karte, die etwas unpraktisch beim Akku
am Boden untergebracht ist. Der Deckel des Aufbewahrungsortes geht relativ schwer auf und
muss zudem immer geschlossen werden, wenn man die Canon hinstellen möchte. Man kann die
SD-Karte also nicht so einfach schnell entnehmen und wieder einsetzen. Da finde ich die Lösung
der Nikon, bei der der Kartenslot an der Seite und leicht zu öffnen ist, eindeutig besser.

Fotografieren

Modus: Automatisch

Mit dem automatischen Modus können, ohne dass man sich Gedanken über Blende oder
Belichtungszeit machen muss, schnell und einfach Bilder gemacht werden. Natürlich ist eine
Einstellung des ISOs nicht möglich, so dass dieser oftmals relativ hoch ist. Die Canon versucht in
diesem Modus Objekte zu erkennen und richtet den Fokus an den erkannten Objekten aus,
erkennbar durch ein Rechteck auf dem Display. Durch Drücken auf den Touchscreen kann man
den Fokus auf andere Objekte lenken. Die Bilder sind zwar scharf, enthalten aber recht viel
Rauschen.

Modus: Halbautomatisch bzw. Manuell

Hier kann jeder Fortgeschrittene seiner Kreativität freien Lauf lassen und alle notwendigen
Einstellungen (ISO, Blende, Belichtung usw.) wie bei einer Spiegelreflexkamera vornehmen. Die
Einstellungen lassen sich über die beiden Drehräder schnell auswählen und werden anschließend
auf dem Display mit Hilfe von hübschen und übersichtlichen Grafiken angezeigt.

Beim leichten Berühren des Auslösers, so dass das gewünschte Motiv fokussiert wird, wird auf
dem Display bereits angezeigt, wie das Bild am Ende aussehen wird. So kann vor der Aufnahme
überprüft werden, ob die gewünschte Helligkeit erreicht wird. Der Ort, auf den fokussiert wird, kann
durch Tippen auf den Bildschirm oder auch mit den Richtungstasten gewählt werden und bleibt fest
in dem Bildbereich. Hierbei zeigt ein kleines Rechteck an, auf welchen Bildausschnitt die Canon
derzeit den Fokus hat.

Modus: Hybrid Auto

Dieser Modus macht sogenannte „Videotagebücher”. Hierbei wird ein kurzer 4-sekündiger Film vor
jedem Foto gemacht, welcher zum Foto abgespielt werden kann und quasi dokumentiert, wie das
Foto entstanden ist. Ich finde dies eine ziemlich witzige Idee, besonders auf einer Sightseeing Tour
mit Freunden. Hier kann später am Computer eine tolle Erinnerung entstehen, indem die Bilder
und Videos kombiniert werden.

Modus: Kreativassistent

In diesem automatischen Modus gibt es einige Einstellungen, die bestimmte künstlerische Effekte
erzielen sollen. Mit „Unschärfe” kann ein Hintergrund unscharf gemacht werden, so dass der
Fokus vorne liegt. Des Weiteren können Helligkeit, Kontrast, Farbsättigung, Farbton, Filter (S/W,
Sepia, Blau, Lila und Grün) eingestellt werden und so klassische Bildeffekte direkt bei der
Aufnahme integriert werden. Dieser Modus ist ganz nett, wenn man vor Ort keine
Bildbearbeitungsprogamme hat. Da die Bearbeitungsmöglichkeiten in diesem Modus allerdings
sehr beschränkt sind, bevorzuge ich doch die Bearbeitung am Rechner. Schade ist auch, dass in
diesem Modus keine RAW Bilder mitgespeichert werden. Sonst hätte man das Foto auch ohne
Filter noch zur weiteren Verwendung nutzen können. Eine manuelle Anpassung diverser
Einstellungen ist in diesem Modus leider nicht möglich.

Modus: Porträt

In diesem automatischen Modus wird das Motiv (also die Person) hervorgehoben, der Hintergrund
unscharf, die Haut und Haare reiner gemacht. Alle Einstellungen werden automatisch von der
Canon vorgenommen, so dass schnell hochauflösende Selfies gemacht werden können. Auch hier
können keine manuellen Anpassungen gemacht werden.

Modus: HDR

In diesem automatischen Modus werden 3 Bilder direkt hintereinander mit unterschiedlichen
Einstellungen aufgenommen und von der Canon zu einem einzelnen Bild zusammengesetzt. Auf
diese Weise werden besonders Nachtaufnahmen von Gebäuden richtig effektvoll. Profis könnten
Bilder dieser Art natürlich auch manuell aufnehmen. Für die schnelle und spontane Aufnahme beim
Sightseeing am Abend ist diese Funktion jedoch sehr hilfreich. Leider werden auch in diesem
Modus keine RAW Bilder gespeichert.

Videoaufnahmen

Videos können in VGA (640 x 480), HD (1280 x 720) oder Full HD (1920 x 1080) gemacht werden.
Die Modi, die beim Fotografieren verwendet werden, kann man selbstverständlich auch für
Videoaufnahmen nutzen. Hierfür muss nur der gewünschte Modus eingestellt und auf den
Aufnahmeknopf gedrückt werden.

Der automatische Aufnahmemodus ist, da Verschlusszeit und Blende automatisch nachgeregelt
werden, besonders bei Aufnahmen in einer beleuchteten Wohnung mit starkem Wechsel der
Helligkeit von großem Vorteil. Die automatische Anpassung funktioniert wunderbar, so dass eine
stabile Helligkeit erzielt werden kann.

Bildqualität

Fotos der Canon werden bei RAW Qualität in 24M mit 6000 x 4000 Pixel gespeichert. Die Dateien
sind dementsprechend stets über 30 MB groß. Die RAW Fotos der Nikon sind hingegen nur 16,2M
und 4928 x 3264 Pixel groß, weshalb bei der Nikon mehr Fotos auf der SD-Karte gespeichert
werden können.

Obwohl ich anfangs annahm, dass die Bildqualität der Canon wegen der hohen Auflösung nicht
besser sein kann, wurde ich positiv überrascht, als die Bildqualität der Canon trotz der hohen
Auflösung sogar bei geringem Licht noch sehr gut ist und meiner Meinung nach sogar die meiner
Nikon schlägt. Das Rauschen hält sich bei der Canon selbst bei ISO 3200 in Grenzen und Details
wie z. B. Schriften sind noch weiterhin klar erkennbar. Bei der Nikon setzt ein ähnliches Rauschen
bereits bei ISO 800 ein.

Mit der Canon konnte ich selbst bei geringem Licht gute Fotos machen (s. die 4 Beispielbilder
unten).

Fazit (5 Sterne)

Die Canon EOS M3 bietet alle Vorteile einer Kompaktkamera, wie z. B. eine geringe Größe und
viele automatische Modi, verfügt aber auf der anderen Seite über alle Einstellungsmöglichkeiten
einer Spiegelreflexkamera. Zudem sind von Canon viele weitere Wechselobjektive der EF-M Serie
erhältlich, so dass bei wachsendem Spaß an der Fotografie die Canon jederzeit um neue
Möglichkeiten erweitert werden kann. Wenn man bereits eine Canon Spiegelreflexkamera hat,
kann man deren Objektive durch einen Adapterring auch für die EOS M3 einsetzen – hier geht
natürlich der Vorteil der kleinen Bauweise verloren.

Leider habe ich keine gute Vergleichsmöglichkeit für die Akkulaufzeit und kann daher nicht sagen,
wie sich andere Kameras dieser Art schlagen. Nach 3 Abenden des intensiven Testens war der
Akku leer und benötigt nur 2 Stunden, um vollständig geladen zu werden. Für große Touren würde
ich mir einen zweiten Akku kaufen, der mit 45 Euro auch nicht zu teuer ist.

Vielen Hobbyfotografen wird sicherlich ein echter Sucher fehlen, was auch das stärkste Argument
gegen die M3 sein kann. Canon bietet zwar als zusätzliches Zubehör einen elektronischen Sucher
an, dieser ist aber sehr teuer.

Mir hat es großen Spaß gemacht mit der Canon zu arbeiten und sie wird auf jeden Fall fester
Begleiter auf allen Ausflügen werden. Das mitgelieferte Objektiv ist für den Start völlig ausreichend
und macht im Alltag seine Arbeit gut. Mir gefallen besonders die kompakten Abmessungen, die
sehr gute Bildqualität, sowie die Möglichkeit die Canon mit weiteren Objektiven ausstatten zu
können.

Blog_Testlogo_0117_180x167_5Sterne

Vorteile

  • Sehr gute Bildqualität auch bei geringem Licht
  • Rauschen hält sich in Grenzen und fängt erst bei ca. ISO 3200 an
  • Sehr gut funktionierender Touchscreen
  • Auf dem Display ist die Vorschau eines Fotos vor seiner Aufnahme möglich
  • Viele Modi, so dass man nicht viel an der Technik einstellen muss
  • Viele manuelle Einstellungsmöglichkeiten für Profis
  • Wechselobjektive verfügbar, sowohl spezielle kleine, an die Kamera angepasste als auch fast
    die gesamte Canon Produktpalette
  • Ziemlich leicht und gut zu transportieren
  • NFC Verbindung schnell

Nachteile

  • Blitz ist leicht abzubrechen, wenn er ausgeklappt ist
  • SD-Karte kann nicht so schnell eingesetzt und entnommen werden
  • RAW Dateien sind sehr groß, so dass man viele SD Karten einpacken muss
  • Kein Sucher vorhanden bzw. elektronischer Sucher sehr teuer

 

Wir danke Juanjuan Y. für ihren sehr ausführlichen Testbericht sowie das damit verbundene Engagement. Wie jeder unserer Produkttester darf auch sie das Paket bestehend aus einem Wacom Intuos Pro Pen & Touch M Grafiktablett, einer Adobe Photoshop Elements 15 Grafik-Software, einem Epson EcoTank ET-4550 Multifunktionsdrucker und einer Canon EOS M3 Digitalkamera behalten. Bewertet hat sie die einzelnen Produkte mit jeweils 4 – 5 Sternen.

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Eine Rückmeldung zu “Community-Beitrag zu einem Grafik-Bundle von Wacom, Canon, Epson und Adobe”

  1. paper writing service 8. Mai 2017 um 18:52 #

    The investigating of the capabilities of some systems will not only determine their advantages, but also will help to understand the functionality. This is important for each user.

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