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Community-Beitrag zu einem Makita Werzeugpaket

10 Mai

Willkommen zu unserem nächsten Produkttest. Unser Leser Mats-Hendrik K. durfte sich glücklich schätzen und ein umfangreiches Makita-Paket, bestehend aus Akku-Stichsäge DJV181Y1J 18V, Akku-Bohrschrauber DDF459RF4J, Akkusäbelsäge DJR183Y1J, Akkuwinkelschleifer DGA504Y1J und Baustellenradio DMR 107 , testen.
Hier könnt ihr nun seinen Testbericht lesen, viel Spaß!

Testbericht zum Makita Werkzeugpaket

Makita DDF 459 Akkubohrschrauber

Bedingungen: Landwirtschaftlicher Betrieb und Werkstatt

1. Verpackung

Der Akkubohrschrauber wird in einem Makita Makpac mit Kunststoffeinlage geliefert. In der Kunststoffeinlage sind Aussparungen für das mitgelieferte Zubehör, damit keine Sachen im Koffer verrutschen können. Der Makpac Koffer ist robust und lässt sich über Verschlüsse an den Seiten mit weiteren Makpac Koffern zu einer Einheit verbinden, die beim Transport nicht auseinanderfallen können.

 

2. Zubehör

In dem Makpac Koffer liegen neben dem Akkuschrauber noch 4x 3,0 Ah Akkus, das passende Ladegerät, eine Bedienungsanleitung und ein Doppelbit (Kreuz & Schlitz). Der Halter am Akkuschrauber, um diesen zum Beispiel an einer Hose einzuhängen, ist bereits fest montiert. Uns hat sehr gut gefallen, dass dem Akkuschrauber direkt vier größere Akkus spendiert wurden. Somit bildet der Akkuschrauber eine sehr gute Grundlage für weitere Makita Geräte oder erweitert den bestehenden Werkzeugbestand. Beim Doppelbit wäre es schön, wenn der Schlitz-Bit durch einen Torx-Bit (T20 oder T25) ersetzt werden würde, da wir so gut wie nie Schrauben mit einem Schlitz verwenden, aber das hängt vom Anwender ab.

3. Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme ist wie so oft bei Makita kinderleicht. Man steckt den passenden Akku in den Einschub und fertig. Zum Einsetzen des passenden Bits hält man die Bitaufnahme leicht fest, drückt den Richtungsschalter nach links und drückt langsam auf den Schalter. Nun bewegt sich die dreiarmige Bitaufnahme langsam nach vorne und greift den Bit. Zum Lösen des Bits drückt man den Richtungsschalter in die andere Richtung und drückt vorsichtig auf den darunter liegenden Schalter.
Wichtig ist hierbei, dass der Bohrer bzw. der Bithalter bis zum Anschlag in die Aufnahme gesteckt werden um eine höchstmögliche Stabilität zu gewährleisten.

4. Funktionen

4.1 Drehzahlumschaltung

Der Akkuschrauber verfügt über eine Drehzahlumschaltung auf der Oberseite. Über einen Schieber kann zwischen den Positionen 1 (=niedrige Drehzahl) und 2 (= hohe Drehzahl) gewählt werden.

4.2. Beleuchtung

Direkt unter der Aufnahme sitzt eine Lampe, die den Arbeitsbereich ausleuchtet. Die Lampe verfügt über ausreichend Leuchtkraft um auch bei Nacht bzw. schwierigen Sichtverhältnissen zu arbeiten. Mit etwas Gefühl lässt sich der Schalter leicht antippen und, ohne dass sich das Bohrfutter dreht, hat man eine zusätzliche Taschenlampe.

4.3 Anzugsmoment

Direkt vor der Aufnahme befindet sich ein Drehrad, mit dem man den Anzugsmoment des Akkuschraubers in mehreren Stärken verstellen kann. Dafür dreht man das Rad einfach auf die gewünschte Position, bis man ein leichtes Klacken hört und das Rad eingerastet ist. Neben den verschiedenen Anzugsmomenten gibt es noch eine Position für den Bohrbetrieb, der durch ein kleines Bohrersymbol dargestellt wird.

5. Verarbeitung & Optik

Der Akkuschrauber ist in Makita-Grün und Schwarz gehalten. Der gummierte Griff sorgt für einen festen Halt beim Arbeiten. An der Seite ist ein robuster Metallbügel, mit dem man den Akkuschrauber zum Beispiel an der Arbeitshose einhängen kann. Das Gerät liegt durch den ergonomisch geformten Griff gut in der Hand und ist ausbalanciert, das heißt es hat kein Übergewicht nach vorne oder hinten. Gerade beim waagerechten Arbeiten macht sich dies bemerkbar und entlastet die Hand zusätzlich. Der Schalter zum Wechseln der Drehrichtung sowie der Elektronikschalter lassen sich problemlos mit dem Daumen- und Zeigefinger bedienen.

 

6. Technische Daten

Mit einem Eigengewicht (inkl. Akku) von etwa 1,6kg bringt der Akkuschrauber schon ein stattliches Gewicht mit, dass aber durch die erbrachte Leistung auch gerechtfertigt ist. Im niedrigen Drehzahlbereich schafft der Akkuschrauber etwa 400 Umdrehungen pro Minute und im hohen Drehzahlbereich bis zu 1.500 Umdrehungen pro Minute im Leerlauf.

7. Praxiseinsatz

Wir haben den Akkuschrauber bei uns in der Werkstatt und im Betrieb vielfältig eingesetzt. Wir haben zum Einen Trapezbleche angeschraubt oder Löcher für Schrauben in Kalksandsteinwände und Holz gebohrt um daran Abtrenngitter im Stall zu befestigen. Alle Aufgaben hat der Akkuschrauber ohne nennenswerte Probleme gemeistert. Das Eindrehen von Schrauben gehörte dabei zu den einfachsten Aufgaben. Selbst 12x160er Schrauben konnten wir in zwei übereinander liegende Kanthölzer schrauben. Für das Abtrennheck haben wir ca. 40 der obigen Schrauben verwendet und bis zur letzten Schraube konnten wir keinen Leistungsabfall erkennen. Die wahre Kraft des Akkuschraubers merkt man dann, wenn sich der Bohrer verkantet hat und sich dann der Akkuschrauber selbst um die eigene Achse dreht bzw. es einen leichten Rückschlag gibt. In dem Moment greift dann auch die innere Kupplung und man sollte, zum Schutz des Akkuschraubers, es vermeiden mit aller Gewalt weiter Druck auszuüben und lieber wieder mit leichtem Druck neu ansetzten. Nebenbei muss man erwähnen, dass der Akkuschrauber im Allgemeinen sehr leise ist und keine unangenehme Lautstärke erzielt.

 

 

Zusätzlich habe ich den Akkuschrauber auch beim Eindrehen von kleinen Schrauben (3×12 / x16) im Modellbau benutzt. Mit der feinfühligen Steuerung konnte man selbst diese kleinen Schrauben langsam mit etwas Druck einschrauben. Selbst beim Arbeiten auf dem Rücken war es kein Problem kleine Schrauben festzuhalten und mit der anderen Hand den im Vergleich dazu recht großen Akkuschrauber zu bedienen. Beim Bohren mit einem 3mm Bohrer war es möglich sehr langsam und präzise zu arbeiten ohne beim Durchstoßen der Holzleiste diese zu beschädigen.

8. Fazit:

Neben dem Makita Baustellenradio DMR hat sich der Makita Akkuschrauber als wertvollstes Werkzeug auf unserem Betrieb herausgestellt. Man kann eigentlich nichts an dem Gesamtpaket aussetzen. Es wird ein kraftvoller Akkuschrauber geliefert, der mehr als genug Leistung hat, sei es für den handwerklichen, den landwirtschaftlichen oder den Hobby-Bereich. Dank der vier mitgelieferten Akkus und dem Ladegerät hat man durchgehend genug Akkuleistung zur Verfügung, da man es nicht schafft alle drei Akkus zu entleeren bis ein Akku komplett geladen wurde. Herausheben möchte ich noch einmal die feinfühlige Steuerung, die es erlaubt sehr genau und präzise zu arbeiten.

Bewertung: 5 Sterne

 

Makita DGA 504 Y1J Winkelschleifer

Bedingungen: Landwirtschaftlicher Betrieb und Werkstatt

1. Verpackung

Der Makita DGA 504 Winkelschleifer wird in einem neutralen Karton geliefert. In dem Karton sitzt der fest verpackte Makita Makpac der Größe 3. Im Makpac ist eine Kunststoffform, in der alle Zubehörteile eine separate Aussparung haben. Der Winkelschleifer und das mitgelieferte Zubehör sitzen somit fest im Makpac und können nicht verrutschen. In dem Makpac ist außerdem noch genügend Platz um Schutzausrüstung (Schutzbrille, Gehörschutz und Handschuhe) unterzubringen. In der oben genannten Kunststoffform können zudem noch mehrere 125er Scheiben in einer runden Aussparung abgelegt werden.

2. Zubehör

Neben dem DGA 504 Winkelschleifer und dem oben genannten Makpac Koffer liegen dem Set noch ein schraubbarer Griff, ein Schlüssel zum Wechseln der Trenn- & Schleifscheiben, die Bedienungsanleitung, eine Schleifscheibe und ein Makita 1,5 Ah 18V Akku bei. Ein Ladegerät liegt dem Set nicht bei und muss, wenn nicht bereits vorhanden, separat erworben werden. Das fehlende Ladegerät war in meinem Fall kein Problem, da wir bereits ein Ladegerät besitzen. Die Schleifscheibe ist eine nette Zugabe für den Einstieg.

3. Inbetriebnahme

Der Winkelschleifer wird in mehreren Einzelteilen geliefert. Zuerst muss man den Schutzschirm montieren. Hierfür benötigt man einen Kreuzschraubendreher um den Spannring etwas zu lösen. Der Schutz wird dann gemäß Bedienungsanleitung auf den Winkelschleifer gesteckt, wieder etwas mit einem Schraubendreher angezogen und dann mit dem Spannbügel gesichert. Danach wird der Innenflansch aufgesteckt und die jeweilige Trenn- oder Schleifscheibe eingelegt. Die Sicherungsmutter wird auf das Gewinde gedreht und mit dem gelieferten Schlüssel angezogen. Dabei muss die Spindelarretierung gedrückt werden, damit sich die Spindel beim Festziehen nicht dreht. Der Griff wird in das dafür vorgesehene Gewinde gedreht. Nach dem Anbringen aller Teile wird als Letztes der Akku eingesteckt. Insgesamt hat die (Erst-)Inbetriebnahme ca. 10 Minuten gedauert und hat keine Probleme bereitet, da alle Schritte in der Bedienungsanleitung ausführlich beschrieben und abgebildet sind. Das zwischenzeitliche Wechseln der Scheiben dauert ca. 2 Minuten.

4. Funktionen

4.1 Schutzmechanismen

Der DGA 504 verfügt über einen Überhitzungs- bzw. Überlastungsschutz, der verhindert, dass Schäden am Gerät oder an dem eingesteckten Akku auftreten. Sollte einer diese Schutzmechanismen greifen, dann muss entweder der benutzte Akku entfernt und geladen werden oder das Gerät zum Abkühlen bei Seite gelegt werden. In der gesamten Testphase haben wir es nicht einmal geschafft das Gerät an diese Belastungsgrenze zu bringen. Selbst beim Schneiden von mehreren Rohren mit einem Durchmesser von 2,5 Zoll und einer Stärke von 6mm wurde die Flex zwar etwas warm, aber hat nicht in den Schutzmodus gewechselt.

4.2 Akkuanzeige

Das Gerät bietet auf der Oberseite des Akkusteckplatzes eine Anzeige, die die vorhandene Akkuladung anzeigt.

4.3 Automatische Drehzahlumschaltung

Der Winkelschleifer schaltet je nach Belastung und Leistungsabfrage automatisch in den Bereich für hohe Drehzahlmomente. Dies konnten wir beim Trennen von einem 6mm Flacheisen merken, da der Winkelschleifer spürbar „hochgeschaltet“ hat.

5. Verarbeitung & Optik

Der Winkelschleifer ist im typischen Makita Grün gehalten und mit schwarzen bzw. grauen Bereichen abgesetzt. Der Bereich, in dem man die Flex mit der rechten Hand hält, ist aus einer schwarzen Gummibeschichtung und sorgt somit für einen sicheren Griff. Der Ein- bzw. Ausschalter lässt sich aus dieser Position gut erreichen. Selbst für kleinere Hände ist der Abstand zwischen Griffbereich und Schalter noch ausreichend. Der Ein- & Ausschalter lässt sich mit dem Daumen nach vorne schieben und auch wieder zurückziehen oder für einen längeren Gebrauch arretieren. Diese Arretierung lässt sich mit einem leichten Druck auf den hinteren Bereich des Schalters wieder lösen.
Diese Funktion hat uns sehr gut gefallen, da es gerade beim Zuschneiden von Trapezblechen den Daumen bzw. das Handgelenk schont und man sich mehr auf die Führung der Flex konzentrieren kann.

6. Technische Daten

Die DGA 504 gehört zu den großen Modellen der DGA Serie und kann Scheiben mit einer Größe von 125mm (5″) aufnehmen. Gerade für den Werkstattbereich hat sich diese Größe bei uns durchgesetzt, daher mussten wir uns auch keine anderen Trennscheiben kaufen, da bereits die passenden Scheiben vorhanden waren. Mit dem 1,5 Ah 18 V Akku wiegt der Winkelschleifer ca.2,4 kg inkl. Griff und Schutzabdeckung. Mit einem (bei uns bereits vorhandenem) großen 4,0 Ah Akku liegt das Gewicht bei etwa 2,6 kg. Schwerer sollte eine Akku Flex unserer Meinung nicht sein, da diese sonst nicht mehr gut in der Hand liegen würde. Zu leicht sollte eine Flex dieser Größen- und Leistungsordnung auch nicht sein, da durch das Eigengewicht der Vortrieb gewährleistet wird.

7. Praxiseinsatz

Wir haben den Winkelschleifer zum Einen beim Einbau unserer Aufstallung im Kuhstall genutzt und diverse Rohre (wie bereits oben beschrieben) angepasst, um diese montieren zu können. Wir waren überrascht von der Leistung des Winkelschleifers im Vergleich zu einem elektrisch betriebenem Winkelschleifer. Die Maschine hat genügend Kraft um auch stärkere Rohre zu schneiden. Für den längeren Einsatz sollte man jedoch in Richtung 3,0 Ah oder 4,0 Ah blicken, da diese eine längere Akkuleistung haben. Der Vorteil des 1,5 Ah Akkus ist, dass dadurch die Maschine leichter in der Hand liegt und man an schlecht erreichbaren Stellen keinen angespannten Arm bekommt. Für den Kurzeinsatz zwischendurch reicht ein 1,5 Ah Akku auf jeden Fall aus.


Des Weiteren haben wir beim Zuschneiden von Trapezblechen und Lichtplatten den Winkelschleifer eingesetzt. Gerade bei diesen leichtzügigen Arbeiten reicht der 1,5 Ah Akku vollkommen aus. Das Gerät liegt dann auch wesentlich angenehmer in der Hand. Die Schnittkanten waren gerade und sauber. Das Führen des Winkelschleifers ging dank des Griffs sehr gut. Hier war von Vorteil, dass der Ein- und Ausschalter einrastet und man nicht dauerhaft den Daumen auf dem Schalter halten muss. Sehr schön fanden wir, dass die Flex beim Einschalten leicht anläuft und nicht mit einem kräftigen Ruck, wie man es von anderen Winkelschleiferen kennt, der dann durch den ganzen Arm zieht. Das macht das präzise Arbeite noch leichter. Zusätzlich haben wir noch Lichtplatten aus Kunststoff geschnitten und auch hier machte sich die oben beschriebene ruhige Laufgeschwindigkeit und einfache Führung bemerkbar. Wir hatten keinen Verschnitt, weil die Flex sehr ruhig lief und nicht versprang oder verzog. Der Funkenflug bzw. die angefallene Späne werden ausreichend durch den Schutz nach unten abgeleitet. Man sollte trotzdem immer eine Schutzbrille und Gehörschutz tragen, da der Winkelschleifer eine Lautstärke von ca. 80 db lt. Herstellerangaben erreicht.
Leichter Nieselregen oder auch Staub aus dem Viehstall haben die Funktionen des Winkelschleifers nicht beeinträchtigt. Wir haben das Gerät nach beendeter Arbeit mit einem Tuch und Handfeger gereinigt und wieder in den Koffer gelegt. Dies sollte man auch öfter machen, damit gerade der Bereich um die Trennscheibe bzw. Spindel sauber bleibt, da sich dort verständlicherweise viel Späne ablagert.

 

 

8. Fazit:

Abschließend können wir sagen, dass wir diesen Makita Winkelschleifer nicht mehr bei uns in der Werkstatt vermissen möchten. Neben der einfachen und leichten Arbeitsweise hat uns vor allem die Kraft überzeugt, die in dem Gerät steckt. In der bisherigen Zeit hat jeder von uns auf dem Betrieb zu dem Makita Winkelschleifer mit Akku gegriffen, da es einfach sehr komfortabel ist und man keine Kabeltrommel ab- und aufrollen muss, die dann im Außenbereich und in den Stallungen noch verschmutzen kann, sondern sich einfach den Winkelschleifer greift, einen Akku einsteckt und diesen mit an den Arbeitsplatz nimmt.
Der einzige Kritikpunkt, den wir bisher bemerkt haben, ist die Kunststoffaussparung im Makpac, da diese doch etwas dicker bzw. robuster gehalten werden sollte. Alles in allem ein sehr gutes Makita Paket, das den Preis auf jeden Fall wert ist, da die gebotene Leistung sehr gut ist.

Bewertung: 5 Sterne

 

Makita DJV 181 Stichsäge

Bedingungen: Landwirtschaftlicher Betrieb und Werkstatt

1. Verpackung

Die Makita Stichsäge wird in einem typischen Makpac der Größe 3 geliefert. In diesem Koffer ist eine Kunststoffform mit Aussparungen für die Säge und den 1,5 Ah Akku.

2. Zubehör

Neben dem oben genannten Makpac der Größe 3 gehört zum Lieferumfang der Stichsäge die Bedienungsanleitung , ein 1,5 AH Akku, ein Absaugstutzen, ein Splitterschutz, ein Inbusschlüssel, eine Schutzplatte sowie 6 Sägeblätter in 3 verschiedenen Ausführungen. Ein Ladegerät wird nicht mitgeliefert und muss separat bestellt werden. Der Lieferumfang ist ansonsten sehr umfangreich. Gerade mit den mitgelieferten Sägeblättern kann man direkt starten und muss keine zusätzlichen Sägeblätter kaufen.

3. Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme der Stichsäge hat sich als sehr einfach herausgestellt. Man sucht sich das passende Sägeblatt aus (Grob- oder Feinschnitt) und steckt es in die vordere Aufnahme. Mit einem leichten Gegendruck rastet das Sägeblatt ein und verriegelt automatisch. Zum Lösen des Sägeblatts muss ein kleiner Kunststoffhebel, der auch für große Hände leicht zu bedienen ist, betätigt werden. Durch die Hebelwirkung entriegelt eine Klaue die Aufnahme und das Sägeblatt fällt aus der Aufnahme und wird nicht, wie bei manch anderen Geräten, aus der Aufnahme mit einer Feder ausgestoßenen. Das Verletzungsrisiko reduziert sich daher erheblich.
Wahlweise kann die Schutzkappe auf der Auflagefläche der Säge montiert werden um Kratzer auf einer glatten und empfindlichen Oberfläche zu vermeiden. Zusätzlich kann auch noch der Splitterschutz angebracht werden um das Aufsplittern eine Holzplatte zu verhindern.

4. Funktionen

4.1 Schutzmechanismen

Die Stichsäge schaltet automatisch in einen Schutzmechanismus um bei einer Erwärmung des Akkus diesen zu schützen. Entweder man wechselt dann den Akku oder entfernt diesen und lässt ihn abkühlen.

4.2 Staubabsaugung

Im Lieferumfang enthalten ist ein Rohr, dass vorne auf die Stichsäge montiert wird. Man kann dann ein Makita Gerät zur Absaugung anschließen, jedoch war ein solches Gerät nicht vorhanden und daher konnten wir diese Funktion nicht bewerten.

4.3 Pendelhub

Die Stichsäge kann ohne oder mit einstellbarem Pendelhub betrieben werden. Gerade bei sehr feinen und sauberen Schnitten ist es äußerst hilfreich gewesen, wenn sich der Pendelhub deaktivieren ließ. Dadurch ließ sich die Stichsäge wesentlich leichter und gerader führen. Des Weiteren wird dadurch der mögliche Rückschlag um ein vielfaches minimiert. Gerade beim Modellbau hat sich diese Funktion bewährt.
Bei groben Arbeiten, wie zum Beispiel beim Sägen von Spanplatten, ist jedoch ein Pendelhub von Vorteil, da die Arbeitsgeschwindigkeit merklich zunimmt. Der Pendelhub lässt sich über einen Schalter an der linken Vorderseite in 4 Positionen einstellen ( Aus – 1 – 2 – 3).

4.4 Sägeblattgeschwindigkeit

Am hinteren Bereich der Stichsäge befindet sich ein kleines Drehrad, mit dem man die Geschwindigkeit einstellen kann. Insgesamt lassen sich 6 Stufen einstellen (1= langsam bis 6=schnell). Für filigrane Arbeiten eignet sich ein Bereich von 1-3 und bei groben Einsätzen sollte man schon auf Stufe 4-6 ausweichen, um ein zügiges Arbeiten zu gewährleisten. Zudem lässt sich die Sägegeschwindigkeit im laufenden Betrieb einstellen. So kann man die Geschwindigkeit dem Material ggf. anpassen.

4.5 Gehrungsschnitt

Mit dem am Anfang genannten Inbusschlüssel lässt sich die Sägefläche in der Neigung verstellen. Dazu zieht man den Inbusschlüssel aus der Aufnahme am Ende der Sägefläche und löst dann die Schraube an der Unterseite. Dadurch lässt sich die Sägefläche um bis zu 45° nach links oder rechts neigen. Bei dieser Funktion muss jedoch der Splitterschutz entfernt werden, da dieser sonst mit dem Sägeblatt kollidieren würde. Hervorheben muss man hier die Unterbringung des Inbusschlüssel am Ende der Sägefläche. Diese sitzt sehr fest und geht somit nicht verloren, stört aber gleichzeitig nicht beim Arbeiten.

4.6 Beleuchtung

Die Stichsäge besitzt über dem Sägeblatt eine Lampe, die den Arbeitsbereich beim Sägen gut ausleuchtet und gerade bei schummrigen Sichtverhältnissen eine gute Sicht auf das zu sägende Objekt bietet. Ab und an sollte man die Linse vorsichtig vom Staub befreien.

5. Verarbeitung & Optik

Die Stichsäge setzt wie alle Makita Geräte auf die Farbgebung Grün/Schwarz/Grau. Der Griffbereich der Stichsäge ist aus einer schwarzen Gummibeschichtung, die die Griffigkeit erhöht und nicht schmutzempfindlich ist. Die Verstellung der Sägefläche ist einfach und robust und mit ein bis zwei Handgriffen erledigt. Die Einstellmöglichkeiten für den Pendelhub und die Geschwindigkeit sind griffig und lassen sich auch mit Handschuhen gut betätigen. Vorne an der Stichsäge ist zusätzlich ein Griff bzw. Knauf, mit dem sich die Stichsäge mit genügend Auflagedruck durch die zweite Hand leichter und präziser führen lässt.
Mit einem Gewicht von ungefähr 2,6kg gehört die Stichsäge schon zu den schweren Modellen. Sie wirkt im ersten Moment etwas massiv und schwer, aber das Eigengewicht macht sich im Betrieb spürbar bemerkbar, da dadurch der Auflagedruck höher ist und Rückschläge durch das Sägeblatt minimiert werden. In Verbindung mit einem Akku liegt die Stichsäge sehr ausgewogen in der Hand.


Nun komme ich zu dem wahrscheinlich größten Kritikpunkt an der Stichsäge. Es geht dabei um den Ein- & Ausschalter bzw. die Standbytaste im vorderen Bereich. Diese beiden Folientasten lassen sich sehr schlecht erfühlen und sind mit dünnen Handschuhen schon nicht mehr voneinander zu unterscheiden. Dazu kommt, dass beide Tasten zu weit vorne liegen und sich eine Bedienung (auch mit großen Händen) sehr schwierig gestaltet. Man kann die Tasten zwar mit dem Zeigefinger der rechten Hand betätigen, aber in einer nicht sehr komfortablen Position. Auf der linken Seite sind beide Tasten noch einmal vorhanden, aber auch hier ist eine Bedienung mit dem Daumen sehr unbequem. Bei den ersten Arbeiten muss man schon genau hinschauen oder die linke Hand zum Ausschalten nehmen. In diesem Fall erhöht sich leider die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Rückschlägen durch das Sägeblatt kommen kann. Mit der Zeit wird man sich sicherlich an diese Funktionsweise gewöhnen, aber hier sollten die Entwickler von Makita die Bedienung überdenken. Beide Schalter sollten mehr herausgehoben werden und fühlbar voneinander zu unterscheiden sein. Des Weiteren sollten beide Tasten näher zur Bedienerhand versetzt werden. Eine gute Position wäre im schwarzen Bereich über der Verstellung des Pendelhubs.

6. Praxiseinsatz

Getestet wurde die Stichsäge beim Zuschneiden von Span- und Siebdruckplatten mit einer Stärke von ca. 12mm. Die Leistung bei einem Pendelhub auf Stufe 3 und einer Geschwindigkeit auf Stufe 5 war super. Die Stichsäge ging mit einem grob gezahnten Sägeblatt ohne Probleme schnell durch die Holzplatte durch. Selbstverständlich ist der Schnitt bei einem grob gezahnten Sägeblatt und der Geschwindigkeit nicht so sauber wie bei einem Feinschnitt, aber für den einfachen Gebrauch vollkommen in Ordnung. Der Splitterschutz verringert das Aufplatzen auf einer Seite deutlich.
Des Weiteren lässt sich mit der Stichsäge auch Aluminium bis zu einer Stärke von 20mm sägen, jedoch hatten wir bisher noch keine Möglichkeit bzw. keinen Anwendungsbereich um diese Funktion zu testen.


Der zweite Anwendungsbereich war beim Bau eines Spielzeugstalls. Hier konnte sich die Stichsäge auch im filigranen Bereich unter Beweis stellen. Mit einem feinen Sägeblatt und verringerter Geschwindigkeit bzw. ausgeschaltetem Pendelhub waren feine und saubere Schnitte möglich. Ich konnte bei 6mm bzw. 8mm starken Buchenspanplatten keine Aufsplitterungen erkennen. Die Kanten waren glatt und nicht ausgefranst. Selbst Rundungen waren bei diesen Einstellungen kein Problem. Hier muss man betonen, dass die Stichsäge erst die volle Leistung abruft, wenn das Sägeblatt auf Widerstand trifft und vorher mit reduzierter Geschwindigkeit läuft, sodass sich die Stichsäge gut an die Holzplatte heranführen ließ und auch der Ansatz sauber wurde.

 

7. Fazit:

Leistungsmäßig kann sich die Makita Stichsäge mit einer elektrischen Stichsäge messen. Der überragende Vorteil ist das fehlende Stromkabel, das bei anderen Modellen oft im Weg liegt oder an einer Ecke der Holzplatte hängen bleibt. Hier hat eine Akku Stichsäge einen unschlagbaren Vorteil, da man einfach flexibel arbeiten kann und nicht auf eine Stromversorgung angewiesen ist. Das ansonsten sehr gute Gesamtbild wird leider durch die oben genannte Anordnung der Ein- bzw. Austasten und der Standbytaste getrübt. Bei diesem Punkt besteht unserer Meinung nach noch Nachholbedarf von Makita. Wir würden die Stichsäge trotzdem wieder nehmen, da uns die Leistung und gerade die Sägequalität und das dadurch resultierende Schnittbild durch die vielen Einstellungen überzeugt hat.

Bewertung: 4 Sterne

 

Makita DJV 181 Säbelsäge

Bedingungen: Landwirtschaftlicher Betrieb und Werkstatt

1. Verpackung

Die Makita DJR 18 Säbelsäge wird, wie von Makita gewohnt, in einem Makpac ausgeliefert. Im Makpac selbst befindet sich einer Kunststoffform mit Aussparungen für die Säbelsäge und den mitgelieferten Akku. Der Akku ist zusätzlich mit einer Staubkappe versehen. Einziges Manko war bei diesem Makpac, dass bereits ein Bolzen beim Scharnier des Makpac fehlte und der Deckel somit etwas locker sitzt.

2. Zubehör

Neben der eigentlichen Säbelsäge werden noch eine Bedienungsanleitung, zwei Sägeblätter, ein 1,5 Ah 18V Akku und ein Inbusschlüssel mitgeliefert. Für den Ersteinsatz mehr als ausreichend. Lediglich ein Ladegerät fehlt, aber dieses ist bei den meisten Benutzern schon vorhanden, so wie es bei uns auch der Fall war.

3. Inbetriebnahme

Die Inbetriebnahme hat sich als sehr einfach und schnell herausgestellt. Man sucht sich eines der beiden Sägeblätter aus und steckt es vorne in die Aufnahme. Danach steckt man den 1,5 Ah Makita Akku in die Aufnahme und schon kann es losgehen. Zum Entfernen des Sägeblattes muss man an der Aufnahme einen Schalter nach links drücken und schon springt das Sägeblatt mit einem kleinen Satz aus der Halterung. Einfacher hätte man es nicht lösen können, weil man komplett auf weiteres Werkzeug verzichten kann. Der schwarze Abstandshalter an der Vorderseite kann mit einem Inbusschlüssel, der einen festen und sicheren Platz über dem Akkueinschub hat, gelöst und um ca. 3cm nach vorne verschoben werden.

4. Funktionen

4.1 Beleuchtung

Die Pendelsäge besitzt am Kopf eine Lampe, die sich automatisch zuschaltet und den Arbeitsbereich gut ausleuchtet.

4.2 Schutzmechanismen

Zum Schutz der eingesteckten Akkus besitzt die Säbelsäge einen eingebauten Schutzmechanismus, der verhindert, dass ein Akku zu stark beansprucht wird, sich erwärmt und dadurch beschädigt werden könnte.

4.3 Sägebetrieb

Die Säbelsäge hat in dem Sinne nur eine Funktion und das ist Sägen. Die Säge kann über zwei Schalter eingeschaltet werden. Der eine Schalter befindet sich am Fuß des Gerätes und besteht aus einem kleinen Druckknopf und einem kurzen Abzug. Der Zweite Schalter sitzt unter dem „Makita“ Schriftzug und lässt sich durch Betätigen einer kleinen Wippe benutzen. Beide Schalterkombinationen lassen sich bequem mit einer Hand bedienen. Ein Drehrad wie bei der Makita Stichsäge zum Einstellen der Geschwindigkeit gibt es nicht. In diesem Fall wird die Geschwindigkeit über das Betätigen der Schalter reguliert, was erstaunlich gut funktioniert. Man kann mit etwas Gefühl die Geschwindigkeit sehr behutsam regulieren.

5. Verarbeitung & Optik

Die Makita Säbelsäge ist in schwarz und Makita-Grün gehalten. Der Griff ist gummiert und bietet so einen sicheren Halt beim Arbeiten. Durch den schwarzen Griffbereich fallen Fingerabdrücke z.B. durch Schmutz nicht gleich auf und lassen das Gerät hochwertiger wirken. Die bereits erwähnten Schalterkombinationen sind aus Kunststoff und lassen sich leicht betätigen ohne zu klemmen. Die Aufnahme der Sägeblätter lässt sich über einen Hebel aus Kunststoff betätigen. Die Verriegelung ist zwar aus Kunststoff, aber sehr robust verarbeitet. Der Schalter verriegelt nach dem Betätigen eigenständig durch eine verbaute Feder im Inneren. Man sollte jedoch vorsichtig sein und das Sägeblatt festhalten, da dieses sonst mit zu viel Schwung nach vorne springt und auf dem Boden landet.

 

6. Technische Daten

Mit einem Gewicht von etwas mehr als 1,5kg liegt die Säge angenehm in den Händen und ist nicht zu schwer. Die Maximale Schnitttiefe wird mit 5cm angegeben und ist vollkommen in Ordnung für unseren Anwendungsbereich. Verwendet wurde von uns der mitgelieferte 1,5 Ah 18V Akku, der für den Kurzeinsatz zwischendurch ausreicht. Bei längeren Einsätzen sollte man über den Kauf eines zweiten Akkus zum Austauschen oder eines größeren Akkus (4,0 Ah 18V) nachdenken.

7. Praxiseinsatz

Der Säbelsäge werden zwei Sägeblätter mitgeliefert. Wir haben beide Sägeblätter ausprobiert. Das fein gezahnte Sägeblatt (Blau) haben wir zum Schneiden von Kunststoffwasserleitungen benutzt, die wir bei uns im Stallbereich für Wassertränken einsetzten. Das Rohr haben wir dafür in einen Schraubstock eingespannt und den Schnitt angezeichnet. Man sollte es ausdrücklich vermeiden die Säbelsäge auf den Gegenstand zu legen und dann einzuschalten. Es kann dabei zu Rückschlägen bzw. Rückstößen durch die Säge kommen und diese lässt sich dann nicht mehr exakt kontrollieren. Schaltet man die Säge vorher über dem Objekt, in diesem Fall dem Kunststoffrohr, ein und nähert sich dann der Schnittmarkierung, dann erhält man eine saubere Schnittfläche. Der Auflagedruck durch das Eigengewicht der Säge mit etwas Kraft aus dem Arm reicht vollkommen aus, um die Säge durch das Rohr zu bewegen.

Das grob gezahnte Sägeblatt haben wir zum Absägen von „Dachlatten“ (4x6cm) genutzt und auch hier ist zu beachten, dass die Säge vorher eingeschaltet werden muss, bevor man die Säge auf dem Holz ansetzt, da es hier zu noch stärkeren Rückschlägen durch die Säge kommen kann. Mit dem Sägen der Dachlatten hatte die Säge kein Problem. Man muss etwas mehr Druck aufwenden als beim Sägen der Kunststoffrohre. Die Schnittfläche ist sauber und splittert nicht.

 

 

 

Zusätzlich haben wir es einmal ausprobiert im Garten Äste abzusägen. Auch hier hat die Säge (mit dem groben Sägeblatt) keinerlei Probleme gehabt. Der Ast sollte jedoch mit der zweiten Hand oder von einer weiteren Person festgehalten werden um Schwingungen zu minimieren.
Ergänzend muss man sagen, dass alle Sachen, die gesägt werden sollen, von einer zweiten Person durch Druck auf einen festen Untergrund, in einem Schraubstock oder mit Schraubzwingen fixiert werden müssen, da man das Objekt in keinem Fall eigenständig durch Anpressen an den Körper so fixieren kann, dass die Säge ruhig arbeitet. Bei einer Leistung von ca. 3.000 Stichen pro Minute sollte das aber selbstverständlich sein.

8. Fazit:

Abschließend kann man sagen, dass die Säge genau das tut, was sie soll. Sägen und das sogar außerordentlich gut. Es gibt zwar keine Einstellungsmöglichkeiten der Geschwindigkeit wie bei der Makita Stichsäge, aber mit etwas Gefühl und Übung hat man schnell den Dreh raus und kann die Säge gezielt einsetzen. Wer einmal den Schalter bis zum Ende drückt, wird auch merken wie sich die 3.000 Sägestiche pro Minute anfühlen und welche Geschwindigkeit beim Sägen daraus resultiert. An Kraft und Leistung fehlt es diesem Gerät auf keinen Fall, auch beim Betrieb mit dem gelieferten 1,5 Ah Akku geht diesem nicht die Luft aus. Des Weiteren muss man sagen, dass die Säge einfach und robust gehalten ist und unseren Ansprüchen an einer einfachen, aber leistungsstarken Säge mehr als gerecht wird. Durch den Akku Betrieb kann man sie praktisch überall mit hinnehmen und muss keine störenden Kabel auslegen.

Bewertung: 5 Sterne

 

Makita DMR107 „Baustellenradio“

Bedingungen: Landwirtschaftlicher Betrieb und Werkstatt

1. Verpackung

Das Makita DMR107 Baustellenradio wird in einem Makita-Karton geliefert, der wiederum in einem neutralen Versandkarton verpackt ist. Der Makita Karton ist mit einer robusten Tragelasche am Deckel ausgestattet, die es erlaubt das Radio nach dem Gebrauch wieder zu verstauen und im Regal abzulegen. Beim ersten Öffnen steigt einem ein leichter Geruch von Kunststoff entgegen, der jedoch nach 1-2 Tagen verflogen ist. Das Radio ist von einer Kunststofffolie umgeben, die vor möglichen Verunreinigungen schützen soll. Diese Kunststofffolie ist als Transportschutz vollkommen ausreichend, da das Radio fest in der Verpackung sitzt und es kein Zubehör gibt, das lose im Karton liegt und beschädigt werden könnte.

2. Zubehör

Als Zubehör liegen dem Radio ein Netzadapter (230V), eine Antenne, zwei „AA“ Batterien und eine Bedienungsanleitung bei. Der Netzadapter und die Batterien sind in einem kleinen Karton verpackt, der wiederum sicher im Akkufach untergebracht ist. Bei der Antenne muss man beachten, dass diese in einer Pappkartonlasche im Deckel der Verpackung steckt. Es besteht die Gefahr, dass man die Antenne schnell übersieht. Hier sollte der Hersteller den Platz der Antenne überdenken (ggf. dem Akkufach beilegen) oder einen Hinweisaufkleber am Radio befestigen.
Ein Makita Akku liegt dem DMR107 nicht bei. Dieser muss separat erworben werden.

3. Inbetriebnahme

Die erste Inbetriebnahme haben wir gemäß der Bedienungsanleitung vorgenommen. Zuerst schraubt man die Antenne oben auf dem Gehäuse fest. Danach öffnet man das Akkufach über den schwarzen Griff an der Oberseite. Ziemlich weit unten im Akkufach befindet sich eine kleine unscheinbare Abdeckung hinter der sich das Fach für die beiden Backup-Batterien befindet. Nachdem wir die beiden Batterien eingelegt haben, haben wir den Netzadapter angeschlossen. Der Anschluss befindet sich an der Vorderseite unter einer Gummiklappe, die den Steckplatz bei Nichtgebrauch vor Feuchtigkeit und Staub schützt. Die Inbetriebnahme hat sich als sehr einfach herausgestellt, da wenig montiert werden muss und sollte auch ohne Betriebsanleitung möglich sein. Wünschenswert wäre lediglich ein Hinweis auf der Abdeckung für die Backup Batterien, da diese doch recht schnell übersehen werden kann.

4. Funktionen

4.1. Radio

Das Einstellen der Sender ist einfach und intuitiv gehalten und lässt sich kinderleicht erledigen.
Zum Einstellen der Sender drückt man einmal auf das große Drehrad in der Mitte und dreht dieses dann auf die gewünschte Frequenz. Der Frequenzbereich UKW reicht von 87.5 – 108.0 und lässt sich in 0.05 Schritten präzise einstellen. Nachdem man seinen gewünschten Sender gefunden hat, hält man eine der fünf Tasten für die Senderspeicherplätze für ca. 3 Sekunden gedrückt und nach einem kurzen akustischen Signal speichert das Radio diesen Sender ab. Insgesamt können bis zu 5 Sender abgespeichert werden, die für unseren Gebrauch vollkommen in Ordnung sind. Das Display vom Radio leuchtet bei jeder Tastenbetätigung für ca. 15 Sekunden auf, daher ist es auch kein Problem bei Dunkelheit oder schlechten Lichtverhältnissen das Radio zu bedienen. Dabei hat uns sehr gut gefallen, dass die gespeicherten Sender nicht verfallen, wenn man den Netzstecker entfernt oder einen Akku austauscht (Bemerkung: Makita Akkus waren bereits vorher vorhanden). Dafür müssen zwingend die beiden „AA“ Batterien eingelegt sein, die als Backup-Akku dienen und die Zeit überbrücken, wenn das Radio keine Stromversorgung durch die beiden oben genannten Quellen hat.

4.2. Uhrzeit

Das Radio verfügt über eine digitale Uhr, die sich innerhalb von ca. 15 Sekunden einstellen lässt. Sie wird direkt über dem Frequenzbereich angezeigt und wird dank der Backup-Batterien auch gespeichert.

4.3. Radiowecker

Das Radio verfügt über einen Radiowecker, der zum Weckzeitpunkt den ausgewählten Sender für eine Stunde abspielt oder einen Summeralarm und diesen nach 24 Stunden wiederholt. Zusätzlich gibt es eine Schlummerfunktion, die ausgelöst wird, wenn man eine beliebige Taste (außer On/Off) drückt. Dadurch ertönt der Alarm bzw. der Radiosender nach 5 min erneut. Für uns ist diese Funktion nicht entscheidend, da wir das Radio nicht als Wecker benutzen sondern als ständigen Begleiter auf dem Betrieb. Trotzdem haben wir die Funktionen getestet und konnten keine Probleme feststellen.

4.4. Einschlaffunktion

Sehr zu betonen ist die Einschlaffunktion des Radios, die uns sehr überzeugt hat. Oftmals steht das Radio an seinem Platz in der Werkstatt oder auf der Baustelle und man kommt durch andere Dinge von der Arbeit ab. Wir haben dann den Timer auf 45 Minuten eingestellt und das Radio schaltet sich dann automatisch aus. Der Timer lässt sich in den folgenden Bereichen einstellen: 15 / 30 / 45 / 60 / 90 /120 Minuten. So spart man Strom bzw. schont den Akku.

4.5. Externe Audioquellen

Das Radio besitzt zwei AUX-Buchsen, die zur Wiedergabe von externen Audioquellen dienen. Ein Anschluss befindet sich in der Batterieklappe, so bleiben die Wiedergabequellen geschützt, und ein Anschluss befindet sich auf der Vorderseite neben dem Netzadapteranschluss. So kann zum Beispiel ein MP3 Player, CD-Player oder ein I-Pod angeschlossen werden. Mit einem Bluetooth Adapter, der in eine der AUX-Buchsen gesteckt wird, kann man auch problemlos mit dem Handy die Musik über den Adapter auf das Radio übertragen. Dieser Adapter oder ein passendes AUX Kabel müssen separat erworben werden und gehören nicht zum Lieferumfang.

5. Verarbeitung & Optik

Das Radio ist in den typischen grün-schwarzen Makita Farben gehalten. Einzig die Vorderseite ist in grau gehalten. Die gummierten Tasten auf der Vorderseite und das Drehrad sind in grau gehalten. Die Tasten und das Drehrad lassen sich auch mit Winterhandschuhen bedienen, da diese etwas heraus stehen. Bei dem Drehrad hat uns gefallen, dass durch die schwarze Farbe nicht so schnell Abdrücke von dreckigen Händen zu sehen sind und es nicht so schnell verschmutzt. Einzig die Vertiefungen an der Seite, die dem Design geschuldet sind, neigen zu Staubansammlungen. Bis auf diese Vertiefungen lässt sich das Radio sehr einfach mit einem Handfeger oder einem feuchten Tuch reinigen.
Das Radio ist aus robustem Kunststoff und hat eine Umrandung aus Hartgummi, die das Radio vor Stößen schützt. Zusätzlich sind auf der Vorderseite zwei polierte Metallbügel angebracht, die die Tasten und den Drehknauf vor dem direkten Aufprall schützen. Die oben beschriebene Antenne lässt sich in alle Richtungen bis zu 90° biegen und federt dann von alleine in den Ursprungszustand zurück. Die Akkuabdeckung lässt sich durch eine schwarze Verriegelung öffnen. Die Verriegelung hat sich bisher nicht eigenständig gelöst und hält sehr gut. Die Abdeckung klappert nicht und auch der eingelegte Akku sitzt sehr fest. Der Griff an der Oberseite lässt sich klappen und ist aus schwarzem Hartgummi. Der Griff rastet in der oberen Stellung leicht ein, somit schaukelt das Radio beim Tragen nicht nach vorne oder hinten. Mit einem Gewicht von 4,5kg (mit 4,0Ah – 18V Akku)ist das Radio nicht zu schwer, aber hat trotzdem einen sicheren Stand.

6. Klang & Lautstärke

Das Radio hat zwei 3 Zoll Lautsprecher die lt. Betriebsanleitung eine maximale Ausgangsleistung von jeweils 3,5W haben (bei einem 18V Akku). Der Klang der beiden Lautsprecher hat uns sehr überrascht, da auch bei voller Lautstärke kein Rauschen auftritt und auch der Bass noch satte Töne wiedergibt. Die Lautstärke lässt sich über das Drehrad in 25 Stufen einstellen und reicht für unsere Verhältnisse vollkommen aus. In einem geschlossenen Raum nimmt man das Radio auf voller Lautstärke (Stufe 25) schon als unangenehm wahr (aufgrund der Lautstärke, nicht wegen der Qualität). In unserer Maschinenhalle (ca. 100m² und eine Seite offen) konnten wir das Radio in der gesamten Halle gut hören.

7. Praxiseinsatz

Zuerst haben wir das Radio als Ersatzradio auf unserem Traktor mitgeführt. Dabei wurde das Radio täglich 3-4 Stunden Erschütterungen und Staub ausgesetzt. Nach 4 oder 5 Tagen konnten wir keine Beeinträchtigungen erkennen und auch die Reinigung mit einem Handfeger war kein Problem. Selbst der Sturz aus der Traktorkabine (ca. 1,3m) war kein Problem für das Radio und wir konnten keine optischen Beschädigungen feststellen. Hier hat sich die Hartgummiumrandung auf jeden Fall bewährt. Die Bedienung mit dicken Winterhandschuhen war kein Problem.

Danach haben wir das Radio einige Tage im Melkstand im Kuhstall eingesetzt. Das Radio wurde Feuchtigkeit und Nässe, sowie feuchtem Dreck ausgesetzt. Zuerst hatten wir einige Bedenken, dass das Radio diesen Bedingungen standhält. Wir wurden jedoch eines Besseren belehrt. Auch hier konnten wir keine Probleme feststellen. Die Reinigung war danach etwas aufwendiger, da der Schmutz auf dem Gehäuse angetrocknet war, aber diesen konnten wir mit einem Putzlappen und lauwarmen Wasser entfernen. Hier muss man hervorheben, dass keine Feuchtigkeit oder Schmutz in das Innere (Akkuabdeckung) gelangen konnte. Zur kompletten Reinigung kann man die Gitterabdeckung der Lautsprecher abmontieren und den Schmutz und Staub entfernen.

Neben den oben genannten Arbeitsbedingungen haben wir das Radio noch bei diversen Arbeiten in der Werkstatt oder beim Verlegen von Pflastersteinen als treuen Begleiter zu schätzen gelernt. Selbst der feine Staub einer Flex beim Schneiden von Pflastersteinen konnte nicht in das Innere der Akkuabdeckung gelangen. Uns ist das Radio auch einige Male in der Werkstatt umgefallen, wenn man zum Beispiel beim Hantieren mit einem Holzbrett oder einem Eisenrohr gegen das Radio gekommen ist. Beim Akkubetrieb stellt das kein Problem dar, weil der Akku sehr fest sitzt und das Radio auch auf der Seite weiterhin läuft. Einzig der Stecker für den Netzadapter hat sich aus dem vorderen Anschluss gelöst, als das Radio auf die Seite gefallen ist.

 

8. Fazit:

Insgesamt ist das Makita DMR 107 ein robustes Gerät, das zu Recht den Titel „Baustellenradio“ führen darf. Es hat sich in der bisherigen Testphase bewährt und wird auch weiterhin bei uns auf dem Betrieb eingesetzt. Die wenigen Kritikpunkte stören das Gesamtbild nicht und beeinträchtigen die Funktionen in keiner Form, da die positiven Merkmale überwiegen

Pro:
+ robustes Design
+ AUX Anschluss für externe Audiogeräte
+ Sehr gute Klangqualität / Lautstärke
+ Saubere Verarbeitung
+ Resistent gegen Staub und Nässe
+ kompakte Bauform (28x30x16cm)
+ Einfache und intuitive Bedienung
+ ausführliche Bedienungsanleitung
+ lange Laufzeit im Akkubetrieb

Contra:
– Antenne in der Verpackung versteckt
– Backup Batteriefach auf den ersten Blick leicht zu übersehen
– Makita Akkublock muss separat gekauft werden
– Schmutzablagerungen in den Vertiefungen der Verkleidung (Design)

Bewertung: 5 Sterne

 

 

Vielen Dank an Mats-Hendrik K. für sein Engagement und seinen ausführlichen Testbericht! Wie jeder unserer Produkttester, darf auch er das Produkt-Paket, bestehend aus Akku-Stichsäge DJV181Y1J 18V, Akku-Bohrschrauber DDF459RF4J, Akkusäbelsäge DJR183Y1J, Akkuwinkelschleifer DGA504Y1J und Baustellenradio DMR 107, behalten. Seine Bewertung sieht im Überblick wie folgt aus:
Stichsäge: 4 von 5 Sternen
Bohrschrauber: 5 von 5 Sternen
Säbelsäge: 5 von 5 Sternen
Winkelschleifer: 5 von 5 Sternen
Baustellenradio: 5 von 5 Sternen

 

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