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Community-Beitrag zu einem Wacom Bamboo Folio

1 Jun

Wir begrüßen euch zu unserem nächsten Produkttest. Unser Leser Christoph M. hatte das Vergnügen, ein Wacom Bamboo Folio in Kombination mit einem Apple iPad mini 4 testen zu dürfen.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen seines Testberichtes!

 

Produkttest Wacom Bamboo Folio Small und Apple iPad mini 4

1. Einleitung

Als Produktdesignstudent und Grafiker habe ich mich sehr darüber gefreut, dass mir die Ehre zu Teil wurde, das Bamboo Folio Small von Wacom in Kombination mit dem iPad mini 4 von Apple testen zu dürfen. Der Alltag des Gestalters umfasst neben der reinen entwerferischen Tätigkeit nämlich auch zu einem großen Anteil theoretische und konzeptionelle Überlegungen, die in die endgültigen Entwürfe mit einfließen. Aus diesem Grunde haben sich Notiz- bzw. Skizzenbücher als hilfreiche und treue Alltagsbegleiter bewährt.

Auch das Arbeiten in Teams ist – wie eigentlich überall – eine gängige Herangehensweise. Daher war ich schon im Voraus gespannt, ob das Bamboo Folio Small mit all seinen beschriebenen Fähigkeiten eine Erleichterung in meinem Arbeits- und Hochschulalltag sein könnte.

Ob dem so ist, will ich in meinem folgenden Produkttest herausfinden.

2. Beschreibung des Packungsinhalts

Bevor ich mich aber den inneren Werten der beiden Testkandidaten widme, will ich erst einmal sehen, was man denn überhaupt geliefert bekommt, sollte man sich für eines der beiden oder gar beide Produkte entscheiden.

2.1 Bamboo

Fangen wir mit dem Bamboo Folio small von Wacom an. Die Packung lässt sich leicht öffnen und alle Inhalte sind übersichtlich und sicher verstaut vorzufinden. Zum Lieferumfang zählt das Bamboo Folio an sich, ein USB-Ladekabel, ein Notizblock von Wacom, der Stift, eine Ersatzmine dafür, ein Werkzeug zum Wechseln der Minen, ein mehrsprachig (auch auf Deutsch) gedrucktes Handbuch sowie eine ebenfalls mehrsprachige Broschüre mit wichtigen Produktinformationen wie Abmaßen, Gewicht, Energieverbrauch etc.

2.2 iPad

Das iPad von Apple kommt ebenfalls gut verpackt an, jedoch sind Karton und Kartondeckel so passgenau gefertigt, dass sich ein Unterdruck bildet, der das Öffnen der Verpackung erschwert. Hat man es jedoch geschafft sie zu öffnen, findet man das iPad, ein Ladegerät, ein Lightning-auf-USB-Kabel und ein kleines Kuvert mit kleinen Karten darin vor. Denn an Stelle einer Anleitung steht auf vier der Karten, je eine auf Deutsch, Tschechisch, Polnisch und Slowakisch, ein Willkommensgruß mit dem Hinweis, die Standby-Taste des iPads für mehrere Sekunden gedrückt zu halten, um zur Konfiguration des Geräts zu gelangen. Des Weiteren finden sich Verweise auf Apple-Support-Seiten, wenn man weiterführende Informationen wünscht. Auf eine ausführliche gedruckte Anleitung wird also verzichtet. Auf den weiteren Karten finden sich weitere Hinweise zum Handbuch sowie der einjährigen Apple-Garantie. Als Bonus erhält man auf einer weiteren Karte zwei Apple Logos als Aufkleber.

3. Verarbeitungsqualität der Geräte

Als nächstes werfe ich einen Blick auf die Haptik und Verarbeitungsqualität der beiden Geräte. Denn sie machen auch schon in ausgeschaltetem Zustand eine gute Figur.

3.1 Bamboo

Zuerst wieder das Bamboo Folio, welches als Mappe daherkommt. Beim Deckmaterial hat sich Wacom für einen anthrazitfarbenen, robusten, gewebten Stoff aus einem dicken Garn entschieden, welcher eine raue aber nicht kratzige Haptik erzeugt. Dies vermittelt mir Robustheit und Vertrauen in die Langlebigkeit des Produkts. Auf der Vorderseite findet sich zusätzlich noch ein kleiner gestickter Bamboo-Schriftzug.

Schlägt man die Mappe nun auf, bietet sich Augen und Händen ein anderes Bild. Für den Innenteil verwendet Wacom ein schwarzes, perforiertes Glattleder, das speziell mir als Linkshänder dadurch auffällt, dass es sich beim Schreiben sehr angenehm anfühlt und nicht stumpf ist. Die Hand kann dadurch ohne zu stocken über die Oberfläche gleiten, was ein flüssiges Schreiben ermöglicht.

Für den Stift ist direkt neben dem Einschub für den Notizblock eine kleine Lasche vorgesehen. Und an der merkt man, dass sich der Hersteller Gedanken über die Langlebigkeit seines Produkts gemacht hat. Denn anstatt das Leder an dieser Stelle einfach nur auszustanzen und die stumpfe Lederkante zurückzulassen, wurde ein kleines Stück übriggelassen und nach innen geschlagen. Somit kann der Clip des Stifts sauber in die Lasche gleiten, ohne dass das Leder dauerhaft Schaden nimmt und/oder unschön ausfranst. Es handelt sich zwar um ein kleines Detail, aber gerade diese Details machen ein gutes Produkt eben auch aus.

Der Stift ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt und fasst sich ebenfalls sehr angenehm an. Seine Oberfläche fühlt sich samtig an und vermittelt in Verbindung mit dem nicht zu geringen Gewicht eine hohe Wertigkeit. Genau wie die anderen verwendeten Materialien hält sich der Stift mit seinem matten Finish dezent zurück und macht einen seriösen Eindruck. Durch, zugegeben etwas schwergängiges, Drehen des oberen Teils, an dem zuvor erwähnter Clip befestigt ist, fährt die Mine heraus und herein.

Insgesamt verdienen sich Qualität und Verarbeitung der Materialien das Prädikat „ausgezeichnet“. Alles ist sauber vernäht, nirgends stehen Fäden über und weder der Stoff noch das Leder haben Fehler. Auch der Stift ist aus hochwertigem Kunststoff gefertigt.

3.2 iPad

Dass Apple sich weder beim Design noch bei Materialien und Fertigungsqualität auf Kompromisse einlässt, bestätigt sich auch beim iPad mini. Neben dem Apple-typischen schlicht-eleganten Design, überzeugen ein ums andere Mal die verwendeten Materialien und die tadellose Verarbeitung. Das Gehäuse aus Aluminium hat einen samtigen Griff und lädt dazu ein, es mit den Händen zu erkunden und immer wieder anzufassen. Das Display sowie die gesamte Oberseite werden vollständig von einem Glas abgedeckt, eine silberne, umlaufende, etwas scharfkantige Fase verbindet Gehäuse und Glas. Die Tasten am Gehäuse sind mit den Fingern deutlich zu ertasten und haben gute Druckpunkte, die ein präzises Feedback geben. Der Home-Button überzeugt ebenfalls durch seine Eindeutigkeit beim Tasten und den guten Druckpunkt.

Mit seinen rund 300 Gramm und seiner kompakten Größe liegt das iPad mini sehr gut in der Hand und es steht nichts unangenehm über, woran man sich stören kann. Für den hohen Verarbeitungsstandard stehen auch die absolut gleichen Spaltmaße zwischen den einzelnen Bauteilen.

4. Einrichten/Inbetriebnahme der Geräte

Nachdem ich die äußeren Merkmale der beiden Geräte erkundet habe, komme ich aber nun endlich zur Inbetriebnahme selbiger.

4.1 Bamboo

Dem Bamboo Folio liegt eine übersichtliche, aber gut gemachte Anleitung bei, die den Nutzer in wenigen, gut erklärten Schritten zuverlässig und zügig durch die Einrichtung des Geräts führt.

Während des erstmaligen Ladens des Folios kann man sich bequem die benötigte Inkspace-App aus dem App-Store herunterladen und sich eine Wacom ID anlegen, die man für den späteren Gebrauch ebenfalls benötigt. Das Erstellen der ID funktioniert ebenfalls zügig und problemlos per Anmeldung mit der eigenen Emailadresse. Hat man die App heruntergeladen und seine Wacom ID eingerichtet, kann man sich mit seinen Nutzerdaten in der Inkspace-App anmelden, um sich darüber mit dem Folio zu verbinden.

Ist das Gerät vollständig aufgeladen, drückt man den tatsächlich einzigen Knopf des Geräts für circa 3 Sekunden, um das Gerät einzuschalten. Um das Folio mit einem Smart Device, sprich Handy oder Tablet, zu verbinden, muss das Bluetooth am zu koppelnden Gerät eingeschaltet werden. Sobald das Folio sowie Bluetooth eingeschaltet sind, drückt man für weitere 6 Sekunden den Knopf am Folio, um das Pairing zu initiieren. Hat das Smart Device das Folio erkannt, kann man es anwählen und sich damit verbinden. In den nächsten Schritten lässt sich ein Name für das Folio vergeben und die Ausrichtung der Geräte zueinander bestimmen; also ob das Tablet links oder rechts neben dem Folio liegt beispielsweise. Die Ausrichtung kann später jedoch jederzeit wieder geändert werden.

Das war es zur Inbetriebnahme des Bamboo Folios. Zur Verwendung im Alltag komme ich an einer späteren Stelle.

4.2 iPad

Im Gegensatz zum Bamboo hat das iPad mini keine gedruckte Anleitung, sondern führt den Benutzer beim erstmaligen Einschalten des geladenen Geräts durch den gesamten Prozess. Jeder Schritt ist gut erklärt und leicht verständlich. Sei es das Auswählen des eigenen WLANs, das Einrichten der Touch-ID und Apple-ID sowie das Konfigurieren von Siri. Nach knapp 20 Minuten war ich mit der Einrichtung durch und konnte das iPad verwenden.

Neben dem Design, der Verarbeitung und den Materialien überzeugen also auch die Benutzerführung und die kinderleichte Bedienung.

5. Einbinden in den bisherigen Workflow

Nach dem Auspacken und Inbetriebnehmen kann ich jetzt also loslegen und das Folio samt seiner Inkspace-App auf Herz und Nieren testen.

Ist das Folio eingeschaltet, leuchtet am Folio die LED über dem Knopf grün auf, um mir anzuzeigen, dass es betriebsbereit ist und die vorliegende Seite leer ist. Sobald ich beginne, etwas auf dem Folio zu schreiben oder zu zeichnen, ändert sich die Farbe der LED auf blau, was bedeutet, dass die aktuelle Seite Inhalt hat. Bin ich fertig mit meiner Notiz, drücke ich den Knopf und das Geschriebene wird gespeichert und entweder sofort auf mein Smart Device übertragen, sofern es verbunden ist, oder zu einem späteren Zeitpunkt, wenn ich mich wieder mit einem Gerät koppele. Ohne Verbindung zu einem Gerät kann das Folio bis zu 100 Seiten speichern. Man muss jedoch beachten, dass jeder Knopfdruck eine Seite bedeutet. Sollte man also nach jedem Absatz auf Speichern drücken, wäre zwar real nur eine Seite Papier vollgeschrieben, jedoch für das Folio jeder einzelne Absatz eine separate Seite – 5 Absätze auf dem Papier bedeuten demnach 5 Seiten im Folio.

Das Schreiben geht mit dem speziellen Stift von Wacom, der im Grunde ein modifizierter Kugelschreiber ist, leicht von der Hand, da er gut in der Hand liegt und die Tinte gleichmäßig abgibt. Beim entwerferischen Zeichnen braucht es jedoch etwas Eingewöhnungszeit, aber danach geht auch das gut von der Hand. Der Stift erkennt bis zu 1024 verschiedene Druckstufen, also lassen sich durchaus dünne und dicke Striche in der späteren Notiz unterscheiden. Verwenden lässt sich im Übrigen jedes Papier, das einem gefällt, es muss nur der Wacom-Stift verwendet werden. Man muss nur darauf achten, dass das Papier gut fixiert ist, da die Orientierung des Folios fix ist. Ein freies Drehen des Blattes auf dem Folio ist also nicht möglich. Dennoch bietet es sich an, den mitgelieferten Block von Wacom gegen flachere Alternativen zu tauschen, da er doch recht hoch aufsteht und man mit der Hand immer gegen die Kante des Papierstapels kommt. Das ist gerade beim Zeichnen unangenehm. Technisch ist das Folio aber in der Lage, den Stift durch bis zu 80 Blatt Standardpapier hindurch zu erfassen. Auch würde ich als Gestalter zu den größeren Brüdern des Folio Small greifen, da es lediglich eine Fläche dem DIN A5 Format entsprechend abdecken kann.

Die gespeicherten Seiten lassen sich jetzt in der Inkspace-App bearbeiten und in verschiedene Dateiformate exportieren, um sie in anderen Programmen weiterzuverarbeiten.

Gehe ich oben rechts in der App auf die Option „Teilen“, kann ich auf einer Zeitleiste zurückgehen und jeden einzelnen Strich rückgängig machen. Das erweist sich als hilfreich, wenn man seine Notiz um einen Satz kürzen möchte. Die so geteilte Notiz wird in der App in zwei separate Seiten geteilt, die sich wiederum bearbeiten und erneut in weitere Einzelnotizen zerlegen lassen.


Andersherum besteht aber auch die Möglichkeit, mehrere Notizen zu einer zusammenzufassen. Gleich neben der Teilen-Option lässt sich „Aufteilen“ auswählen. Gehe ich auf diese Funktion, erscheinen am oberen Bildschirmrand mehrere kleine Werkzeug-Icons und rechts ein Thumbnail meiner Notiz. Tippe ich das Thumbnail an, bekomme ich die Möglichkeit, diese Seite zu kopieren. Die kopierte Seite kann ich anschließend in jede beliebige andere Seite einfügen, indem ich in meiner Zielnotiz ebenfalls das Thumbnail antippe und auf „Einfügen“ tippe. Die einzelnen Notizen tauchen nun wie Ebenen in Grafikprogrammen untereinander auf und lassen sich einzeln bearbeiten.

Mittels der zuvor genannten Werkzeuge kann ich meine Notiz verändern. Das Stiftwerkzeug erlaubt mir, in die Notiz hineinzuzeichnen. Allerdings geht das mit dem Finger auf dem iPad mini nur in sehr rudimentärem Rahmen, auf dem iPad Pro mit Stift lässt sich dort sicherlich noch einiges mehr mit anfangen. Auch ein Radiergummi-Werkzeug ist vorhanden, um ungewollte Striche und Notizen zu entfernen. Das dritte Werkzeug ist ein Lasso-Auswahlwerkzeug, welches dazu geeignet ist, bestimmte Bereiche einer Notiz zu markieren und zu verschieben. Leider kann man den Inhalt wirklich nur verschieben und ihn nicht skalieren oder drehen und spiegeln.

Ist man zufrieden mit der Notiz, lässt sie sich in diverse Formate exportieren.

Das erste Export-Format heißt Ink-to-Text und beinhaltet die Möglichkeit, den handschriftlich geschriebenen Text in Klartext umwandeln und als .txt-Datei speichern zu lassen. Die Schrifterkennung funktioniert recht solide, hatte aber so seine Schwierigkeiten, wenn ich etwas unsauber und flüchtig geschrieben habe. Positiv hervorzuheben ist, dass ich neben Deutsch und anderen lateinischen Schriften auch kyrillische und asiatische Schriftzeichen in Text umwandeln lassen kann.

Ein Manko stellt jedoch die Formatierung des Textes in der erzeugten .txt-Datei dar: es gibt keine. Der Text steht in einer Zeile hintereinander weg; lediglich Leerzeichen finden Berücksichtigung, aber auch das nicht immer zuverlässig.

Deshalb ist beim Export von Handschrift immer Aufmerksamkeit geboten und man sollte seine Texte sowohl auf Rechtschreibung und Grammatik prüfen, als auch die Formatierung nachträglich vornehmen. An dieser Stelle könnte dem Nutzer noch mehr Arbeit abgenommen werden, da es mühselig werden kann, längere Texte zu korrigieren.


Die zwei nächsten Optionen gestatten den Export als JPG oder als PNG. Wählt man „Als Bild exportieren“, erhält man ein JPG, bei dem das Geschriebene als schwarze Schrift auf weißem Hintergrund steht. Wählt man „Als PNG exportieren“, wird eine PNG-Datei erzeugt, bei der der Hintergrund transparent ist und man nur die schwarze Schrift hat. Diese Transparenz bewährt sich gerade bei der Weiterverarbeitung in beispielsweise Photoshop, da man die Schrift nicht erst noch freistellen muss.

Exportiere ich meine Notiz als PDF, generiert mir die Inkspace-App eine PDF-Datei mit schwarzer Schrift auf weißem Grund.

Eine Besonderheit stellt der Export als WILL-Datei dar. Das WILL-Format stammt von Wacom und kann in der Bamboo Paper App auf Tablets mit Stifteingabe verwendet werden, um die Notizen zu verfeinern.

Die letzte Option, die sich bietet, ist der Export als Vektordatei im .SVG-Format. Diese kann dann in jedem beliebigen Vektorprogramm (z.B.: Illustrator) öffnen und bearbeiten. Beeindruckend ist hierbei, dass jeder einzelne Strich auf dem Papier ein einzelner, geschlossener Pfad ist, wodurch man die maximale Kontrolle über jeden einzelnen Strich erlangt.

Nach der Auswahl des passenden Dateiformats kann ich auch noch auswählen, wohin ich die Datei exportieren will. Mir bieten sich dabei viele Möglichkeiten; neben Evernote, Onenote, Dropbox und der Fotogalerie, kann ich sie in der iCloud, einer Email, einer Nachricht bei iMessage oder als Druckauftrag abspeichern oder in einen Messenger wie Telegram oder gar Instagram exportieren. Die Möglichkeiten sind hier äußerst vielfältig und decken eine große Bandbreite ab.

Jede Datei kann natürlich auch noch individuell benannt werden, um später nicht den Überblick zu verlieren.

Für Arbeiten in Teams, bei denen man sich gegenseitig Protokolle oder Skizzen zuspielt, stellt diese schnelle und unkomplizierte Art des Teilens der eigenen Notizen eine große Erleichterung dar und passt hervorragend in einen agilen und unmittelbaren Arbeitsprozess.

Leider gehören die doch sehr hilfreichen Exportfunktionen wie Ink-to-Text und Ink-to-Vector nicht zum Basic-Abo der Inkspace-App, sondern müssen über das Plus-Abo gekauft werden.

Das iPad mini muss ich an dieser Stelle lediglich aus dem Grunde erwähnen, dass es mit der Inkspace-App wunderbar zurechtkommt; aber auch mit seiner eigenen, so intuitiven und durchdachten Bedienung und sehr guten Performance ein perfektes und unauffälliges Arbeitsgerät ist. Es bereichert den gesamten Arbeitsprozess und man hat Freude daran, es zu verwenden.

 

6. Fazit

Mein abschließendes Fazit fällt positiv aus, da das Folio in Kombination mit der Inkspace-App und dem iPad viele Potenziale ausspielen kann. Das allergrößte Plus ist die unmittelbare Umwandlung und Bereitstellung der handschriftlich angefertigten Notizen. Mit wenigen Klicks kann ich meine Mitschrift oder eine Skizze mit meiner Arbeitsgruppe oder einzelnen Kommilitonen oder Kollegen teilen. Das erleichtert und beschleunigt den Austausch enorm. Ein weiteres Plus sind neben der Unmittelbarkeit die vielen Export-Optionen, die sich bieten – ich kann nahezu überall in einer großen Anzahl an Formaten exportieren.

Auch fällt die hervorragende Verarbeitung und Materialqualität des Folio auf. Das iPad steht dem natürlich in nichts nach.

Erwähnenswert ist ebenfalls der Stift, mit dem sich sehr angenehm schreiben und beim Zeichen die Strichstärke gut dosieren lässt.

Kritik verdient sich die Schrifterkennung, die sich Patzer leistet und keine Formatierung übernimmt. Das könnte definitiv besser, und in Sinne des Workflows, optimiert werden.

Schade ist auch, dass einige Exportfunktionen wie Ink-to-Text und Ink-to-Vector nur im Plus-Abo von Wacom zur Verfügung stehen.

Des Weiteren könnte die Varianz in den erfassten Strichstärken ausgeprägter sein. Man erkennt in den digitalisierten Notizen definitiv Unterschiede, jedoch entsprechen sie nicht den realen Strichstärken auf dem Papier. Ich denke jedoch, dass das ein Detail ist, das beim hauptsächlichen Schreiben von Notizen nicht ins Gewicht fällt und nur beim Zeichnen in den Vordergrund tritt.

Alles in allem ist das Bamboo Folio small ein überzeugendes Produkt, das große Stärken hat und einen dauerhaften Platz in meinem Arbeitsalltag finden wird. Speziell im Zusammenspiel mit dem iPad mini, welches durch seine Handlichkeit überzeugt, ergeben sich viele Anwendungsszenarien.

Wir danken Christoph M. für sein Engagement und den daraus resultierenden Testbericht. Wie jeder unserer Produkttester darf auch er sowohl das Wacom Bamboo Folio als auch das iPad mini 4 behalten. Bewertet hat er die beiden Geräte mit4 von 5 möglichen Sternen.

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Eine Rückmeldung zu “Community-Beitrag zu einem Wacom Bamboo Folio”

  1. Test-Queen 30. Juni 2017 um 21:25 #

    Würde Ihr eher das Ipad oder das andere Tablet empfehlen ? Viele günsitge Tablets sind ja oftmals genau so gut und haben nur ein schlechteres Display. Braucht man aber ein Retina ? Ich denke nicht.

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